Andacht zum Monatsspruch Juli

Mit Gottes Güte glänzen

Warum Gott der beste Trainer der Welt ist. Eine Andacht zum Monatsspruch Juli.

„FC Gnadenlos“ − so wird ein erfolgreicher deutscher Fußballclub in einem Onlinebericht betitelt. Gnadenlos − weil er seine Spieler nicht als Menschen, sondern als Ware behandelt. Sie haben ihren Preis gekostet und nun müssen sie Leistung bringen. Der Wettbewerb ist hart. Auf menschliche Befindlichkeiten, Verletzungen oder seelische Blockaden kann keine Rücksicht genommen werden. Die Fußball EM, die gerade in vollem Gang ist, bestätigt das. Wer als Spieler jetzt nicht in Topform ist, wird aussortiert.

Es gibt natürlich auch Ausnahmen. Es gibt Trainer, die an ihre Spieler glauben. Sie schauen großzügig über verpatzte Gelegenheiten und verspielte Chancen hinweg. Sie sehen das Talent und das Entwicklungspotential ihres Schützlings. Sie wissen, wenn der Knoten erst einmal geplatzt ist, wird dieser Spieler von Sieg zu Sieg stürmen und keiner wird ihn aufhalten können. Wer von so einem Trainer gecoacht wird, kann sich glücklich schätzen. Er wird hart an sich arbeiten müssen. Aber die Mühe lohnt sich.

Gott glaubt an seine Mannschaft

Gott ist vergleichbar mit solch einem großzügigen und nachsichtigen Trainer. Das zeigt sich am Umgang mit seinem Volk Israel. Gott hat sich dieses widerspenstige Volk auserwählt. Er hat tolle Pläne für sein Volk. Er will es formen und stark machen. Es soll Gottes Vorzeigemannschaft sein. Sie sollen vor der ganzen Welt glänzen. Aber die Israeliten sind halsstarrig und tun, was sie wollen. Sie vermasseln eine Chance nach der anderen. Als trauriger Höhepunkt ihres eigensinnigen Handelns machen sie sich ihren eigenen Gott. Sie schmieden sich ein goldenes Kalb und beten es an. Damit kehren sie Gott vollends den Rücken zu.

Mose hat als Leiter dieses Volkes keinen leichten Stand. Gott ist kurz davor, das Handtuch zu werfen. Er will sein Volk sich selbst überlassen. Aber Mose redet mit Gott und kann das Schlimmste gerade noch abwenden. Gott ist gnädig. Trotz allem, was passiert ist, glaubt Gott weiter an sein Volk. Als Ermutigung und Stärkung darf Mose in diesem spannungsgeladenen Moment ein Stück von Gottes Herrlichkeit und Güte sehen. Gott sagt zu Mose: „Ich will vor deinem Angesicht all meine Güte vorübergehen lassen und will vor dir kundtun den Namen des Herrn. Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.“ (2 Mose 33,19)

Gottes Güte färbt ab

Mose hat das Privileg, Gott ganz nahe kommen zu dürfen. Er darf Gottes Güte im wahrsten Sinne des Wortes „hautnah“ erleben. Ein paar Kapitel später erfahren wir, dass diese Begegnung mit Gott bei Mose Spuren hinterlässt. Moses Angesicht glänzt. Gottes Güte färbt also ab!

Wenn ich mich bei Gott ins Training begebe, werde ich auch verändert werden. Gott weiß, was in mir steckt, und kann das Beste aus mir herausholen. Dabei muss ich keine Angst vor Fehlern oder verpatzten Chancen haben. Gott ist mir wohl gesonnen. Er hat mein Bestes im Sinn. Er sieht, welche Blockaden meine positive Entwicklung bremsen, und er kann sie lösen. Wenn ich dieses Training zulasse und mitmache, wird Gottes Güte mehr und mehr durch mich leuchten und vielleicht sogar auf andere abfärben.


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