Andacht

Lebende Liebesbriefe

Wie wir Gottes Liebesbrief an unsere Mitmenschen werden. Eine Andacht.

Wann haben Sie das letzte Mal einen Liebesbrief bekommen? Wie ging es Ihnen mit dem, was Sie gelesen haben? Hat es Ihnen gut getan? Ein Liebesbrief ist etwas Wunderschönes. Da nimmt sich jemand Zeit und schreibt mir, warum er mich mag und was er an mir schätzt. So ein Liebesbrief tut der Seele gut.

Wann haben Sie jemand anderem das letzte Mal einen Liebesbrief geschrieben und was hat das bei Ihnen ausgelöst? Ich glaube, dass es auch mir als „Autor“ gut tut, jemandem mit so einem Text eine Freude zu machen. Denn ein Liebesbrief macht deutlich, was mir jemand bedeutet und warum ich ihn oder sie liebe. Die Freude, die ich der anderen Person mache, steckt mich an. Ich habe mich immer gefragt, wann der Brief ankommt und wie meine Worte aufgenommen werden. Nicht umsonst heißt es: „Vorfreude ist die schönste Freude.“

Ein „Liebesbrief“ Christi

Es gibt aber auch noch eine dritte Art eines Liebesbriefes. Die ist nicht so offensichtlich, aber dennoch mindestens genauso wirkungsvoll. Denn Sie selbst sind mit und durch Ihr Verhalten ein Liebesbrief. Und zwar ein Liebesbrief aus Gottes Hand an alle Menschen, mit denen Sie zu tun haben: „Ihr seid ein Brief Christi, von uns geschrieben, aber nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes: nicht auf Steintafeln, sondern in die Herzen der Menschen.“ Diese Worte hat Paulus im 2. Korinther 3,3 an die Mitglieder der Gemeinde in Korinth geschrieben.

Jeder Christ ist also ein Brief Gottes an diese Welt. Was können wir tun, damit wir Liebesbriefe und keine Hassmails werden? Der Text gibt darauf eine Antwort. Wir müssen Gott Raum in unserem eigenen Herzen machen. Wer mit Jesus lebt und sich dem Geist Gottes anvertraut, wird die Herzen der Menschen positiv berühren. Jemand, der von der Liebe Christi erfüllt ist, wird Menschen ermutigen und mit Wertschätzung begegnen statt sie niederzumachen oder sie verletzen zu wollen.

Gott will unseren Charakter verändern. Was zeichnet einen Christen im Idealfall aus? Geduld statt Jähzorn, Vergebung statt Rache, Großzügigkeit statt Geiz und Mitleid statt Gleichgültigkeit. Aus eigener Kraft ist das unmöglich. Aber ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Gottes Geist in unseren Herzen liebevoll und geduldig auf eine Veränderung hinarbeitet. Das geht nicht ohne unsere Mithilfe – aber die Hauptarbeit tut Gott ins uns.

Werden Sie lebender Liebesbrief durch Gottes Gnade

Was können wir also tun, damit wir immer mehr der Liebesbrief aus Gottes Hand werden? Es hilft schon, sich immer wieder bewusst zu machen, dass man durch seine Worte und Taten Liebesbrief oder Hassmail sein kann. Bitten Sie Gott im Gebet darum, immer mehr wie Jesus zu handeln. Denken und lernen Sie von ihm. Die Bibel ist voller Stellen, an denen man von Jesus lernen kann, wie man mit Menschen umgehen sollte. Druck ist dabei weder nötig noch hilfreich. Es ist Gottes Geist, der in Ihnen wirkt. Er wird Sie von innen verändern, so lange Sie die Beziehung zu Gott pflegen.

Einen Liebesbrief zu bekommen, ist etwas Wunderschönes. Aber könnte es sein, dass es für die eigene Seele noch viel besser ist, anderen Liebesbriefe zu schreiben? Ich glaube, dass dem so ist – und dass sich Gott genau deswegen wünscht, dass wir unseren Mitmenschen täglich mit Wort und Tat eine Freude bereiten. Sind Sie bereit, dass Experiment Liebesbrief zu wagen?


Kommentare

Von Christiane H. am .

Sooo ermutigend! Vielen Dank!!!

Von Burckhard am .

Danke für den Anstoß, Gott gebe mir die Kraft täglich Liebesbriefe zu verschicken

Von Marianne S. am .

Das möchte ich gerne tun, mit Gottes Hilfe wird es gelingen. Auch ich sehne mich nach lieben Worten und Taten, jedem denke ich geht es so. Wir brauchen die Liebe des Anderen genauso wie die Nahrung.

Von Marina L. am .

vielen dank für den gruss und grundton aus gottes wort!
das war ein guter start in den tag,

Von Johannes S. am .

super, danke!!


Ihr Kommentar

Die E-Mail wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.