Angedacht

Der geistliche Dresscode

Nicht zu aufreizend, nicht zu gammelig: Für viele Gelgenheiten gilt ein bestimmter Dresscode. Doch was gilt für die Begegnung mit Gott?

Wer nicht einem bestimmten Dresscode entspricht, hat meist keine Chance, in gewisse Etablissements eingelassen zu werden. Das gilt für manche Diskotheken und Bars, genauso wie für Casinos und gehobene Restaurants. Da nützt auch keine Diskussion mit dem Türsteher. Wer nicht passt, bleibt draußen.

Gibt es solche „Dresscodes“ auch für einen Gottesdienst oder für ähnliche Veranstaltungen? Äußerlichkeiten sollten gemäß der Bibel keine besonders große Rolle spielen. Wie sieht es aber mit der inneren Einstellung aus?

David beschreibt einen „geistlichen Dresscode“, der es erlaubt, in die Gegenwart Gottes im Gottesdienst zu treten:

„Nur Menschen, die in allem dem Herrn gehorchen und jederzeit das Rechte tun. Sie denken und reden nur die Wahrheit. Sie machen niemand bei anderen schlecht, tun nichts, was ihren Freunden schadet, und bringen ihre Nachbarn nicht in Verruf.“ Psalm 15,2

Zwei Aspekte sind für David also wichtig. Erstens ein gehorsamer Lebenswandel im Sinne Gottes. Zweitens das gute Zusammenleben mit meinen Mitmenschen.

Das lässt sich sicher nicht als Gesetz einführen. Und aus spontaner Überzeugung würde ich auch niemanden aus einem Gottesdienst ausschließen wollen. Doch sind die Verse von David eine Hilfe für mich. Wenn ich mit Gott und meinen Nächsten im Reinen bin, werde ich auch einen größeren Nutzen von einem jeden Gottesdienst haben – und Gott wird umso mehr geehrt.

Was muss ich also vor dem nächsten Gottesdienst aus der Welt schaffen?
 


Kommentare

Von Hans-Jürgen L. am .

Lieber Herr Bär, im Grunde kommt es nur auf die innere Einstellung an. Gott sieht das Herz. Aber die Menschen? Die sehen alles. Und das ist manchmal erschreckend, leider auch im Gottesdienst. Einen Bläserfreund und mich hat an Pfingsten eine Pfarrerin in Leggins und Lederwestchen verschreckt. Kein Talar, noch nicht mal ein geschmackvolles Kostüm. Das fanden wir für ein "Hochfest" der Kirche doch etwas happig. Sicher hatte sie eine "gute Einstellung". Wir fanden das wie eine Abwertung des Gottesdienstes. Da hat uns einfach etwas gefehlt. Und sei es nur guter Geschmack.

Von Alfred F. am .

Laß mich immer das Gute im aneren sehen, laß mich lieben Herr
wie Du mich liebst. Laß mich den nächsten mit deinen Augen sehen. Auch ih hast Du geschaffen und bist für ihn am Kreuz gestoreben. Segne Du ihn! Amen

Von Judith am .

Dieser Beitrag kommt mir wie gerufen und ich freue mich sehr darüber. Denn in den nächsten Wochen halte ich selbst Schüler-Seminare zu Business Outfit und Dresscode in einem christlichen Institut. Da werde ich den "geistlichen Dresscode" gerne weitergeben und sensibilisieren.
Danke dafür.

Von Annegret D. am .

In Psalm 15,2 ist von Nachbarn die Rede. Das macht mich jetzt doch sehr betroffen. Nachbarn, die Menschen, die mit mir im Haus wohnen, in der Straße im Dorf...
Vor kurzem ist eine türkische Familie in unser Haus gezogen. Ich sehe als nur das Negative. Hab es bis jetzt nicht geschafft sie willkommen zu heißen. Schnell kommen negative Worte, über diese Familie, über meine Lippen...aber sie sind doch meine Nachbarn!!!

Von Beate S. am .

Wenn Jesus der Mittelpunkt im Leben eines wiedergeborenen Christen ist, wird Jesus selbst ihm zeigen, worauf es ankommt. Paulus ermahnt in 1.Tim.2,8ff die Männer und Frauen im Gottesdienst. Oder auch im 1. Kor.11, ab Vers 1ff. Jesus ist des Gesetzes Erfüllung, doch dürfen wir gerne dem Beispiel Paulus Folge leisten. In 1.Kor.11 schreibt Paulus am Schluß: Ist aber jemand unter euch, der Lust hat, darüber zu streiten, so soll er wissen, dass wir diese Sitte nicht haben, die Gemeinden Gottes auch mehr


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