Gedanken zum Monatsspruch im Februar Lesezeit: ~ 1 min

Wenn die ganze Schöpfung Sehnsucht hat

Es geht nicht um mich. Und es geht nicht um Sie. Zumindest nicht nur. Das macht der Monatsspruch im Februar deutlich. Es geht um viel, viel mehr.

Auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.
Röm 8,21

"No man is an island, entire of itself – Kein Mensch ist eine Insel, die ganz für sich alleine existiert." So hat es der englische Dichter John Donne vor fast 400 Jahren ausgedrückt. Menschliches Leben findet immer in Beziehungen und Zusammenhängen statt. Ein negatives, aber dafür eindrückliches Beispiel ist die Finanzkrise. Die Gier Einzelner kann den Globus erschüttern.   

Gott hat den Menschen von Anfang an als ein Beziehungswesen geschaffen. In der Gemeinschaft mit Gott, anderen Menschen und letztlich mit der gesamten Umwelt findet der Mensch Glück und Frieden – aber eben auch sein Unglück. Da, wo ein Mensch sich schuldig macht, haben auch andere Menschen unter den Folgen zu leiden.

Die Taten meiner Mitmenschen haben Auswirkungen auf mich. Was ich tue, hat Konsequenzen für meine Mitmenschen. Und einen Schritt weiter gedacht: Was wir Menschen tun, hat Auswirkungen auf unsere Umwelt. Diese Erfahrungen machen wir tagtäglich. Egal, ob es sich um die Ölpest im Golf von Mexiko handelt oder um Dioxin in deutschem Tierfutter.

Die Bibel kennt diesen Blickwinkel. Unter der Trennung von Gott haben seit der Vertreibung aus dem Paradies auch Natur und Tiere zu leiden. Wie beim Menschen ist auch ihre Zeit begrenzt. Doch so wie sich für den Menschen durch Jesu Tod und Auferstehung die Perspektive der Ewigkeit neu eröffnet, gibt es auch für die Schöpfung eine neue Hoffnung. Jesu Tod am Kreuz hat Auswirkungen auf die gesamte Welt, inklusive Mensch und Natur. Es beginnt beim Menschen, hört dort aber nicht auf.

Das bedeutet: Mit meiner Bekehrung werde ich Teil eines ganz großen Abenteuers: Es geht bei der Erlösung also nicht nur um meine eigene Seele. Es geht um mehr. Gott macht die Erde neu. Er baut sein Reich. Und ich darf mitbauen.  


Kommentare

Von Peter Bauer am .

Vielen Dank für Ihre Gedanken zum Monatsspruch im Februar.
Ich lese seit einiger Zeit das Neue Testament immer wieder von vorne bis hinten. Aber an dem Vers habe ich wohl vorbeigelesen.
Deshalb finde ich es schön, hier immer einen Monatsspruch zu finden.
Wie gerne schaue ich den vielen Vögeln zu , die unser Futterhäuschen besuchen. Dann kommt mir oft in den Sinn: "Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr mehr

Von Sandra Badami am .

Lieber Autor, ich bin Kein Tierfreund im weitläufigen Sinn. D.h. ich habe noch nie Haustiere gehabt und fühle von der Art und Weise, wie heutzutage HAUSTIERE, HUNDE und Katzen als Ersatz für Kinder oder als JUWEL gehalten werden, sehr abgestossen. Als Nachfolger Jesu habe ich großen Respekt vor der Schöpfung Gottes, hier inbegriffen, die notwendige aber auch artgerechte Tierhaltung. Deshalb denke ich, dass wir, die wir als Erlöste Gotteskinder leben, auch die Geschöpfe und die Schöpfung Gottes mehr


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