Krise als Chance – Die Spannung aushalten

Krisen sind schwer auszuhalten und nicht leicht zu überwinden. Wer Krisen aushält und durchlebt, wird gestärkt daraus hervorgehen. Doch die Leidensbereitschaft muss da sein. Sonst wird die Krise verdrängt und die Situation kann sich noch schlimmer entwickeln.

Von Friedrich von Bodelschwingh (1831 - 1910), dem Gründer des großen Sozialwerks Bethel, wird berichtet, dass er am Anfang seines Wirkens eine große Enttäuschung erlebte:
Der Kassierer Bethels hatte Gelder veruntreut. Als das entdeckt wurde, machte er sich aus dem Staube. Monatelang hörte man nichts mehr von ihm. Damals gab es noch keinen Polizeifunk und auch keine Interpolfahndung.

Als Pastor Bodelschwingh etwa ein halbes Jahr nach diesem Ereignis durch die Friedrichstraße in Berlin ging, um an einer Landtagssitzung teil zunehmen, traf er unverhofft auf seinen ungetreuen Kassierer. Flüchten konnte und wollte der Mann nicht. Bodelschwingh ging auf ihn zu, nahm ihn in die Arme und sagte dabei wörtlich: „Da bist du ja, du mein lieber Verbrecher.“ Statt an der Landtagssitzung teilzunehmen, kehrte Bodelschwingh mit dem Mann wieder um, fuhr mit ihm nach Bethel und setzte ihn als Kassierer wieder ein.


Wir merken an diesem Beispiel: Gott kann aus Sackgassen und Krisen herausführen und neue Anfänge schenken, wo wir sie nicht mehr für möglich halten. Das gilt aber nicht nur für Menschen, die kriminell geworden sind wie dieser Kassierer von Bethel. Ich habe das als junger Mann auf ähnliche Weise erlebt: Wenige Tage vor dem Beginn meiner Ausbildung zum Bankkaufmann kam ich mit 17 Jahren zum persönlichen Glauben an Jesus Christus. Gern und mit fröhlichem Herzen arbeitete ich von da an neben meinem Beruf mit in der Kinder- und Jugend arbeit unserer Gemeinde. Eines Tages wusste ich während eines Gottesdienstes, dass ich zum vollzeitlichen Dienst eines Pastors bestimmt war. Nachdem ich darüber gebetet und mit anderen Christen gesprochen hatte, kündigte ich bei meiner Bank und begann 1953 ein auf vier Jahre ausgelegtes Theologie-Studium.

Ein knappes Jahr vor Beendigung meines Studiums wurde ich von dem Leiter des Seminars gebeten, in Berlin den Wechsel zwischen zwei Pastoren zu überbrücken. Voraussichtlich würde ich nur zwei bis drei Wochen dort benötigt und anschließend mein Studium fortsetzen können. In Wirklichkeit kam alles ganz anders. Als ich in Berlin war, sagte nämlich der neue Pastor ab und ich hatte weiter stillschweigend den anspruchsvollen Dienst in der Großstadtgemeinde zu versehen. Bald zeigten sich gesundheitliche Probleme, vor allem nächtelange Schlaflosigkeit.

Ich geriet in eine körperliche und bald auch geistliche Krise, da ich sachlich und nervlich einfach überfordert war. Nach fünf Monaten stand ich vor einem Zusammenbruch und musste – auch auf ärztliches Anraten – meinen Dienst aufgeben. Da ich nervlich am Ende war, fühlte ich mich als Versager.

In dieser Zeit der Krise klammerte ich mich an den Bibelvers aus 
2.Timotheus 2,13
Sind wir untreu, so bleibt er (Jesus Christus) doch treu.
Bei meinen Eltern in Solingen konnte ich durch Gartenarbeit und durch ärztliche Betreuung meine Gesundheit langsam wieder festigen. Ich bewarb mich für Verwaltungs- oder ähnliche Arbeiten im christlichen Bereich, wurde aber als „Versager“ abgelehnt.

Vom Versager zum Bankdirektor

Erst danach wandte ich mich wieder an meine alte Arbeitgeberin, die Commerzbank, die bereit war, mir eine neue Chance zu geben. Schon bald wurde ich dort als zu fördernde Kraft entdeckt und für leitende Funktionen ausgebildet. 42 Jahre habe ich insgesamt dieser Bank an verschiedenen Orten gedient, davon 30 Jahre in Gütersloh und dort über 25 Jahre als Direktor.

Übrigens zeigte sich bald, dass mein theologisches Studium nicht vergeblich war. An den verschiedensten Stationen meines beruflichen Weges und darüber hinaus konnte ich helfen im Predigtdienst und viele Jahre als Gemeindevorstand.

Wenn ich heute auf meinen Lebensweg zurückblicke, bin ich sehr dankbar für die Führungen Gottes, auch für die damalige Krise. Es hat sich gezeigt, dass ich als Bankleiter Kontakte und seelsorgerliche Gespräche mit Persönlichkeiten bekam, die ich als Pastor nie hätte erreichen können. In unterschiedlichen ehrenamtlichen Aufgaben hat man mir großes Vertrauen geschenkt.

Wahrscheinlich erleben viele Menschen im Laufe ihres Lebens schwere Krisen, und nicht alle kommen nach einigen Jahren zu dem Punkt, wo sie die Krise im Rückblick als Wendepunkt sehen, der dem Leben eine sinnvolle neue Richtung gegeben hat. Nicht selten sind Krisen Teil einer natürlichen Entwicklung – wie Pubertät, Wechseljahre und Midlife-Crisis – oder sie entstehen durch überraschende Ereignisse, die über Nacht alles verändern wie eine Kündigung, der Tod eines lieben Menschen oder ein Unfall.

Immer wieder verändert sich etwas in unserem Leben. Nur Weniges ist von Dauer – und das ist gut so. Denn Veränderungen halten das Leben lebendig, sie formen uns, geben immer wieder neue Impulse und lassen uns nicht auf der Stelle treten. Trotzdem freuen wir uns nicht immer über Veränderungen, die in unser Leben eingreifen, vor allem, wenn sie ungewollt eintreten, unsere Planungen völlig zunichte machen oder uns vielleicht in dem, was wir mühsam aufgebaut haben, zurückzuwerfen scheinen.

Aber: „Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen“, sagte schon Goethe. Gerade das ist die Kunst: Aus unvorhersehbaren Veränderungen im Leben etwas Schönes bauen zu können, damit unser Weg weitergeht. Selbst wenn diese Veränderungen im ersten Moment alles andere als positiv erscheinen und sich nicht selten über eine Krise Bahn brechen. Jede Veränderung eröffnet uns neue Chancen. Sie wahrzunehmen und zu nutzen, darauf kommt es an.

1. Wie erleben und empfinden wir Menschen eine Krise?

Niemand wünscht sich eine Krise, und möglichst lange verdrängt und überspielt man die Tatsache, dass man sich in einer Krise befindet. Krisen sind eben unüberschaubar, und wir wissen nicht, wohin sie uns führen werden.

Krisen haben mindestens zwei Ausgänge; sie sind entweder Rettung oder Untergang, Höhe oder Tiefe, Erhofftes oder Befürchtetes, in der Krankheit Heilung oder unheilbar, vielleicht dem Tod entgegen. In der geschäftlichen Situation eine rettende Lösung, ein neuer Auftrag, ein neues Modell oder Konkurs. In der Ehe Scheidung oder eine vertiefte Beziehung, in den zwischenmenschlichen Bereichen Bruch oder eine tiefere Begegnung.

Johannes Tauler, der deutsche Mystiker des Mittelalters, sieht in Krisen das Werk Gottes. Gott möchte den Menschen durch die Krise in die Wahrheit führen. Denn die Wahrheit entdecken wir nicht durch eigene Bemühungen, sondern indem wir Gott begegnen. Das kann schmerzhaft sein. Das kann uns an den Rand unserer Kraft bringen. Und doch liegt ein tiefer Segen für uns darin.

Die Geschichte des Jakob im Alten Testament bietet ein anschauliches Beispiel dafür: An der Furt des Jabbok tritt Gott dem Jakob in den Weg und kämpft mit ihm. Es wird ein Kampf auf Leben und Tod. Im Verlauf dieses Kampfes muss Jakob seinen Namen offen legen und damit auch seine ganze Geschichte: Die Gerissenheit, den Betrug, der sein Leben ausmachte. Die dunklen Seiten seines Lebens können in der Begegnung mit Gott nicht mehr verborgen bleiben.

Doch Gott bleibt dabei nicht stehen. Er segnet Jakob und gibt ihm einen neuen Namen. Damit eröffnet er ihm neue Lebensmöglichkeiten. Doch nicht nur das: Gott verrenkt dem Jakob auch die Hüfte. Jakob geht erneuert, aber auch angeschlagen aus dem Ringen mit Gott hervor. Der Segen Gottes lässt ihn nicht unversehrt.

Krisen haben einen Sinn: Sie sollen uns fähig machen, dass wir uns auf neue Verhältnisse einstellen, neue Sicht- und Verhaltensweisen einüben. Manchmal müssen wir dazu gezwungen werden, etwas zu lernen. Krisen haben eine ungeheure Spannbreite. Sie können meine menschlichen Beziehungswurzeln, meine Glaubenswurzeln, meine Erfahrungswurzeln vertiefen oder sie können mich orientierungslos machen. Ehekrisen hinterfragen mich als Ehepartner, Kinderkrisen hinterfragen mich als Vater oder Mutter. Betriebskrisen hinterfragen mich als Person in meiner Leitungsfähigkeit oder -unfähigkeit.

2. Eine Krise erfordert unsere Bereitschaft, Spannung zu ertragen

Wenn wir lernen wollen, positiv mit einer Krise umzugehen, dann brauchen wir als erstes die Bereitschaft, Spannungen zu ertragen, weil eine Krise immer Spannung erzeugt. Daher sollten wir uns vor Kurzschlusshandlungen hüten und nicht etwas managen wollen, was wir im Moment nicht können. Nicht etwas abschließen, was jetzt noch nicht abgeschlossen werden kann, kein Tischtuch zerschneiden, das ich hinterher nicht mehr zusammennähen kann, keinem Menschen – auch keinem Kind – die Türe zeigen, die ich ihm dann nur sehr schwer wieder zugänglich machen kann. Keine Tür vorzeitig ins Schloss fallen lassen! Keine Torschlusspanik, sondern das aushalten, was mich in meiner Krise gerade beschäftigt.

Wir müssen eine Krise „durchleben“. Wir haben ja in Krisen ein ungeheuer starkes Harmoniebedürfnis und schaden dadurch unserem Leben, dass wir Krisen nicht in ihrer Tiefe durchhalten. Bei uns Christen besteht zusätzlich die Gefahr, dass wir eine Krise, die wir nicht managen und auch in unserem Glauben nicht bewältigen können, mit frommen Worten abkürzen wollen. Es gibt Krisen, die sind nicht abzukürzen: Die Trauer über einen Menschen, die Arbeitslosigkeit oder auch finanzielle Engpässe zum Beispiel. In der Bibel wird von vielen Menschen berichtet, die dadurch gereift sind, dass sie durch eine enorme Krise gehen mussten.

Ein Beispiel für eine solche Krise ist David, der eine gewaltige menschliche Krise durchlebt hat, nachdem er zum König bestimmt (nicht inthronisiert) wurde. (1.Samuel ab Kapitel 19) Im Nachhinein wird deutlich, dass diese Krise eine Zubereitungszeit Gottes für seinen königlichen Auftrag war. Wir brauchen manchmal Zeiten im Leben, in denen wir ganz von der Bildfläche verschwinden – um später von Gott erneuert, gestärkt und ausgebildet wieder aufzutauchen.“

Krisen haben eine große Bedeutung für unser Leben. Auch wenn wir sie im Moment nicht als Chance wahrnehmen können. Spannungsbereitschaft ist also eine erste, wichtige Bedingung, um eine Krise erfolgreich zu bewältigen. Das ist aber auch ein Grund, warum heutzutage sehr viele Krisen nicht wirklich durchlebt werden. Schließlich sind wir eine Generation, die von der Sofortbefriedigung lebt – Stichwort Spaßgesellschaft. Die Generationen nach dem Krieg haben ihre Kinder oft verzogen. Sie haben immer sofort alles bekommen, was sie brauchen (oder wollten?) – das macht unfähig für Krisen. Deshalb zerbrechen auch so viele Beziehungen, in denen es immer Krisen gibt, die dann nicht durchlebt und bewältigt werden.

3. Krise braucht Kraft und entfaltet die Persönlichkeit

Eine Krise braucht Kraft, um die Spannungen wahr- und um diese Krise in ihrer ganzen Wirklichkeit anzunehmen. Das ist nun einmal nichts Ehrenvolles, wenn zum Beispiel ein Ehepartner merkt, dass er sich in Eheproblemen befindet. Oft wollen Menschen lieber die Vogel-Strauß-Politik probieren und denken: Vielleicht muss ich das gar nicht in aller Breite erleben. Vielleicht geht das so ganz im Stillen. Oft sogar: Vielleicht bringt Gott das so ganz unter der Hand wieder in Ordnung. Aber Gott mutet uns Krisen zu, die er nicht aufgrund von stillen Gebeten wieder aus dem Weg räumt, weil diese Krisen die Entfaltung unserer Person fördern.

Gott setzt alles daran, dass wir entfaltete Persönlichkeiten werden und nicht eingeengte Gesichtsfelder haben. Der Glaube soll uns Kraft und Mut geben, Dinge in ihrer ganzen Wirklichkeit wahrzunehmen ohne Schönfärberei, also zum Beispiel wahrzunehmen, dass es tatsächlich sein kann, dass ich in einer Ehekrise bin und zuzulassen, dass viele Ehekrisen zwei Ausgänge haben, die ich jetzt noch nicht kenne. Zuzulassen, dass es eine Krise ist, vielleicht in meinem gesundheitlichen Befinden oder im Befinden von Menschen, die mir wichtig sind, zuzulassen, dass es eine Krise ist, die nicht nur Heilung, sondern auch Unheil heißen kann. Das zuzulassen, dass Gott anders handelt, als ich es mir wünsche, dass eine Sache anders ausgeht, als sich das mein (frommer) Ehrgeiz wünscht.

Es ist doch eine Form von Selbstbestätigung, wenn alles gut geht. Es gehört zu unserem Menschsein, dass ich das auch mir selbst zuschreibe, wenn ich eine Krise in den Griff bekomme. Es gehört innere Größe dazu, das zuzulassen, dass etwas eintritt, was ich mir nicht wünsche. Es verlangt viel, die Gefahr in Ruhe und mutig anzuschauen und eventuell zu sagen: Ich weiß, es ist Gottes Weg, dass er dieser Krise einen Ausgang gibt, den ich mir nie gewünscht hätte, aber ich weiß, dass ich dadurch eine Gottesbeziehung gefunden habe, die sich mir zuvor nie eröffnet hat.

 4. Welche Chancen eröffnet uns die Krise?

Krise als Chance. Aber wie schaffe ich das? Eine Krise hat die Macht, mich in meinem bisherigen Sein zu überrollen. Für gute Organisationstalente ist es zum Beispiel eine neue Erfahrung, zugeben zu müssen, dass man mit einer Situation nicht fertig wird, dass man unterlegen ist.

Daraus entstehen verschiedene Verhaltensmuster: Der introvertierte Mensch wird sich isolieren und andere Menschen meiden, immer mit der Befürchtung: Wenn jemand wüsste, wie es mir wirklich geht. Impulsivere Menschen probieren es mit vielem Reden: Unqualifiziertes Reden, um Menschen um sich zu sammeln, die ihnen sagen, dass sie okay sind und dass auf jeden Fall „die Anderen“ Schuld haben. Aber so lange wir in der Schuldzuweisung leben, ändert sich gar nichts; es wird alles nur schlimmer.

Was wir in der Krise brauchen, ist ein qualifiziertes Gespräch. Vielleicht probieren Sie es zuerst einmal mit Gott. Das kann bereits Klarheit geben, um die Krise zu bewältigen. Vielleicht ist aber auch ein konstruktives Gespräch mit einem Menschen des Vertrauens notwendig, wo Sie sich in Ihrer ganzen Wirklichkeit öffnen können. Jemand, der es verträgt und aushalten kann, dass Sie Ihre attraktive Maske fallen lassen können.

Wenn die Krise als Chance erlebt werden soll, dann hat das seinen Preis: Ich muss lernen, meine Maske abzunehmen und mir selbst und anderen mitzuteilen, wer ich wirklich bin. Für den einen bedeutet das ein qualifiziertes Gespräch, um aus der Isolation herauszufinden. Für den anderen bedeutet es das Verzichten auf die vielen Gespräche mit der Bereitschaft, eine einzige Gesprächssituation zu finden und bei der zu bleiben. Ich finde es ungemein wichtig, dass Sie einen geistlichen Begleiter haben, der sich als Seelsorger wirklich um Ihre Seele sorgt. Denn um die geht es zutiefst in der Krise.

Vielleicht hoffen Sie auf einen Menschen zeigt, mit dem Sie offen reden können. So ein Gegenüber, bei dem ich mich entspannen kann und nicht mehr den Kopf hochhalten muss, ist einfach eine ungeheure Chance, die ich wahrscheinlich in einer Krise das erste Mal grundlegend lerne. Diese Entfaltung meiner Gefühlswirklichkeit hilft mir auch zu lernen, zu sein, wie ich bin – ohne Schuldgefühle. Ich kann lernen, mich wahrzunehmen und anzunehmen, wie ich wirklich bin.

„Du sollst deinen Mitmenschen lieben wie dich selbst“, fordert die Bibel. Das fängt meist da an, wo ich mich selbst wahrnehme und dann die Freiheit bekomme, dem Mitmenschen Schwächen zuzugestehen, ohne ihn fallen zu lassen oder unter Druck zu bringen. Um eine Krise zu bewältigen, braucht es Spannungsbereitschaft, den Mut, sie anzuschauen, die Bereitschaft, diese Situation und jeden Ausgang dieser Krise anzunehmen und sie damit zu entmachten und Frieden zu finden, indem ich alles in Gottes Hände lege. Denn loslassen Können ist ja besonders in der Krise wichtig. Damit lerne ich, wie Paulus es in 1. Korinther 7 ausdrückt, „alles zu haben, als hätte ich es nicht.“ Und schließlich braucht es die Bereitschaft zu ändern, was in meiner Kraft steht.

5. In jeder Krise ist ein Goldstück verborgen

Krisen sind Wege, die Gott uns führt, weil er uns an sein Vaterherz ziehen will. Weil er uns eine neue, eine vertiefte Vaterliebe zeigen will. Krisen haben von Gott her immer eine liebende Bedeutung und sehen einen Lebensreichtum für uns vor, den es einfach nicht billiger gibt. Gott ließ zum Beispiel Daniel in die Löwengrube gehen, aber er blieb unverletzt; denn er hat seinem Gott vertraut.

Im Unglück unverletzt zu bleiben in unserer Gottesbeziehung, ist wohl die höchste Verehrung Gottes. Existenzielle Gotteserfahrung erlangen wir nur in Krisen.
Friedhelm Deller,
Jahrgang 1932, verheiratet, vier Kinder, war 42 Jahre als Bankkaufmann tätig und lebt heute als Bankdirektor im Ruhestand. 25 Jahre lang war er Gemeindältester und engagiert sich seit 1977 als Referent von CiW und IVCG.

Ein japanische Weisheit lautet: „Schwierigkeiten machen ein Juwel aus dir.“ 
Wirklich, jede Krise hält ein Goldstück verborgen, wir müssen es nur suchen. Gott hilft uns durch seinen Heiligen Geist, es zu finden. Wenn wir das mitnehmen können in unseren nächsten Frontalangriff, dann sind wir schon sehr reich.

Aus Christ & Wirtschaft 2/05
Mit freundlicher Genehmigung

Kommentare

Von Grunau am .

Lieber Bruder im Herrn, ich habe gerade den Bericht gelesen und bin sehr, sehr dankbar dafür. Vor zwei Jahren habe ich meinen lieben Mann plötzlich durch den Tod verloren. Ich gehe an Gottes Hand weiter, er hält mich, tröstet, gibt immer wieder neue Kraft.


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