Andacht

Nix schleifen lassen – anpacken!

Warum meine Beziehung zu Jesus Priorität haben soll. Eine Andacht

Ziele, die umgesetzt werden, kosten viel Kraft und bedeuten Arbeit. Im März beim Joggen traf ich die Entscheidung: Dieses Jahr laufe ich einen Halbmarathon. Was verrückt und unrealistisch war, setzte sich gedanklich bei mir fest. Schon lange hatte ich diese Idee, irgendwann die 21 km – Marke zu knacken. Dieser Gedanke beflügelte mich. Ich wollte es unbedingt schaffen - koste es was es wolle. Dafür war ich bereit hart zu arbeiten: Jede Woche drei Mal Joggen. Egal bei welchem Wetter. Egal ob ich Lust habe oder nicht. Ich wollte es packen.

Und tatsächlich - am 31. August 2013 war es soweit: Ich lief meinen ersten Halbmarathon,  auch wenn mich die letzten 3 km enorm gefordert haben. Die Freude über den Erfolg war unbeschreiblich. So lange hatte ich auf diesen Tag hingearbeitet und es hat sich gelohnt: Ich habe die Ziellinie überquert.

Am Glauben täglich festhalten

Auch Paulus setzte sich bewusst ein Ziel und erreichte es: Er hatte an seinem Glauben an Gott festgehalten. Er schreibt an Timotheus, zu dem er eine Art Mentorbeziehung hatte: Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe das Ziel des Laufes erreicht, ich habe am Glauben festgehalten. (2. Timotheus 4,7) Sein fester Fokus auf Jesus wird in seiner Aussage deutlich. Jesus war der Kern seines Lebens. An ihm orientierte Paulus sein Leben nach seiner Bekehrung. Er richtete sein Leben auf Jesus aus und hielt am Glauben fest. Das wird durch seine Briefe sichtbar, aber auch an seinem Leben selbst.

Mich fasziniert, wie hartnäckig seine Beziehung zu Jesus war. Er war bereit, täglich den guten Kampf zu kämpfen. Damit kann ich nicht glänzen. Ziemlich oft halte ich nicht an meinem Glauben fest – zumindestens nicht bewusst. Natürlich: Meine Entscheidung für Jesus trägt mich und ich stelle diese auch nicht in Frage. Aber lebendig erscheint sie mir leider viel zu oft nicht. Oft läuft meine Glaubensbeziehung nebenher, anstatt klare Priorität in meinem Leben zu haben. Doch der Fokus auf ein Ziel sieht anders aus.

Weil der Glaube wertvoll ist

Trotzdem sehne ich mich danach, dass mein Glaube an Jesus mein Leben komplett ausfüllt und meine Gottesbeziehung eine höhere Priorität bekommt. Dafür möchte ich mir konkrete Ziele setzen:

  • Meine lange schon geschlossene Bibel auf meinem Couchtisch möchte ich morgens wieder aufmachen, um meinen Blick bewusst auf Gott zu richten.
  • Meine Sorgen möchte ich wieder Jesus geben, um den Tag unbeschwerter zu erleben.
  • Ich möchte mit Gott meine täglichen Erfahrungen teilen, auch wenn sie manchmal scheinbar unbedeutend klein sind.

Diese kleinen Schritte führen dazu, dass ich täglich an meinem Glauben an Gott festhalte. Auch wenn meine Beziehung zu Gott Arbeit ist, will ich diese Beziehung auf keinen Fall schleifen lassen - dafür ist sie mir viel zu wertvoll. Die Arbeit lohnt sich, weil die Beziehung zu Jesus dadurch wächst und stärker wird. Ich freue mich schon sehr darauf, das gesteckte Ziel – nämlich Jesus selbst - zu erreichen.

Das Beste dabei ist: Jesus ist mein Coach. Er wird mich im Lauf unterstützen.    


Kommentare

Von Gertrud-Linde W. am .

...gut, daß ich diesen newsletter nicht gleich gelöscht habe, als ich wieder mal am "Aufräumen" war.
was ich alles an Ablenkungen erfahre und wie entschieden kompromißlos ich jeden Tag die Besinnung auf GOTTES Wort behaupten muß, das ist schon der eine Teil des Glaubenskampfes (mich von der Quelle nicht abhalten lassen) . Der andere Teil ist der Gehorsam, damit Hören und Tun, Wissen und Leben zusammenpassen und die Liebe zu JESUS eine lebendige, wachsende Beziehung ist.
Ermutigung und Ermahnung von Glaubensgeschwistern ist dabei schon hilfreich...

Von hans h. am .

Ich muß sagen,daß mich diese Andacht und die Kommentare dazu, nicht gerade beruhigen, aber mir zeigen, das ich mit meiner "Glaubenskrise" nicht alleine bin. Ich lese morgens die Losung für den Tag, die angegebenen Bibeltexte und bete auch inständig. Aber immer habe ich das Gefühl, nicht genug für mein "Seelenheil" zu tun. Es ist nur gut, daß es die Gnade gibt

Von Günter S. am .

Danke für diese Andacht.
So sieht es bei mir auch aus.
Aber ich möchte lernen, täglich dran zu bleiben.

Von Jutta am .

Herzlichen Dank für diesen Beitrag. Er war mir heute Anstoß dafür, die Beziehung zu Gott zu intensivieren.

Von vom wilden Affen gebissen am .

Obwohl mir der Beitrag einleuchtet (auch ich habe immer wieder versucht als Christ zu leben), muss ich zugeben, die Wut am Leben ist bedeutend größer als die hingegebene Nachfolge - ich möchte lieber nicht ins Detail gehen, wie gerade heute schon die Sicherung gewaltig durchgebrannt ist - ob ich mich gecoacht fühle?? Mir wurden immer dann, wenn ich mal sichtbar war die falschen Schuhe angepasst. Als Kind hatte ich jedoch die außerordentliche Gabe unsichtbar zu sein.
Schon allein deshalb finde mehr

Von Anett am .

Mir gehts oft genauso. Ich gebe Jesus einfach nicht genug Priorität, ziehe andere "wichtigere" Dinge vor, verschiebe Gebet und Bibellese auf später, wenn ich Zeit dafür habe ...
Dabei bleibt mein Glauben auf der Strecke und das kann doch wirklich nicht mein Ziel sein! Auch ich lese wieder bewußter in der Bibel und bete um Stärke, wenn mich andere Dinge abzulenken scheinen.


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