Schwerpunktthema Gebet Lesezeit: ~ 3 min

„Bin ich schizophren?“

Wenn Spaßvogel Stefan Petersen in „Das Gebet“ ernste Töne anschlägt.

Das Webradio CrossChannel.de von ERF Medien wurde zum 31.01.2014 eingestellt.  

„So kenn ich dich ja gar nicht“. Seit ich bei ERF Pop arbeite, habe ich diesen Satz des Öfteren gehört. Meistens kam er aus dem Mund von Menschen, die mich noch vom Jugendradio CrossChannel.de kennen. Bei diesen Menschen konnte ich durch – ich nenn es mal meine vernünftige Seite – für Verwunderung sorgen. Warum? Ich habe meinen Job gemacht und moderiert. Also eigentlich nichts Besonderes. Aber wenn ein sonst unterhaltsamer Morgenmoderator auf einmal langsam spricht, gezielt Pausen setzt und nachdenklich wirkt? Dann ist etwas im Busch. Spaßvogel Stefan „Steveo“ Petersen betet!

Das Kind im Manne

Im Sommer 2006 habe ich mit jungen 21 Jahren angefangen bei ERF Medien zu arbeiten. Das junge Webradio CrossChannel.de war wie für mich gemacht: Locker, jugendlich, unterhaltsam, spontan, abwechslungsreich und trotzdem herausfordernd. Perfekte Bedingungen, um die eigene Jugend im Berufsleben noch etwas auszudehnen. Ich war immer ein Freund von Witzen, Blödeleien und Streichen. Und das bin ich auch heute noch.

Jetzt bin ich 29 Jahre alt, moderiere unterschiedliche Sendungen im ERF Pop und bin alle paar Wochen auch mittwochs in „Das Gebet“ zu hören – als Co-Moderator und seriöser Beter. Und ja, ich war zu Beginn dieses Formats von mir selbst überrascht: „Ich kann ja sogar ernst. Obwohl ich ein Spaßvogel bin.“

Wer bin ich denn nun?

Muss ich mich deswegen auf die Suche nach mir selbst begeben? Bin ich jetzt lustig oder seriös? Fröhlichkeit, Humor und Freude am Leben ist nichts, was ich missen möchte. Das bin ich. Auch weil Gott mir jede Menge Freude schenkt, selbst an grauen Februar-Tagen. Ich darf mich über vieles freuen und bringe aus diesem Grund gerne andere Menschen zum Lachen.

Gleichzeitig ist es wichtig, auch als Spaßvogel und Stimmungskanone zu wissen, wann es tatsächlich ernst wird, wann der Witz in meinem Kopf unangebracht ist oder wann es dran ist, in Gottes Gegenwart still zu sein. Unsere Radiosendung „Das Gebet“ ist anders als die peppige Morningshow. Menschen schreiben uns, was sie bewegt, berichten von Notsituationen, Krankheit, Einsamkeit oder Depressionen. Und als der Spaßvogel, der ich nun mal bin, soll ich für diese Anliegen beten. Das ist definitiv eine Herausforderung für mich! Sich in den Schreiber hineinzuversetzen, seine Gedanken zu verstehen. Und dann Gott zu bitten, in dieser Situation zu handeln oder Wunder zu tun.

Mein Glaube kann beides

Mir tut es darum gut, zu wissen, dass nicht nur meine Persönlichkeit, sondern auch mein Glaube an Jesus beides beinhalten kann: Die locker flockigen Situationen im Leben, in denen Jesus ohne Probleme der gute Kumpel sein kann, der mit mir lacht. Aber er begegnet mir auch in Momenten, in denen das Innehalten, zur Ruhe kommen und auf die Knie gehen wichtiger ist. Schließlich ist der gute Kumpel Jesus gleichzeitig auch der lebendige und heilige Gott. Und durch meine Arbeit bei ERF Pop lerne ich diese beiden Seiten kennen und schätzen.


Lesen Sie hier, welche Erfahrungen mit Gebet weitere Mitarbeiter von ERF Medien machen.

„1. Hilfe statt letzte Rettung" von ERF Pop- Leiter Tobias Schier

„Beten ist Atmen“ von ERF Pop Mitarbeiter Simon Kümmling

Im Radio für andere Leute beten von ERF Plus Redakteurin Ingrid Heinzelmaier

„Die Chance der Verpflichtung“ von Redaktionsleiter Joachim Bär

„Das erste Mal“ von ERF Medien Volontärin Anna Maria Spieß

„Gebets-Tipps: Top oder Flop?“ von Bettina Schwehn

„Beten im ERF“ von Vorstandsvorsitzenden Jörg Dechert


Sie haben Interesse an weiteren Beiträgen zum Thema „Gebet“? Weitere Beiträge zum Schwerpunktthema  haben wir auf unserer Gebets-Sonderseite zusammengestellt. Dort finden Sie allgemeine Infos zum Thema „Gebet“, Gebetstipps, Gebetserfahrungen unserer Mitarbeiter und Berichte von Gebetsaktionen bei ERF Medien und darüber hinaus.


Kommentare

Von Damaris K. am .

Gut dass es unter uns Christen Spaßvögel wie Stefan Petersen gibt, denn das Leben ist doch manchmal ernst u. langweilig genug... Deshalb DANKE Stefan!!!


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