Winter ade!

Eigentlich mag ich den Winter, aber manchmal dauerte er selbst mir zu lange! Wenn die trüben Tage überhaupt kein Ende nehmen und es selbst im März noch kalt und ungemütlich bleibt, dann sehne auch ich mich so richtig nach Frühling. So war es 2009 – vielleicht erinnern Sie sich? In diesem Jahr waren ein paar verzagte Schneeglöckchen und vereinzeltes Vogelgezwitscher lange Zeit die einzigen Vorboten für wärmere Zeiten.

Pünktlich zu Ostern kam der Frühling im April dann endlich doch mit aller Macht. Einige warme Sonnentage reichten und alles fing an zu blühen. Fast über Nacht verwandelten sich die Gärten in ein Meer von Tulpen und Osterglocken. Das Auge konnte sich nach dem grauen Einerlei des langen Winters an der gelben, rosafarbenen und weißen Blütenpracht kaum sattsehen. Auch die Vögel schienen nicht mehr an sich halten zu können und veranstalteten das reinste Konzert.

Ich erinnere mich noch an diesen Wetterumschwung, weil ich ein kleines Aha-Erlebnis damit verbinde: In der kleinen Straße, in der ich damals wohnte, war die Farbenpracht und das Gezwitscher nämlich nicht zu übersehen und –hören.  Der Kontrast zu den vergangenen Wochen war überwältigend. Obwohl ich es versuchte, konnte ich mir die braunen Vorgärten und den grauen Himmel der letzten Tage angesichts des strahlenden Frühlingswetters nicht mehr vorstellen. Es ging einfach nicht.

Warten auf Gottes Frühling

In diesem Moment fiel mir folgender Vers aus der Bibel ein: Ich bin ganz sicher, dass alles, was wir zurzeit erleiden, nichts ist, verglichen mit der Herrlichkeit, die Gott uns einmal schenken möchte." (Römer 8,18)

„Genauso wird es also sein, wenn wir einmal bei Gott sind.“, dachte ich. „So wie der Frühling den Winter schließlich vertrieben hat und ich mich nur vage an ihn erinnern kann, so werden auch alle ungelösten Fragen und trüben Tage unseres Lebens eines Tages keine Rolle mehr spielen. Gottes Größe, seine Herrlichkeit und Liebe werden dann so greifbar und nahe sein, dass alle leidvollen Erfahrungen dagegen verblassen werden.“

Auch wenn diese Geschichte schon einige Jahre zurück liegt, bleibt sie für mich ein ausdrucksstarkes, zeitloses Symbol: Der Winter dieser Welt mit seinen Konflikten, Kriegen und ungelösten Fragen wird nicht ewig dauern. Eines Tages wird Gottes Frühling - sein neuer Himmel und die neue Erde - mit aller Macht kommen! Daran können uns die blühenden Bäume und Blumen auch in diesem Jahr wieder neu erinnern.
 


Kommentare

Von Inge Marita W am .

Danke für die guten Worte.Welch ein Trost ! Der Tag kommt, wo wir die Tränen abgewischt bekommen, wo Jesus sagt:Willkommen, jetzt bist du zuhause--für immer!
Wir müssen alles dransetzen, um ganz nahe bei Jesus zu bleiben in allen Erschütterungen, in den nicht auslotbaren Tiefen des Lebens.EINZIG IHM VERTRAUEN !
ER ist und bleibt der SIEGER !
ER wird kommen wie der Sonne an dem letzten großen Tag und nie Nacht wird für immer ein Ende haben.Diese Aussicht berührt mich tief.Ich bin in der Jesus-Partei und trete niemals aus.Mehr JESUS muss ins Leben hinein.Mehr Leidenschaft für IHN !


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