Angst - Einer ist stärker!

Ängste jedweder Art sind ein Grundbestandteil unseres Lebens. Das Gefühl der Angst ist mit der gedanklichen Vorwegnahme einer Gefahr verbunden, gegen die man hilflos ist. Angst drückt sich auch durch körperliche Reaktionen aus. Sie kann aber auch einen bewahrenden Aspekt beinhalten, um vor Schäden zu schützen.

„Angst haben wir alle. Der Unterschied liegt in der Frage: wovor?“
(Frank Thieß (1890-1977), dt. Schriftsteller)

„Furcht besiegt mehr Menschen als irgend etwas anderes auf der Welt.“
(Ralph Waldo Emerson (1803-82), amerik. Philosoph u. Dichter)

Ängste

Angst entsteht angesichts einer gegenwärtigen oder zukünftigen, realen oder auch nur vermuteten Bedrohung. Sie ist eine zu jedem menschlichen Leben gehörende Emotion, die sinnvoll ist, wenn sie Handlungen zur Bewältigung solcher Bedrohungen fördert, sei es, dass man die Bedrohung beseitigt, sei es, dass man ihr entflieht. Angst aktiviert ähnlich wie der Schmerz, aber wie der Schmerz kann auch sie sinnlos werden. Ängste können in Situationen auftreten, die keine Bedrohung darstellen, und sie können so stark werden, dass sie das Leben außerordentlich beeinträchtigen.

(Quelle: www.wissen.de)



Ängste jedweder Art sind ein Grundbestandteil unseres Lebens. Das Gefühl der Angst ist mit der gedanklichen Vorwegnahme einer Gefahr verbunden, gegen die man hilflos ist. Angst drückt sich auch durch körperliche Reaktionen aus. Sie kann aber auch einen bewahrenden Aspekt beinhalten, um vor Schäden zu schützen… Der Begriff "Angst" kommt von lat. "angustia" für "Enge".

Der Keller

Sie waren einfach gemein! Mutter hatte mich in unseren Keller geschickt, um Kartoffeln herauf zu holen. Da es kein elektrisches Licht im untersten Geschoss des Hauses gab und es sowieso unheimlich wegen der Spinnen und der feuchte Wände war, mussten wir uns mit einer Kerze in der Hand dort zurechtfinden. Und dann standen sie hinter der Ecke und erschreckten mich zu Tode. Meine Geschwister halt… Noch heute gehe ich ungern in dunkle Räume ohne Beleuchtung.

Wenn Ängste wahr werden

In dem Staat, in dem ich aufgewachsen bin, herrschte wenig persönliche Freiheit; durch eben diese Kontrollen gab es aber auch deutlich weniger Kriminalität. Und auch keine Arbeitsplatzprobleme. Als sich unser Gesellschaftssystem 1989 radikal änderte, fand ich das natürlich super und total befreiend. Besonders, was das Leben als Christ angeht, brach eine völlig neue Ära an. In dieser Umbruchszeit hatte ich vor zwei Dingen Angst: Dass unsere Kinder in der neuen Freiheit mit Rauschgift konfrontiert würden und dass es mich in die Arbeitslosigkeit treiben könnte.

Das Erstere ist einige Jahre später eingetroffen. Das Zweite nicht buchstäblich, aber inzwischen habe ich drei Firmenpleiten hautnah miterlebt und das Gefühl, dass die Entlassungswelle immer näher kommt. Man fühlt sich so hilflos… Es ist nur Geschenk Gottes, dass es jeweils an einer neuen Arbeitsstelle weiterging!

Morgengrauen

Nun aber muss ich noch von einem tollen Erlebnis erzählen: Seit längerem überfällt mich öfters im Halbschlaf am Morgen (schon wach, aber noch nicht so richtig) Panik, weil ich an alle die Termine und zu erledigenden Arbeiten denken muss, die am Tag auf mich zukommen werden. Und diese „Überfälle“ im Morgengrauen nervten mit der Zeit ziemlich. Aber was kann man dagegen machen? Es wiederholte sich immer wieder. Erst, wenn ich richtig wach war oder die erste Tasse Kaffee intus hatte, legten sich diese Panikattacken.

Freunde rieten mir: „Du musst einfach beten – das hilft.“ Nun, das glaube ich sonst auch, aber mal ehrlich – in meinem Fall funktionierte es nicht so richtig. Ich habe keine Ahnung, wieso.

Feinde

Und dann kam dieser Tag der Stille im Schwarzwald. Morgens frühstückte eine ganze Gruppe Leute noch zusammen, ehe wir unsere Münder für den Rest des Tages schliessen mussten. Unter Anleitung zum Nachdenken, Meditieren und Beten in der freien Natur verbrachte jeder Teilnehmer allein – nur mit Gott – diesen Tag. Es war eine spannende Erfahrung. Unter anderem sollten wir anhand eines Psalms von David, der mit Gott über seine damaligen Feinde sprach herausbekommen, welche „Feinde“ denn uns in unserem Leben dasselbe schwermachten.

Nun, meine Kollegen sind alle ganz nett, mit meiner Frau lebe ich auch in Frieden und die Nachbarschaft funktioniert recht gut. Aber was, wenn es hier gar nicht um reale Personen ginge? Beim weiteren Nachdenken und Beten fielen mir meine morgendlichen Ängste ein. Das war es! Die beunruhigten mich nämlich ziemlich stark. Immer wieder.

Einmal erkannt und benannt redete ich dann mit dem Allmächtigen intensiv und konkret genau darüber. Und bat ihn, ob er das nicht ändern könne…

Er ist stärker

Drei Tage nach diesem Stille-Tag fiel mir irgendwann am Vormittag auf, dass ich ja seit meinem dringlichen Gebet damals morgens überhaupt keine Ängste mehr gehabt hatte! Sie waren einfach nicht mehr aufgetaucht. Weg. Kamen wohl nicht mehr an mich ran.

Ich fand das supertoll von Gott, dass er dieses Problem so einfach, wie mit einem Finger schnipsen, von mir genommen hatte. Was war (und bin) ich ihm dafür dankbar!

Und kurz danach wurde mir dieser Ausspruch, den Jesus einmal selbst gesagt hatte, wieder ganz neu und bewusst:

„In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“
(Johannes 16,33 – Luther).

Es ist normal, dass Menschen sich vor Dingen und Ereignissen fürchten, sich vor Unbekanntem ängstigen, aber Jesus sagt: Er hat das alles überwunden, besiegt. Es stimmt – er ist echt stärker. Auch stärker als meine Angst!

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