Andacht Lesezeit: ~ 2 min

Ein außergewöhnlicher Stern

Warum der Stern in der Weihnachtsgeschichte nicht nur schmückendes Beiwerk ist. Eine Andacht.

„Stern über Bethlehem“ ist ein bekanntes Weihnachtslied. Tatsächlich aber ist der Stern von Bethlehem vermutlich der vernachlässigste Aspekt der ganzen Weihnachtsgeschichte. Was kann man schon von einem Stern lernen? Er stand nun mal zu Jesu Geburt am Himmel. Was soll schon dabei sein? Interessant ist, dass dieser Stern genau zur richtigen Zeit am Himmel zu sehen war. Wer sich ein wenig mit Astronomie auskennt, weiß, dass viele Sterne bereits verglüht sind, bevor sie bei uns am abendlichen Himmel zu sehen sind. Viele Sterne sind hunderte von Lichtjahren von der Erde entfernt, der Polarstern ist etwa 430 Lichtjahre weit von uns weg. Doch was hat das mit Weihnachten zu tun?

Wie im Science Fiction-Film

Weihnachten ist kein Ereignis, was nur uns Christen etwas angeht. Es betrifft den ganzen Kosmos und ist von langer Hand geplant. Dass Jesus als Mensch geboren wurde, war keine spontane Laune Gottes, sondern auf den Tag genau vorherbestimmt. So genau, dass Gott exakt zur richtigen Zeit einen neuen Stern am Himmel funkeln ließ. Und dieser Stern war nicht nur einige Tage zu sehen, mehrere Wochen muss er am Himmel gestanden haben, um die Weisen aus dem Morgenland auf sich aufmerksam zu machen. Sie fanden den Stern so interessant, dass sie in seine Richtung reisten und schließlich Jesus und seine Eltern fanden.

Diese Geschichte bietet Stoff für einen Science Fiction-Film: Ein Stern, der Menschen genau zu einem vorherbestimmten Ort führt - Wahnsinn! Das könnte gut und gerne aus StarWars oder StarTrek stammen. Das ist so abgedreht und fantastisch, dass man es nur schwer begreift. Noch beeindruckender ist, dass Jesaja dies in einem Bild schon voraussah, als er schrieb: „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.“ ( Jesaja 9,1)

Ein Rettungsplan für alle Menschen

Natürlich ist der Text aus Jesaja vor allem symbolisch zu verstehen. Jesaja hatte einen König vor Augen, der endlich wieder Frieden nach Juda bringt. Aber Gott lässt diese Weissagung Jesajas wahr werden. Er setzt einen Stern als Zeichen an den Himmel, dass Jesus Licht in diese Welt bringt. Aber wozu so viel Aufwand? War der Weihnachtstern wirklich notwendig?

Ja, das war er. Denn Gott war es nicht genug, dass die Juden die frohe Botschaft von Jesus erfahren. Er will, dass alle Menschen von seinem Rettungsplan erfahren – und mit den Weisen aus dem Morgenland fängt er an. Diese gelehrten Leute glaubten wahrscheinlich, dass die Sterne Götter seien. Allein so lässt sich ihr großes Interesse für die Sterne erklären. Doch Gott bestraft ihren Aberglauben nicht. Er benutzt ihn, um sie zu dem zu führen, der wirklich Macht hat. Und das Unglaubliche passiert – die Weisen erkennen in dem Kind in der Krippe den Sohn Gottes. Der außergewöhnliche Stern, dem sie gefolgt sind, war nur Wegweiser zu etwas viel Größerem.


Kommentare

Von Ch. Händel am .

Das sind ja interessante Gedanken zum
schon " allzu bekannten" Stern von Bethle-
hem. Danke für diesen Artikel.

Von Paul S. am .

sehr guter Bericht von Ihnen über die Weihnachtsgeschichte mit den Sterndeutern . Wer nicht an Gott glaubt oder Gauben kann , wird die gesamte Weihnachtsgeschichte in Frage
stellen , vielleicht sogar die Hl.Schriften (Bibel) . Die unbefleckte Empfängnis die Geburt Jesu , die Heilungen Jesu , die Kreuzigung ,besonders die Auferstehung von den Toten ist ohne festen Glauben an Gott nicht möglich , da die Naturgesetze von Gott außer Kraft gesetzt werden .Heute weiß man ziemlich genau das es vor mehr

Von Jan am .

Guter Artikel! Da fällt mir auch noch einiges dazu ein, z.B. dass Jesus Christus sich auch als der "helle Morgenstern" (Off. 22,16) vorstellt und der Morgenstern ist bekanntlich auch der Abendstern (Venus). Das passt wiederum zu der Aussage Gottes: "Ich bin das Alpha und das Omega" (Off. 1,8; Off. 21,6; Off. 22,13).
Das Wichtigste aber ist, dass wir nicht den falschen Stern verehren, nämlich den Morgenstern, der vom Himmel fiel: "Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie mehr

Von Marianne H. am .

Die Weisen (Astrologen) aus dem Morgenland kamen nach Jerusalem, weil sie einen neuen Stern am Himmel entdeckt hatten. Es muss ihnen aber einer gesagt haben – vielleicht im Traum wie bei Josef oder der Heilige Geist (denn nachher erschien Gott ihnen auch im Traum), dass dort ein Königssohn auf die Welt gekommen ist, den sie anbeten sollten. Einem Königssohn nimmt man Geschenke mit. Wenn sie nur den Stern hätten näher betrachten wollten, brauchten sie keine Geschenke mitnehmen.
Der Stern muss mehr


Ihr Kommentar

Die E-Mail wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.