Die Jesus-Spur

Keith Green: Vom Hippie zum Nachfolger Jesu

Ein Klavier, eine eingängige Melodie und ein Text, der die Herzen bewegt. Bis heute hat seine Musik tausende Christen beeindruckt.

Geboren am 21. Oktober 1953 zieht er mit seiner Familie schon bald aus einem Vorort von New York in die Nähe von Hollywood. Sein Talent als Sänger und Songwriter kommt bereits sehr früh zum Vorschein. Nicht nur sein Gesang deutet auf seine musikalische Begabung, mit drei Jahren beherrscht er bereits sein erstes Instrument: die Ukulele. Wenig später folgt die Gitarre, zudem nimmt er die ersten Klavierstunden. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis ihn ein Talentsucher entdeckt.

Tatsächlich hält Keith als elfjähriger Wunderknabe seinen ersten Plattenvertrag in den Händen. Mit 14 ist der Durchbruch zum Greifen nah, er wird jedoch aus heiterem Himmel durch einen anderen Nachwuchskünstler ersetzt. Ein großer Rückschlag, aber nicht das Ende seiner Karriere. Auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn des Lebens, reißt er später mehrmals von zu Hause aus und sammelt Erfahrungen mit Frauen, Drogen und verschiedenen Religionen. 

Kompromisslos: Eine Suche mit vielen Umwegen
Mitten in der Hippiebewegung ist er sowohl offen für fernöstliche Religionen als auch für Erfahrungen mit harten Drogen und psychodelischen Mitteln. Das passt zu Keiths Devise: Keine halben Sachen. Vielleicht ist es der langjährige Versuch, den großen Durchbruch zu erringen, der ihn bei der Suche nach einem tieferen Grund anheizt. Keith lässt sich auf alles ein, jede Rauscherfahrung, jede Religion, bis nur noch ein Häkchen auf seiner Liste zu setzen ist. Durch all seine Erlebnisse hat sich stets ein Name gehalten: Jesus.

Bisher war er für Keith ein inspirierender Prophet. Doch je mehr er sich auf Jesus einlässt, desto krasser verändert er sein Leben. Seine Suche nach einem Sinn findet endlich ihr Ziel. Gemäß seinem Motto „ganz oder gar nicht“ richtet er jeden Lebensbereich nach Jesus aus. Nach längerem Ringen ist er sogar bereit, seine Musik für seinen neuen Lebenswandel an den Nagel zu hängen – soweit sollte es aber nicht kommen. Stattdessen erfährt auch seine musikalische Seite einen Sinneswandel. Weg von seinem Wunsch, ein Star zu werden, verfolgt er mit seiner Musik nun das Ziel, Gott zu dienen. Mit seiner Frau Melody gründet er „Last Days Ministries“ und setzt sich für Drogenabhängige, Arme und Prostituierte ein und will ihnen neue Perspektiven bieten.

Konzerte ohne Eintritt und Platten ohne Festpreis
Seine Begeisterung für die Liebe Jesu will er mit allen Menschen teilen. Diese Freude vermittelt er mit jedem Lied, das er nun zu Gottes Ehre schreibt. Er beschließt außerdem, künftig für keines seiner Konzerte Eintritt zu verlangen. Die Botschaft seiner Lieder soll frei zugänglich sein. „Die Leute sollen das geben, was sie können.“ Egal ob ein Konzert weniger als 20 oder weit über 10.000 Besucher zählt, Keith macht nicht einfach nur Musik, jedes Lied spricht aus dem Inneren seines Herzens.

Erst wenige Jahre widmet Keith seine außerordentliche Begabung dem Dienst für Gott, als ihn ein tragischer Flugzeugabsturz in den Tod reißt. Im Alter von 28 Jahren steigt er gemeinsam mit 12 Passagieren in eine Cessna, die nur kurz nach dem Start auf dem Boden zerschellt.

Obgleich sein Tod die damalige christliche Szene erschüttert hat, prägt sie die heutige umso mehr. Einige Lieder schafften es bis in die aktuellen Liederbücher. Zu seinen bekanntesten Lobpreissongs zählt „Create in me a clean Heart“. „There is a Redeemer“ und „Make my life a prayer to You“ stammen zwar ursprünglich aus der Feder seiner Frau Melody, wurden aber von Keith Green vertont und live vorgetragen. Neben der Musik sind es auch die Predigten und Tagebücher, die Christen bis heute begeistern. Sie geben seinen völlig hingegebenen Lebensstil anschaulich wieder. Dabei lässt sich sein Leben mit einem einzigen Wort beschreiben: Kompromisslos.

 



Keith Green auf Wikipedia (Deutsch)

Keith Green auf Wikipedia (Englisch)

Informationen über Last Days Ministries (LDM):
www.lastdaysministries.org

 

Mehr zum Thema Musik und christlicher Glaube: www.jesus-spur.de


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