Neue Kinderserie auf ERF 1

"Die brasilianische Antwort auf unsere Diddlmaus"

In Brasilien ist Smilinguido längst ein Star. Jetzt will die Regenwaldameise auch deutschen Kindern helfen, Gott kennenzulernen. Wie ist es dazu gekommen?

Bild: Stiftung Marburger Medien

ERF 1 zeigt die Geschichten von Smilinguido jeweils sonntags um 15.45 Uhr.
So z.B. das Abenteuer im Regenwald

ERF Online: Herr vom Ende, Sie sind schon lange ein Fan von Smilinguido. Was begeistert Sie an der kleinen Regenwaldameise?

Michael vom Ende: Ich war in den 90er Jahren im Auftrag der Stiftung Marburger Mission in Brasilien und habe u.a. den christlichen Verlag „Luz e Vida“ besucht, der aus der Missionsarbeit hervorgegangen war. In diesem Verlag lernte ich eine leitende Mitarbeiterin, eine junge Frau, kennen, die in der Schule „Kritzeleien“ gemacht hatte, als ihr langweilig war - die Urform dieser Ameise. Es hat mich begeistert, diese Marciá d’Haese kennenzulernen, die eine Idee hatte, die sich in einem Land mit vielen Millionen Einwohnern durchsetzte. Denn Mitte der 90er Jahre war Smilinguido in Brasilien schon mehr als ein Geheimtipp.

Dann sah die Ameise irgendwie knuffig aus. Sie hat nichts Eckiges, sondern etwas Weiches, Rundes, zum Knuddeln. Und mich hat begeistert, dass die brasilianischen Christen angefangen haben, für ihr Land zu überlegen: Wie können wir die gute Nachricht von Gott in eine Geschichte packen, so dass man sie nicht nur mit dem Kopf versteht, sondern auch mit dem Herzen und den Gefühlen?

ERF Online: Smilinguido scheint eine Antwort auf diese Frage gewesen zu sein.

Michael vom Ende: Weil diese junge Frau in einer Gemeinde war, hat sich das schnell zusammengefügt. Am Anfang hat man Kinder in Gemeinden damit erreicht. Aber relativ schnell hat man gemerkt, dass diese Ameise von ihrer Art, ihrer Form, von dem was sie erlebt und sagt, auch gemeindefremde Kinder anspricht. Die Idee ist ja bis heute, dass Smilinguido genau die gleichen Dinge erlebt wie jede andere Ameise, nur dass sie weiß, wer ihr Schöpfer ist und wem sie das alles zu verdanken hat.

ERF Online: Können Sie eine kleine Episode erzählen, die Smilinguido erlebt?

Michael vom Ende: Smilinguido befindet sich mit einer anderen Ameise vor einer kleinen Höhle. Sie hören eine süße, umgarnende Stimme: „Kommt, ich habe etwas für Euch.“ Die andere Ameise will hineingehen, aber Smilinguido sagt: „Nein, geh‘ nicht rein! Wir holen erst ein Licht und schauen, was da drin ist.“ Es stellt sich heraus, dass in der Höhle eine Spinne sitzt, die nur darauf wartet, sie zu fressen. Die Botschaft von der Geschichte ist: Nicht alles, was angenehm und süß klingt, ist es auch. Manchmal verstecken sich ganz andere Dinge hinter dem, was man sieht.

ERF Online: Wie kommt es, dass die kleine Comicfigur nun auch nach Europa kommt?

Michael vom Ende: Mein Gefühl war damals: Das ist die brasilianische Antwort auf unsere Diddlmaus - mit einer christlichen Botschaft, die die Diddlmaus nicht hat. Ich dachte mir, das könnte auch in Deutschland funktionieren. Aber die Zeit war offensichtlich noch nicht reif. Heute hoffen wir, dass es gelingt, Smilinguido und ihre Freunde bekannt und beliebt zu machen.

ERF Online: Ein Anlauf, der mit einigen großen, christlichen Organisationen startet.

Michael vom Ende: Die Stiftung Marburger Medien hat die Exklusivrechte für Europa bekommen. Weil es die Verbindungen mit Brasilien schon lange gab, war das möglich. Die Stiftung hat dann gesagt: Wir schaffen das nicht alleine, sondern müssen eine breitere Offensive starten. Deswegen haben sie sich vier weitere Partner ins Boot geholt: Das ist einmal die Stiftung Christliche Medien, das christliche, internationale Kinderhilfswerk Compassion sowie Bibel TV und ERF Medien. Wir hoffen alle und setzen uns dafür ein, dass die Regenwaldameise in diesem Zusammenspiel auch einem Publikum außerhalb von Kirchen und freikirchlichen Gemeinden bekannt wird.

ERF Online: Das heißt, es ist ein Sprung auf den säkularen Markt geplant?

Michael vom Ende: Der Sprung ist geplant, den erhoffen wir alle. Denn die Idee hinter Smilinguido ist einmal, dass christlich geprägte Kinder christliche Bildung bekommen. Aber die Idee ist auch, dass möglichst viele Kinder mit Werte stiftenden Medien erreicht werden und entdecken, dass sie mit Gott befreundet sein können.

ERF Online: Was für positive Auswirkungen hat es für ein Kind, wenn es Gott als einen Freund kennt?

Michael vom Ende: Einmal liegt die positive Auswirkung in der Botschaft der Geschichten, wie z.B. derjenigen von der Höhle mit der lockenden Stimme.

Bild: ERF Medien

Michael vom Ende,
Leiter Kommunikation ERF Medien

ERF Online: Wobei es keinen christlichen Glauben braucht, um zu sagen: Sei vorsichtig und nimm Dir nicht gleich alles, was andere Dir anbieten.

Michael vom Ende: Das Besondere an der Geschichte war ja nicht, dass Smilinguido gesagt hat: „Wir sind vorsichtig und gehen nicht rein.“ Das Besondere war, dass er sich ein Werkzeug, ein Licht, geholt hat. Das kann im übertragenen Sinne der christliche Glaube sein. Ein Kind muss ja irgendwoher Maßstäbe haben, warum es vorsichtig sein soll und wie es an Dinge herangehen kann. Das ist das eine Sprungbrett.

Für das andere möchte ich eine Formulierung gebrauchen, die von den Smilinguido-Machern selbst kommt: „Die Begegnung mit Smilinguido könnte der Beginn einer besonderen Freundschaft sein.“ Freundschaft ist nichts per se Christliches. Aber es ist die Überzeugung von uns Christen, dass Freundschaft sich nicht nur auf Menschen beziehen darf, sondern sich auch auf die Freundschaft zu Gott, dem Schöpfer, beziehen soll. Und für eine Freundschaft muss man Gott kennenlernen. Dafür könnte diese Ameise eine gute Brücke sein.

ERF Online: Die Sendungen, die auf ERF 1 ausgestrahlt werden, dauern nur 15 Minuten. Das ist recht kurz. Sind die Filme so konzipiert oder gibt es auch längere?

Michael vom Ende: Diese kurzen Clips waren zuerst synchronisiert, aber es gibt auch auf Deutsch bereits einen Spielfilm. Ein weiterer wird momentan kontextualisiert und synchronisiert, ein dritter ist in Planung.

ERF Online: Welche Rolle spielt ERF Medien bei dem Ganzen?

Michael vom Ende: Wir sind einer der fünf beteiligten Partner. Die Stiftung Marburger Medien hat beim Aussuchen der Partner überlegt, wer was beisteuern kann. Wir sind stark im Bereich Radio, Fernsehen, Internet und können diese Möglichkeiten nutzen, um Smilinguido bekannt zu machen und das Material inhaltlich einzusetzen.

ERF Online: Wenn Sie einen Blick in die weitere Entwicklung des Projektes werfen - was wünschen Sie sich für die Zukunft von Smilinguido in Deutschland und Europa?

Michael vom Ende: Ich hoffe, dass in zwei oder drei Jahren die Kinder in den Gemeinden Smilinguido kennen und ihn zusammen mit ihrer ganzen Familie lieben. Ähnlich wie die Figur des Schlunz oder JoeMax vom ERF, die einen großen Bekanntheitsgrad in den christlichen Gemeinden haben. Der Schlunz hat auch einmal mit einem Buch angefangen. Keiner hat geahnt, dass es Kassetten und CDs und einmal einen Film geben wird. Und mittlerweile kennt man den Schlunz oder auch JoeMax nicht nur in den christlichen Gemeinden, sondern auch darüber hinaus.

Es ist unsere Vision, dass das vielleicht in noch größerem Maße mit Smilinguido passiert, weil hier nicht einer das Ganze macht, sondern von Anfang an fünf Partner dabei sind. Die Stiftung Marburger Medien stellt im Moment schon zusätzliche Mitarbeiter ein, weil der erste Schwung überraschend groß ist. Das macht Hoffnung, dass das wirklich funktionieren könnte.

ERF Online: Vielen Dank für das Gespräch!


Weitere Informationen, Spiele, Comic-Hefte und DVDs finden Sie auf smilinguido.de

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: smilinguido.de


Kommentare

Von Jessica am .

Smilinguido kennen leider noch zu wenige und wenn sich nichts Ändert wird die Produktion aller Artikel eingestellt !!!
Dagegen kann man doch etwas Ändern??
Nämlich weitersagen und Artikel bestellen DVD´s gibt es sehr günstig und weiterverschenken an die die Smilinguido nicht übers Fernsehen empfangen können !!!
Es wäre Schade wenn es Smilinguido in Deutschland nicht mehr geben würde !

Von Flavia K. am .

Sehr gute Überraschung, ich kenne smilinguido schon lange von Brasilien, meine Kinder haben sich sehr gefreut. Danke

Von Angela A. am .

Halleluja, ich freue mich sehr das Smilinguido jetzt auch in Deutschland angekommen ist. Werde es weiterempfehlen. Vielen Dank


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