Gedanken zum Monatsspruch im September

Gemeinsam durch Gebet wachsen

Hört Gott mich besser, wenn ich gemeinsam mit einer Gruppe bete? Gedanken zum Monatsspruch in Matthäus 18,20.

Vor nicht allzu langer Zeit gingen scheinbar weltweit Menschen aus Protest auf die Straßen. Tausende „Wutbürger“ demonstrierten gegen das umstrittene Großbauprojekt Stuttgart 21, aus Protest behinderten Atomgegner den Castortransport und in großen Teilen der arabischen Welt entfachte ein Flächenbrand an Aufständen gegen die totalitären Staatsregime. Egal zu welchem Thema, überall finden sich große Menschenmengen, die gemeinsam als Gruppe für ihre Meinung einstehen.

Jesus Christus spricht: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt. 18, 20)

Jesus ruft in diesem Monatsspruch Christen zu einem ähnlichen Verhalten auf. Zwar beruft er mich nicht zum „Wutchristen“, der seine Meinung mit mal mehr oder mal weniger Gewalt durchboxt. Aber er ermutigt mich dazu, die persönlichen Anliegen nicht geheim zu halten, sondern sie in Gemeinschaft mit anderen vor Gott zu bringen.

Gemeinsam eins

Jesus selbst verspricht uns das zu geben, worum wir ihn als Gruppe einträchtig bitten - nicht, weil Gott schwerhörig ist oder mein persönliches Gebet weniger Wert ist: Das Gebet ist im Stillen genauso viel Wert wie eine Gebetsgemeinschaft. In der Gruppe hat das Gebet aber eine zusätzliche Wirkung auf mich und auf meine „Mitbeter“:

1. In meinem Kopf aufräumen
Ich setze mich auf andere Weise mit meinem Anliegen auseinander. Ich formuliere konkret, was ich denke und bringe diese Gedanken in eine neue Ordnung.

2. Ich bin nicht allein
Immer wieder spüre ich persönlich, wie gut es mir tut, wenn ich einen Freund über meine Probleme beten höre. Das baut mich wieder auf und gibt mir neues Selbstbewusstsein.

3. Neue Perspektive
Ich habe oft erlebt, wie ich durch das laute Gebet eines Freundes ganz neue Erkenntnisse gewonnen habe. Manchmal fahre ich mich fest, dann gewinne ich durch das gemeinsame Gebet eine andere Perspektive oder sogar Lösungsansätze.

4. Gebet verbindet
Das klingt im ersten Moment phrasenhaft. Doch: Ich schenke der Gruppe Vertrauen, indem ich von meinen Anliegen berichte und umgekehrt schenkt mir die Gruppe Vertrauen, wenn sie meine Anliegen ernst nehmen.

Gemeinsam vor Gott

Jesus möchte dieser Gemeinschaft beitreten. Er lädt uns dazu ein, gemeinsam für unsere Sorgen und Nöte im Gebet vor Gott einzustehen: Im Haus- oder Freundeskreis, in Gemeinde oder Familie. Jesus möchte in Ihre Mitte treten, heißen Sie ihn willkommen.


Kommentare

Von Alfred F. am .

Das ist das Beste was wir machen können. Gemeinsam vor Gottes Thron zu treten.
Der Einzige der uns abhalten will, das ist der Satan. Er schürt in uns Angst, Mutlosigkeit und Feigheit. Einmal in der Woche haben wir regelmäßig unseren Gebetskreis. Es ist gewonnen Zeit. Es tut einem gut, zu wissen: "ich bin mit meinen Anliegen, Nöten und Problemen nicht allein - und der Bruder und die Schwester auch nicht."
Darum nutzt jeder Gelegenheit zu Gebetsgemeinschaften!

Von Manuela WP am .

Liebe Schwestern und Brüder, auch ich kann diesen Beitrag bestätigen. Seit sieben Jahren gehöre ich einem Hauskreis an. Wir treffen uns wöchentlich. Das persönliche Gebet für Geschwister aus der Gruppe ist uns sehr wichtig. Das setzt natürlich voraus, dass wir einander vertrauen. Gebet verbindet sehr und schenkt Liebe zum Nächsten. Ich bin sehr dankbar für diese Gebetsgemeinschaft!

Von G. Schneider-Scholl am .

Liebe Geschwister,
ich kann es nur bestätigen. Ich habe lange für eine Gebetsschwester gebetet und habe endlich eine. Gott hat sie mir als Geschenk gegeben. Wir ergänzen uns sehr gut. Durch den Austausch und das gemeinsame beten merke ich wie ich im Glauben wachse und gedeihe - einfach genial. Ich hatte in den letzten Jahren die einen oder anderen Geschwister für eine kurze Zeit als Gebetspartner. Mit meiner jetzigen Gebetspartnerin bete ich seit 8 Monaten und es wird immer besser, freier, mehr

Von Hagen H. am .

Alles wahr, gut bekannt, aber zu wenig verwirklicht in meinem Leben. Trotzdem gehe ich zu selten zum Gebetstreffen der Gemiende. Gut, es noch einmal zusammengefasst und auf den Punkt gebracht zu hören. Frage: Sollte ich im Vorstand eines säkularen Vereins öffentlich im Gebet die Anliegen vor Gott bringen?


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