Andacht zum Monatsspruch Lesezeit: ~ 3 min

Das JA über allen NEINs

Gott liebt uns bedingungslos – trotz all unserer Unvollkommenheit.

Kennen Sie den Satz „Das hättest du echt besser machen können“? Ich habe ihn oft gehört. Manchmal, wenn es darum ging, eine Leistung von mir zu bewerten. Oder wenn es darum ging, ein Verhalten von mir zu kritisieren. Und ich muss zugeben: Oft war die Kritik auch völlig berechtigt. Ich habe es einfach nicht gut gemacht. Ich habe nicht das getan, was ich eigentlich tun wollte oder hätte tun sollen.

Und wenn ich dann mal genauer hingeschaut habe, kam mir immer wieder eine Frage in den Sinn: Was denkt Gott eigentlich über all die Situationen, die ich einfach nicht gut hinkriege? Wie wird sein Urteil über mich ausfallen? Wenn ich einmal vor ihm stehe, werde ich ein großes Gepäck aus Versagen und falschen Entscheidungen bei mir tragen. Ein Gepäck, geschnürt aus Lebenshoffnungen und Enttäuschungen.

Mein Urteil: „Schuldig.“

Und dann wird da noch ein Ankläger stehen (Sacharja 3,1). Jemand, der auf mein Gepäck zeigt und zu Gott sagt: „Die Beweislage ist doch erdrückend!“ Und das Schlimme daran ist: Er wird sogar Recht haben. Ich kann nicht schuldlos leben. Ich habe es bis jetzt nicht getan, und ich tue es fast täglich nicht.

Bei solchen Gedanken fällt mir dann ausgerechnet diese Bibelstelle ein: „Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?“ Das können wir im Römerbrief nachlesen. Ja, Gott ist für mich – das war er vom ersten Herzschlag meines Lebens an und das wird er bis zum letzten sein. Die Bibel ist voll von diesem sehnsuchtsvollen Ruf Gottes: „Komm zurück zu mir, ich liebe dich.“ Aber gleichzeitig ist Gott heilig und gerecht – und das bedeutet, dass vor ihm Sünde und Schuld einfach nicht sein können. Gott und Sünde, das passt nicht zusammen. Vor Gottes großer Heiligkeit bin ich verurteilt: „Schuldig.“

Ich werde dann also vor Gott stehen und angeklagt. Ich kann mir vorstellen, dass sich das erstmal ganz schön beängstigend anfühlen wird. Schon jetzt wird da in mir eine Stimme laut, die sagt: „Gott ist zwar für dich, aber was ist mit den vielen Dingen, die gegen dich sind? Der Obdachlose, dem du nichts gegeben hast – woher weißt du, ob er trotzdem überlebt hat? Die kranke Nachbarin, die du nicht besucht hast – woher weißt du, ob ihre letzten Tage nicht einfach nur noch eine Qual für sie waren?“

Jesus haut mich raus

Doch weil Gott so voller Sehnsucht nach mir ruft, weil er nichts lieber möchte als in Ewigkeit mit mir zusammen zu sein, hat er etwas Unfassbares getan: Er hat all meine Schuldscheine in dem Moment vernichtet, als Jesus am Kreuz starb (Johannes 3,16). Und damit muss jede Anklagerede gegen mich in alle Ewigkeit verstummen! Denn bei jedem einzelnen Punkt, der gegen mich vorgetragen wird, kommt Jesus, stellt sich hinter mich, öffnet seine durchbohrten Hände und sagt: „Das habe ich für dich getan. Du bist frei.“ Keine Diskussion, keine Verhandlung, kein Wenn und kein Aber. Jesus hat all mein Versagen und meine Unfähigkeit, Recht zu tun, mit ans Kreuz genommen. Er macht mich vor Gott schuldlos, wenn ich ihm das glaube – ganz egal, wie oft und wie sehr ich mich schuldig gemacht habe (Kolosser 2,14).

Wenn Gott für mich ist – dann gibt es nichts mehr, was die Macht hat, mich von dieser Liebe zu trennen. Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? (Römer 8,31) Paulus selbst gibt die Antwort auf diese Frage mit den folgenden deutlichen Worten: „Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur.“ Was für eine göttliche, freimachende Wahrheit!


Kommentare

Von Eva A. am .

Danke für die Mutmachenden Worten des Monatsspruch Auslegung sie haben mir wieder gezeit das man JESUSganz seine Schuld bringen darf ,denn ich bring es nicht fertig ohne Schuld zu sein
Danke nochmals für diese guten Worte
Gott Segne Dich ganz sehr
Eva


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