Andacht zum Monatsspruch April

Adel verpflichtet!

Als Gotteskind seine Bestimmung leben. Eine Andacht zum Monatsspruch April.

Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht. (1. Petrus 2,9)

„Wie sehe ich aus, Mama?“, fragt mich meine Tochter erwartungsvoll. Ihr stolz erhobenes Haupt ziert ein funkelndes Krönchen. Um ihren Hals hängt eine Kette mit bunten Steinchen und sie trägt ein rosa Glitzerkleid. „Wie eine echte Prinzessin!“, rufe ich meinem kleinen Mädchen schmunzelnd zu. Das Lächeln auf dem Gesicht meiner Sechsjährigen zeigt mir, dass ich die richtige Antwort gefunden habe. Es war auch gar nicht schwer zu erraten!   

Später beim Mittagessen überredet meine Jüngste mich, die schicken Sachen anbehalten zu dürfen. „Dann musst du aber auch essen wie eine Prinzessin. Nicht wie ein Schweinchen!“, ermahne ich sie. Es passt mir ganz gut, auf diese Weise das ordentliche Benehmen meines Nachwuchses zu trainieren. Schließlich will meine Tochter am liebsten wie eine echte Prinzessin sein. Eine Verkleidung reicht da natürlich nicht! Es gehört mehr dazu, königlicher Abstammung zu sein.

Wir können Mitglieder der Königsfamilie werden

Erwachsene würden in diesem Zusammenhang den bekannten Spruch „Adel verpflichtet“ zitieren. Wer sich seiner Herkunft bewusst ist, lebt seiner Abstammung entsprechend. Auf diese Weise kann man vom Lebensstil so mancher Menschen auf ihre Verwandtschaft schließen. 

Wie sieht unser eigener Stammbaum aus? In 1. Petrus 2,9 ist zu lesen, dass wir Gottes auserwähltes Volk sind. Das erste auserwählte Volk waren die Israeliten. Von ihnen stammt Jesus ab. Er war väterlicherseits sogar ein Nachkomme des Königs David. Doch Josef war „nur“ ein Ziehvater, kein leiblicher Vater Jesu. Mit dem Sohn Gottes beginnt damit eine ganz neue Art der Verwandtschaft – nämlich einer Volkszugehörigkeit ohne Stammbaum. Jesus selbst sagt in Johannes 10,16: „Ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall [dem Volk Israel], auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören und es wird eine Herde [ein Volk] und ein Hirte werden.“

Wenn wir zu Jesus Christus gehören, sind wir Gottes Kinder (Galater 3,29) oder auch „sein Eigentum“ wie es in 1. Petrus 2,9 steht. Wie können wir aber zu Jesus und damit zur großen Familie dazugehören und Teil eines heiligen Volkes sein? Die Antwort steht zum Beispiel in Römer 8,14: „Alle, die sich vom Geist Gottes regieren lassen, sind seine Kinder.“ Das bedeutet: Wir können es uns aussuchen, ob wir Angehörige der königlichen Gottesfamilie sein wollen oder nicht. Die einzige Voraussetzung ist, dass wir uns nach Gottes Maßstäben richten, also uns von ihm leiten lassen.

Woran erkennt man ein Königskind?

Im Monatsspruch aus 1. Petrus 2 werden Christen beschrieben: Sie sind auserwählt, königlich, heilig! Das zieht Verpflichtungen nach sich, die ebenfalls aufgelistet werden: Wir sollen weitersagen, was Gott Gutes tut. Wir sind sogar Priester. Das ist ein Beruf und deshalb mit Aufgaben und Pflichten verbunden. Wir leben im Licht. Das wird man uns ansehen, weil wir leuchten! Von innen. Nicht durch Schmuck und Krone wie bei meiner Tochter, die sich als Prinzessin verkleidet hat.

In Kolosser 3,12-14 ist die Rede davon, wie sich Gottes Königskinder bildlich gesprochen kleiden sollen, also wie wir uns „benehmen“ sollen. Da steht zu Beginn: „Zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld.“ Zum krönenden Abschluss heißt es: „Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.“ Die Liebe ist die Zusammenfassung aller Benimmregeln; sie ist das Erkennungszeichen aller Königskinder − ein Prinzessinnenkleid oder Prinzengewand, das uns gut steht! 


Kommentare

Von helga s. am .

super, das sollte uns täglich neu motivieren diese Lebensweise zu leben.

Von maite am .

wow - danke! dieser beitrag hat tiefgang und substanz und regt zum nachdenken an.


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