Leidenschaft - Dem Himmel so nah

Ich war platt. Da saßen wir im Redaktionskreis zusammen, sprachen über die verschiedenen Gefühle, die es so gibt und beim Thema Leidenschaft wurde ganz leidenschaftlich darüber diskutiert, ob diese wohl eher zu der negativen Gefühlskategorie gehören.

Ich war platt. Da saßen wir im Redaktionskreis zusammen, sprachen über die verschiedenen Gefühle, die es so gibt und beim Thema Leidenschaft wurde ganz leidenschaftlich darüber diskutiert, ob diese wohl eher zu der negativen Gefühlskategorie gehören.

Natürlich gibt es sie, die negativen Seiten von Leidenschaft. Da wird aus Leidenschaft die Ehe gebrochen, aus Leidenschaft missbrauchen Menschen ihre Macht. Leidenschaftlich versuchen Menschen rigoros ihre Ziele zu verwirklichen und gehen dabei über Leichen. Manchen Menschen ziehen sich auch einfach enttäuscht zurück nach dem Motto: “Leidenschaft, die ist nur etwas für Idealisten und Tagträumer”.

Auch mir ist das schon passiert. Da meinte ich aus lauter Leidenschaft mich selber aufzugeben, komplett anzupassen, nur um meinen Freund zu behalten. Oder ich setze mich leidenschaftlich für etwas ein und reagierte dann frustriert oder aggressiv, wenn es nicht so klappte, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Und trotzdem, für mich ist Leidenschaft erst einmal was Positives. Auch Jesus war leidenschaftlich. Leidenschaftlich setzte er sich für die Menschen ein und diente Ihnen. So leidenschaftlich liebte er die Menschen, dass er sogar für sie ans Kreuz ging, damit wir wieder mit ihm eine Gemeinschaft aufbauen können.

Leidenschaft hat für mich mittlerweile etwas mit einem Leben zu tun, das mich innerlich erfüllt, wo ich meine Gaben und Talente einsetzen kann und das Leben anderer Menschen dadurch auch bereichert wird.

Das begeistert mich. Und ich bin überzeugt, dass Gott uns nach seinem Ebenbild als kreative und schöpferische Menschen geschaffen hat. Er möchte, dass wir das zur Entfaltung bringen, was in uns hineingelegt ist. Wir sind alle etwas ganz Besonderes und Einmaliges. Wir sind kostbar in Gottes Augen und er liebt uns so wie wir sind. Und es macht Sinn hier näher hinzuschauen, was mein Leben eigentlich ausfüllt oder wozu ich berufen bin:

Wer bin ich? Was hat mich geprägt? Bei welcher Tätigkeit fühle ich mich ganz lebendig und kraftvoll? Wo bekomme ich Lebensfreude und Energie? Was begeistert mich? Welche Träume und Vorstellungen habe ich von meinem Leben? Welche hat Gott?

Ich bin überzeugt, dass es sich lohnt, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Und ich bin sicher, dass Gott uns auch dabei helfen wird. Wenn wir so leben, wie sich Gott uns vorgestellt hat, führen wir letztendlich ein authentischeres Leben, bleiben uns treu und werden unabhängiger. Und es wird auch neu unsere Ehen oder Beziehungen mit Freude, Leidenschaft und Durchhaltevermögen prägen und bereichern.

“Es ist von enormer Bedeutung, dass wir wieder die leidenschaftlichen Mädchen werden, die wir einmal waren. Wir müssen unsere hochfliegenden Träume wieder zum Leben erwecken, unsere Träume davon, zu welchem Menschen Gott uns erschafften hat und wie er uns einsetzen möchte, um an seinem Reich zu bauen. Gott hatte gute Gründe, dieses Verlangen in uns hineinzulegen, und wir müssen darauf vertrauen, dass Gott groß genug ist, um uns außerhalb unserer Familien einzusetzen und gleichzeitig diese Familie intakt zu halten”. (Carla Barnhill)

Wie das konkret bei mir aussehen wird? Keine Ahnung. Doch bin ich schon ganz gespannt und freue mich darauf!

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