Andacht

Geh hin und tu Gutes

Was es bringt, sich an Gott zu orientieren. Ein Impuls zu Jesaja 1,17.

Es gibt Zeiten, da bin ich so gefangen in meinem Alltag, dass ich mich frage, ob ich überhaupt noch auf dem richtigen Kurs bin mit meinem Handeln. Doch was ist schon richtig? Was wünscht sich Gott, dass ich in meinem Alltag und meiner Umgebung tue – ganz konkret?

„Lernt wieder, Gutes zu tun! Sorgt für Recht und Gerechtigkeit, tretet den Gewalttätern entgegen, und schafft den Waisen und Witwen Recht!“ (Jesaja 1,17) lässt Gott seinem Volk durch den Propheten Jesaja ausrichten, als es wieder einmal den richtigen Kurs verloren hatte.

Lerne wieder, Gutes zu tun. Sorge für Recht und Gerechtigkeit. Wie Hiob, der sich seinerzeit in der Gesellschaft engagierte, um als Mann Gottes für die Bedürftigen zu sorgen. Wie Amos, der keine Angst hatte, die Botschaft Gottes in einer Region zu verkünden, in der er nicht willkommen war. Einfach, weil Gott ihn gesandt hatte und er den Auftrag hatte, die Wahrheit zu verkünden. Auch wenn das bedeutete, sich seinem Gegner entgegenzustellen. Oder wie Salomo, der mit seiner beispiellosen Weisheit den Rechtsstreit zwischen zwei Witwen beilegte und so dafür sorgte, dass die rechtmäßige Mutter ihren Sohn zurückbekam.

Offene Augen für die Umgebung

Seit einigen Wochen habe ich einen neuen Arbeitsplatz. Die Menschen hier begegnen mir respektvoll und freundlich. Sie schaffen damit eine Umgebung für mich, in der ich mich sofort wohl fühle. Ich weiß, ich bin angenommen. Genauso behandelt mich Gott: er nimmt mich an, respektiert mich und ist freundlich zu mir. Gerade dann, wenn ich in neuen Situationen bin und mich vielleicht überfordert oder unwohl fühle.

Gott hat uns in eine bestimmte Umgebung gesetzt, weil er sich wünscht, dass wir genau hier unseren Auftrag erkennen und erfüllen: Gutes tun. Heißt konkret, sich für Recht und Gerechtigkeit einzusetzen, dem Bösen mutig entgegenzutreten und den  Minderheiten Recht und Schutz zu geben. Dabei hat Gott jeden von uns mit Fähigkeiten und Talenten ausgestattet, die uns helfen unseren persönlichen Weg zu gehen und genau dort Gutes zu tun, wo unser Einsatz gebraucht wird. Wir müssen nicht die Weisheit von Salomo haben oder den heldenhaften Mut von Amos. In der Regel sind es die Kleinigkeiten, die unseren Alltag verschönern: da ist jemand, der mir hilft meinen Einkauf die Treppen hochzutragen. Ein freundliches Lächeln, das mich jeden Morgen neu begrüßt und die Arbeitskollegen, die mich wohlwollend in das Team aufnehmen.

Ich wünsche uns, dass wir offene Augen und ein offenes Herz behalten für unsere Umgebung. Und dass wir uns genau dort stark machen und einsetzen, wo unsere Stärke gebraucht wird.


Kommentare

Von B Michal am .

Der letzter Absatz ist fuer einen glaebigen sehr wichtig,unseres ausehen,verhalten,hilfsbereitschaft und Taten,werden mit Augen der unglaeubigen immer wieder betrachtet und benotet.Wir muessen,als Gottes kinder,so tun,dass wir vor Gott immer aufrecht stehen.Gruss Phil 4:13

Von marinalaps am .

Vielen Dank, das war gut!


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