Andacht

Das Supermarkt-Dilemma

Will ich ein Shampoo kaufen, stehen mir in einem durchschnittlich großen Supermarkt mindestens zwölf Marken zur Auswahl. Ähnlich verhält es sich bei Zahnpasta oder Duschgel. Oder beim Internet: Wie viele Webseiten es gibt, vermag wohl niemand genau zu sagen. Das Internet hört einfach nie auf! Fernsehen ist auch so ein Fall: Mit meiner Auswahl von etwa 50 Sendern im heimischen TV-Gerät bin ich vermutlich noch eher mager ausgestattet – mir reicht das Angebot allerdings vollkommen!

Um ehrlich zu sein: Es ist mir zu viel. Zu viele Shampoos, zu viele Webseiten, zu viele Fernsehsender. Zu viel von allen möglichen Sachen. Manchmal sehne ich mich nach Einfachheit und Ruhe. Und nach weniger Angeboten, die alle meine Aufmerksamkeit fordern.

Ob die Bibel etwas dazu zu sagen hat? Als sie geschrieben wurde, gab es diesen massiven Überfluss in allen möglichen Bereichen des menschlichen Lebens schließlich noch gar nicht.

Auf jeden Fall aber wusste Jesus, dass Menschen Ruhe brauchen:
„Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben.“
Matthäus 11,28

Mit der Last kann ganz klassisch Sünde gemeint sein. Worin die Last besteht, ist aber sicher auch individuell und – logischerweise auch über die Jahrhunderte hinweg – verschieden.

Welche Sorgen und Bedürfnisse Menschen vor 2000 Jahren oder mehr hatten, kann ich mir nur ansatzweise vorstellen. Dass aber derjenige, der Ruhe verspricht, immer noch derselbe ist, das glaube ich. Es liegt an mir, mich immer wieder von den Stressfaktoren dieser Welt abzuwenden und seine Nähe zu suchen.
 


Kommentare

Von Siegrid am .

Die Stellungnahme von Frank M. kommt mir aus dem Herzen. Ich war total entsetzt, daß z.B. Kartoffeln, die nicht zur aktuellen Größe passen, vernichtet werden. Vermutlich wird Gott bald wieder eine Hungersnot schaffen, wie wir sie 1945-47 hatten, denn die Gottlosigkeit ist nicht mehr zu übertreffen. Das "Übersortiment" nervt mich auch total!

Von Alfons I. am .

Gemeinde-Supermarkt-Dilemma«
Also mal ehrlich - haben wir nicht fast alle solche Internet-Seiten unserer Gemeinden vor Augen?
Zu wenig macht hungrig.
Zu viel lässt einen ebenso verhungern.
Die Grenzen sind erreicht und die Dummheit gepaart mit Unwissenheit und Arroganz. Da wird sich dargestellt und aufgeführt mit vehementem Show-Bizz. Alle haben was zu sagen und alle wissen alle alles besser.
Es gibt nur ganz wenige wirklich lesenswerte Seiten.
Warum? Weil sie frei von der Machtdemonstration mehr

Von Rainer am .

Eine Frau, die nicht gern shoppen geht, ist schon eher selten. Okay, ein Schuhgeschäft ist da sicher reizvoller als ein LM-Discounter. Allerdings gibt es auch einen christlichen Shoppingkanal hier. Musste neulich einmal direkt schmunzeln, wie das doch den weltlichen Formaten ähnelte. Statt Interieur eben christliche Medien. Ich freue mich jedenfalls über gut sortierte Geschäfte. Bin trotz christlicher Erziehung auch materialistisch denkend.

Von Marianne am .

Ich freue mich, dass Ihr auch so denkt. Wenn man vor anderen erwaehnt, dass es viel zu viel Auswahl gibt wird man oft unglaeubig angeschaut. Ich bevorzuge kleinere Geschaefte und bezahle gerne etwas mehr. Persoenlicher ist es auch, mitunter gibt es noch ein nettes Gespraech - umsonst. Mit Frank stimme ich ganz ueberein. Wie viel schoener ist ein verformter Apfel, den man wirklich geniessen kann. Hoffentlich kommen wir bald wieder auf den Geschmack und sind dankbar fuer Gottes einmalige mehr

Von Frank M. am .

Dabei schaffen es noch nicht mal alle Artikel in den Supermarkt. Wenn die Kartoffel die von Gott gegebene Form hat, muss sie noch lange nicht der EU-Norm entsprechen und wird zwangsläufig untergepflügt. Liegt die EU-Kartoffel aber zu lange im Supermarkt und das Mindesthaltbarkeitsdatum droht in naher Zukunft abzulaufen, fliegt sie auf den Müll. Klingt abartig, wird aber auch noch durch unsere Steuergelder subventioniert.
Es wird Zeit das wir Gott bitten, Arbeiter auch in diesen Bereich der mehr

Von Rosemarie B. am .

Je mehr Artikel zur Verfügung stehen desto größer auch das Chaos und die Vermüllung. Ich sehe einen klaren Zusammenhang zwischen der Masse und der zunehmenden inneren Unruhe in unserer Gesellschaft.Es verstärkt auch den Stress und die Unzufriedenheit.
Eine gute Woche wünscht
Rosemarie B.

Von Chris am .

Mir geht es ganz genauso......es ist einfach von ALLEM zu viel und man muss sich schon dem ganzen Konsum entziehen um ein gewisses Maß an Ruhe zu erlangen. Einfach ausklinken aus all dem was einem zuviel ist und wird. Die Einfachheit leben, dann spürt man erst wie wenig der Mensch doch braucht um so richtig zufrieden zu sein. Es tut gut sich dem "Rummel" mal für eine Weile zu entziehen.


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