Andacht zum Monatsspruch August 2016 Lesezeit: ~ 2 min

Gesalzene Worte

Auch im Streit angemessene Worte finden. Jesus selbst gibt Tipps. Eine Andacht.

„Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander“ (Markus 9,50)

Am Arbeitsplatz gerieten sich zwei Kollegen in die Haare. Der eine wurde ausfallend. Er warf mit Flüchen und Kraftausdrücken nur so um sich. Der andere war auch innerlich erregt, schwieg aber anfangs nur. Nach einer besonders groben Beschimpfung sagte er: „Was erwartest du von mir? Wenn ich dich verletzt habe, bitte ich um Verzeihung. Lass es uns noch mal gemeinsam versuchen. Wenn es nicht klappt, werde ich um eine Versetzung bitten.“

Zugegeben, sich so zu verhalten ist nicht leicht. Für jemanden jedoch, der bewusst als Christ lebt, nicht unmöglich. Wer so handelt, erfüllt die Aufforderung von Jesus: „Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander.“

Die Kraft des Salzes

In der Bibel ist in verschiedenen Zusammenhängen wiederholt vom Salz die Rede. Jesus und seine Zuhörer damals und heute wissen, dass Salz Speisen haltbarer und dauerhaft genießbar macht. Ohne Salz schmeckt vieles nicht.

Es sähe im Zusammenleben von Menschen − selbst in christlichen Gemeinden – anders aus, wenn mehr „gesalzt“ würde. Das heißt wenn mehr vom Geist und der Gesinnung Jesu spürbar wäre. Der Apostel Paulus greift diesen Gedanken auf. Er schreibt den Christen in Kolossä unter anderem: „Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt“ (Kolosser 4,6).

Was wir reden ist also sehr wichtig. Zu vieles rutscht uns unbedacht heraus. Manchmal vergreifen wir uns leider auch ganz bewusst im Ton. Unsere Worte können zerstören oder aufrichten und ermutigen.

„Salz“ ist eine geistliche Haltung. Wer „Salz“ hat, reagiert helfend und bewahrend. Er sorgt für „guten Geschmack“. „Salz“ in sich zu haben, wie Jesus es erwartet, ist offensichtlich gar nicht selbstverständlich.

Salz bei sich haben

Wo Christen zusammen sind, soll herzliche Liebe sie verbinden, damit sie miteinander in Frieden leben können. Wie oft haben wir das schon gehört oder gelesen? Es ist eigentlich traurig, dass wir  immer wieder aufgerüttelt und ermahnt werden müssen. Der Friede ist gefährdet, wo Egoismus und Rechthaberei die Atmosphäre vergiften.

Wie wäre es, wenn wir immer wieder mal an Jesu Aufforderung denken, wenn wir zu einem Salzstreuer  greifen oder eine neue Tüte mit Salz kaufen. Friede wird nicht automatisch geschenkt. Darum fordert Jesus auf: „Habt Salz in euch“.

Das Wort ist zwar als Spruch für den vor uns liegenden Monat ausgewählt, Bedeutung hat es aber an jedem Tag auch weit über den August hinaus. Deswegen lassen Sie sich doch von jedem Salzstreuer daran erinnern, wie wichtig Frieden und eine „gut gewürzte“ Sprache sind.


Kommentare

Von C.Hillmann am .

Aber einfach ist das nicht !


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