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Smalltalk mit Gott

Warum Gebet in allen Lebenslagen wichtig ist. Gedanken zu 1. Thessalonicher 5,17

Kennen Sie folgende Situation: Morgens stehen Sie auf, den Blick bereits auf die vielen Termine des Tages gerichtet. Auf der Arbeit erwartet Sie der übliche Stress, jeder kommt und verlangt nach Ihnen. Sie wissen gar nicht mehr, wo Ihnen der Kopf steht. Nach der Arbeit stehen dann noch weitere Dinge an, die erledigt werden müssen. Abends sind Sie froh, wenn Sie in Ihr Bett fallen. Bevor Sie einschlafen, beten Sie noch schnell, nachdem Sie den ganzen Tag keine Zeit dazu gefunden haben. Doch dabei fallen Ihnen schon die Augen zu. In Ihrem Alltag hat das Gebet eher den Status eines Rituals eingenommen und seine wirkliche Bedeutung verloren?

Dabei fordert Paulus die Christen im ersten Brief an die Thessalonicher doch ganz deutlich auf: „Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen!“ (1.Thessalonicher 5, 17). Er erklärt, dass Jesus ihnen den Kontakt zu Gott ermöglicht, nämlich durch das Gebet. In jeder Lebenslage sollen sie sich an ihn wenden und ihm danken.

Zum Vertiefen des Themas eignet sich das Buch "Mitten am Tag bist Du mir nah" von Peter Scazzero. Der Autor zeigt darin, wie hilfreich die alte Übung des Tageszeitengebets heute sein kann. Eine Rezension finden Sie hier.

Einen guten Draht zu Gott im Alltag

Wie kann man sich das vorstellen: Immerzu Gott danken und mit ihm reden? – Ein Kind läuft doch auch sofort zu seinem Vater und erzählt ihm begeistert, was es erlebt hat. Es freut sich, mit seinem Vater reden zu können und genießt die Zeit mit ihm. Unser himmlischer Vater wünscht sich von seinen Kindern, also von uns Christen, genau das Gleiche. Er möchte, dass wir zu ihm kommen und ihm alles erzählen. Er ist interessiert an unserem Leben und möchte uns zuhören. Er lädt uns zum Gebet ein.

Auf diese Einladung von Gott können wir zum Beispiel so reagieren, dass wir in unserem Alltag immer wieder Zeiten haben, in denen wir uns bewusst Gott zuwenden. Das ist gar nicht so schwer: Auf dem Weg zur Arbeit kann man die Zeit nutzen und beten, anstatt das Radio anzudrehen und „keine Zeit zum Beten“ zu haben. Zwischen einzelnen Arbeitsgängen hat man schnell mal ein Stoßgebet zum Himmel geschickt, danach fühlt man sich meist besser. In der Mittagspause kann man ruhig einen Spaziergang machen und sich mit Gott austauschen, man darf sich eine Auszeit nehmen. Dazu ist die Pause doch da! Wenn man ein gutes Gespräch mit einem Freund geführt hat oder einfach ein tolles Erlebnis hatte, kann man einfach mal „Danke Gott“ sagen. So können wir Gott an unserem Leben teilhaben lassen und das Gebet zum festen Bestandteil unseres Alltags machen.

Unablässig im Gebet

Wenn wir versuchen, Gebet in unseren Alltag zu integrieren, laufen wir auch nicht so schnell Gefahr, Gott beiseite zu schieben.  Denn wenn Gebet nur ein Ritual vor dem Einschlafen ist, besteht die Gefahr, es ganz wegzulassen. Dann heißt es nur in schwierigen Situationen wieder: „Lieber Gott, bitte hilf mir doch!“ Wenn alles gut läuft, wird Beten überflüssig oder man vergisst es einfach. Sind wir aber wie die Kinder, die zu ihrem Vater laufen und ihm alles berichten, passiert das nicht. Denn Kinder sagen ja auch ohne einen besonderen Grund: „Papa, ich hab dich lieb!“. So können wir auch zu Gott kommen und ihm zeigen, wie sehr wir ihn lieben und was uns an ihm begeistert.

Wenn Paulus also sagt, wir sollen uns durch nichts vom Gebet abbringen lassen, meint er damit, wir sollen unablässig in Kontakt mit Gott stehen. Egal, ob man einen stressigen Tag hat oder es einem so gut geht, dass man meint, keine Hilfe zu brauchen: Beten kann man trotzdem.
 

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Mitten am Tag bist du mir nah

Mitten am Tag bist du mir nah

Acht Wochen mit dem Tageszeitengebet

Autor:
Scazzero, Peter
Art:
Taschenbuch, 224 S.
Preis:
9,99 EUR

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Kommentare

Von W.H. am .

Gebet ist in meinem Alltag ein wichtiger Bestandteil, den ich zu allen möglichen Anlässen praktiziere. Manchmal begleitet mich ein Liedvers vom Lobpreis die ganze Woche, den ich immer wieder im Stillen singe, oder es gibt Grundzum Bitten und danken, usw.
Das Buch von Peter Scazzero lese ich immer wieder, es ist mir eine wertvolle Hilfe, meine Gedanken auf Gott auszurichten,
freundliche Grüße
W. H.

Von Christian am .

In Deiner Nähe, HERR,
wird ruhig mein Herz.
Wie weggeblasen ist
jeder Kummer und Schmerz.
In Deiner Nähe, HERR,
flieht Angst und Furcht.
Dein liebevolles Reden
dringt zu meinem Ohr hindurch.
In Deiner Nähe, HERR,
mein Eigensinn und Egoismus bricht.
Ich darf mich sehen,
wie Du mich siehst: In Deinem Licht.
In Deiner Nähe, HERR,
mein Herz Du sanft berührst,
und mich ganz liebevoll,
auf dem Weg zum Vater führst.
In Deiner Nähe, HERR,
verstehe ich neu Dein Wort.
Dein Wort ist die Wahrheit
und hat mehr

Von Brigitte am .

Hallo, an Jutta und Conrad, ich habe mit Interesse Euere Beiträge gelesen, möchte meine Meinung nur kurz mitteilen: Als erstes: echter Glaube braucht kein Marketing, weil er sichtbar ist und Früchte folgen werden. Als nächstes möchte ich Jutta voll zustimmen, dass man im christlichen Bereich sehr aufpassen muss. Vor 10 Minuten habe ich eine Definition in einem Bibellexikon über "IRRgeist" gelesen. Das bedeutet lt Übersetzung, "jemand, der dem Wind nachläuft". Das gibt mir zu denken, vorallem wo mehr

Von conrad am .

@ jutta auch der glaube (egal welcher) hat heut zu tage marketing nötig und hübsche frauen verkaufen "produkte" nun mal besser :-)

Von Jutta am .

Es tut mir leid, folgende Anmerkung zu machen, aber ich mache sie. Inhaltlich ist der Artikel in Ordnung, ein bisschen oberflächlich, aber er geht in die richtige Richtung. Aber was ich ärgerlich finde, ist, dieses Bild einer "verzückten" jungen Frau mit angehobenen Armen und Händen ... muss denn auch in diesem Bereich jetzt "die Frau" herhalten, damit sich ein Artikel "verkauft" oder liest ? Warum nicht ein Bild mit vielen Menschen - alt, jung, gesund, behindert, hübsch, weniger hübsch, in mehr

Von Ute H am .

super,der Artikel.Ich mache gute Erfahrungen mit meinem himmlischen Vater.In der Küche bei der Arbeit höre ich leise Lobpreismusik und dann bin ich Ihm ganz nah.Im Moment bin ich nachts auf,dann ist noch eine ander Atmosphäre und meine Beziehung zu Jesus Christus ist in dieser Zeit inniger geworden.Ich möchte sie nicht missen.
In Jesu Liebe verbunden
Ute H


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