Andacht zu Pfingsten

Zeit für einen Neuanfang

Begeisterung, Veränderung, Wachstum: Eine Gemeinde wie damals an Pfingsten ist ein Traum für jeden Christen. Nur ein Traum?

Wir feiern in diesen Tagen die Geburtsstunde der Kirche - das erste Pfingsten. Aus elf einfachen Fischern und Zolleinnehmern wird durch den Einfluss des Heiligen Geistes innerhalb weniger Tage und Wochen die erste christliche Gemeinde in Jerusalem. Die Bibel beschreibt mindestens drei sichtbare Auswirkungen:

„Alle, die gläubig geworden waren, lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk [...] Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.“
Apostelgeschichte 2,44-47

Menschen, die Christen wurden, waren begeistert von ihrer neuen Beziehung zum Schöpfer des Universums. Sie lobten Gott und erlebten eine nach außen sichtbare Veränderung. Ihre Umgebung konnte ihren Glauben vielleicht nicht nachvollziehen - aber sie erkannte und schätze sehr wohl die Veränderungen bei denen, die begonnen hatten Jesus nachzufolgen. Und es wurden jeden Tag mehr, die Gott rettete - herausriss aus Schuld, Orientierungslosigkeit und dem unstillbaren Durst nach Anerkennung und Sinn.

Was sich nach dem ersten Pfingstfest in atemberaubendem Tempo abspielte, braucht heute in Quantität und Qualität oft Jahre und Jahrzehnte. Manche Christen bezweifeln sogar, dass man so etwas überhaupt erleben kann. Hat Gott in den letzten 2000 Jahren damit aufgehört, Menschen zu retten, zu verändern und Gemeinden wachsen zu lassen? Hat der Heilige Geist die Gemeinde Jesu im Stich gelassen?

Wohl kaum - das Leben als Christ war nie dazu gedacht, aus eigener Kraft gelebt zu werden. Wir selbst sind es, die vergessen haben, mit der „Kraft aus der Höhe“ (Lukas 24,49) zu rechnen. Kein Wunder, dass sich mancher Christ lediglich als Teil einer kraftlosen spirituellen Behörde fühlt.

Pfingsten ist das göttliche Angebot eines neuen Anfangs: Für den einzelnen Menschen wie für die Gemeinde Jesu. Beten und arbeiten wir dafür, dass Gott Menschen rettet und verändert! Wenn wir damit beginnen, mit den unbegrenzten und Möglichkeiten des Heiligen Geistes zu rechnen, wäre das kein kleiner Anfang...


Kommentare

Von Herbert L. am .

Wenn ich Apg. 1,26 richtig lese, war bereits Matthias als Nachfolger für Judas Iskariot mit dabei, als der Heilige Geist ausgegossen wurde. Vielleicht waren es nach Apg.1,15 auch 120 Personen, also Männer und Frauen, die Pfingsten erlebten. Trotzdem Danke für diesen Beitrag.

Von Antonie am .

Vielen Dank für den guten Beitrag. Ich sehe das auch so, dass was damals Pfingsten geschah sollte nie aufhören. Jesus ist der selbe, gestern, heute und morgen und das gilt natürlich auch für den Hl. Geist. Wir brauchen eine neue Ausgießung des Hl. Geistes und danach sollten wir uns ausstrecken und von Gott verändern lassen und offen sein, damit es geschehen kann. Es liegt nicht an Gott, dass wir das nicht erleben, sondern an uns.
Ihr Kommentar ist sehr ermutigend und ich sehe es auch so.
Vielen Dank.
Gott segne Sie.

Von G Weller am .

ein sehr wichtiger aufbauender ermutigender/ermahnender Beitrag zu Pfingsten!
Der Heilige Geist hat zu JESU Gemeinde ja auch ermahnt und ermutigt in den Sendschreiben der Offenbarung Kapitel 2 - 3 und Johannes 16 ...


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