Andacht

Feiern, aber richtig

Wenn das Geburtstagskind auf seiner eigenen Feier fehlt… Eine Andacht

Wochenlang laufen Vorbereitungen – Geschenke werden gekauft, Häuser geschmückt und Fenster dekoriert. Sobald es dunkel wird, strahlen ganze Straßenzüge in hellem Licht. Dann kommt noch der letzte Schliff und der Geburtstag kann gefeiert werden. In vielen Liedern singt man von der Geburt dessen, den man feiern will. Dann kommt der große Festtag. Die Stimmung ist auf dem Höhepunkt – da stellt man fest: Das Geburtstagskind ist gar nicht da. Wo ist es denn? Einige schütteln den Kopf und fragen sich: „Warum feiern wir dann überhaupt? Dieser ganze Stress vorher – wozu?“

Vor Christus, nach Christus, mit Christus?

Sie merken, ich spreche von Weihnachten, dem großen Fest. Wir feiern es auch in diesem Jahr wieder zur Erinnerung an die Geburt eines Kindes, das zur bedeutendsten Persönlichkeit der Weltgeschichte wurde. Sogar die Jahre berechnet man nach ihm – vor Christus, nach Christus. Aber wo ist er geblieben? Wie konnte es geschehen, dass man jemanden feiert, den viele gar nicht wahrnehmen?

O du fröhliche stille Nacht

Für Menschen, die als Christen leben, ist Weihnachten ein ganz besonderes Fest. Für sie ist Jesus nämlich ein Geschenk Gottes an die Menschen. Und weil er in diese Welt kam, feiern wir Weihnachten – das Christfest. Jesus verdient es, dass wir ihn in die Mitte des Festes – und noch besser: in die Mitte unseres Lebens – holen.

Die beiden bekanntesten Weihnachtslieder drücken genau das aus: „O du fröhliche …“ erinnert uns daran, dass die Welt in ihrer Schuld verloren ging. Aber, so heißt es in „Stille Nacht“ Christ der Retter ist da. Er rettet; er nimmt jede Schuld ab, die man ihm bekennt. So schenkt er Befreiung und neue Hoffnung. Darum ist in vielen anderen Weihnachtsliedern auch immer wieder von der Freude die Rede. Wer von Schuld, Angst und Sorge befreit ist, hat allen Grund zu singen: „Freue  dich, o Christenheit“.  


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