Mission

Jeder Christ ein Missionar?

Wer in die Mission will, sollte eine besondere Berufung haben. Wirklich? Schließlich trennt die Bibel gar nicht zwischen Christ und Missionar.

Der eine denkt bei dem Wort Mission an Christen, die mit einer Missionsgesellschaft in die große weite Welt auswandern, der andere denkt an Eroberer, die fremden Ländern das Christentum aufzwingen und ein weiterer bekommt bei dem Gedanken daran förmlich Angst: Was, wenn Gott mich in die Mission schickt? Da stellt sich automatisch die Frage: Was ist Mission wirklich und was hat sie mit mir zu tun?

Überraschenderweise kommt das Wort Mission in der Bibel überhaupt nicht vor. Es leitet sich von dem lateinischen Wort ‚missio‘ ab, was ‚Sendung‘ bedeutet. Um zu verstehen, was Mission mit mir persönlich zu tun hat, sollte ich mir anschauen, was mit ‚Sendung‘ in der Bibel gemeint ist.

Der sendende Gott von Anfang an

Gott war von Anfang an ein sendender Gott. Er hat sich immer wieder Menschen erwählt und sie zu einer Aufgabe berufen. Gott sandte Propheten, um eine Botschaft zu überbringen (Jesaja 6,8-9: ), er sandte Engel zum Schutz von Menschen (2.Mose 23,20) er sandte sein Wort auf die Erde (Psalm 107, 20) und er sandte sogar seinen eigenen Sohn (Johannes 3,16; 8,42).

Sein Ziel dabei war aber nicht, Menschen wahllos irgendwelche Befehle zu erteilen, im Gegenteil: Gott möchte damit sein Herzensanliegen zu den Menschen bringen und ihnen zeigen: Ich liebe euch und ich möchte eine Beziehung zu euch haben! Es ist sein Wunsch, dass der Mensch ihn als Schöpfer und liebenden Vater erkennt und in eine Beziehung, eine Freundschaft zu ihm tritt. Die liebevolle Beziehung, die Gott mit Adam und Eva angefangen hatte und die in die Brüche ging, weil der Mensch sich gegen Gott wandte. Seit dem Sündenfall berief Gott immer wieder Menschen, mit dem Ziel, diese Freundschaft wiederherzustellen.

Jesus, der Gesandte, sendet auch mich

Aus diesem Grund sandte Gott Jesus, seinen eigenen Sohn (Johannes 3,16; 8,42). Er kam, um durch seinen Tod und seine Auferstehung die Sünde, die zwischen Mensch und Gott stand, zu überwinden. So ermöglichte Jesus eine Beziehung zu Gott (Johannes 12,46-50). Jesus ruft die Menschen zur Nachfolge auf, um diese Neuigkeit bekannt zu machen (Johannes 20,21). Als Christ bin ich solch ein Nachfolger. Ich bin gemeinsam mit Jesus auf einem Weg und lade andere ein, mitzukommen.

Am Ende des Matthäusevangeliums formuliert Jesus dieses Herzensanliegen im sogenannten Missionsauftrag:

„Jesus trat auf sie zu und sagte: ‚Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben.
Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt.‘“ (Matthäus 28,18-20), (siehe auch Markus 16,15)

Wer die beste Nachricht der Welt zu erzählen hat, soll sie nicht für sich behalten. Jesus sendet mich zu denen, die die Nachricht noch nicht kennen. Mission heißt also konkret, andere einzuladen, Jesus nachzufolgen und sie auf diesem Weg zu begleiten. Ob das nun mein Nachbar ist oder ein Volksstamm in Afrika, das gibt uns Jesus nicht vor. Auch unterscheidet er nicht zwischen „organisierter“ Mission durch Missionswerke, Evangelisationsveranstaltungen oder der persönlichen Evangelisation. Es ist viel einfacher: Wer an Gott glaubt und Jesus als seinen Retter angenommen hat, der ist ein Jünger, ein Nachfolger Jesu. Jesus sendet alle seine Jünger aus, damit sie wiederum andere zu Jüngern machen. Jesus macht auch keinen Unterschied zwischen einem Christen und einem Missionar, denn es gibt keinen.

Mission - ein Lebensstil

Mission ist eine Aufgabe, die das ganze Leben eines Christen umfasst. Es ist eine Grundeinstellung und ein Lebensstil. Schnell trenne ich zwischen dem Leben eines Christen und dem Einladen anderer, Jesus nachzufolgen. Doch eigentlich ist beides untrennbar, denn der Auftrag gilt für jeden Christen. Zwar kann sich das Arbeitsfeld des einen von dem eines anderen unterscheiden, doch der Auftrag bleibt immer derselbe.
Mission ist also nicht nur etwas für wenige besonders gute Christen. Es ist die zentrale Aufgabe für jeden, der die Nachricht kennt und glaubt. Es ist der Grund, warum Gemeinden und Kirchen überhaupt bestehen, warum Gott uns die Bibel zur Hand gab und warum er auch heute noch Wunder schenkt. Und es ist der Grund, warum Jesus noch nicht wiedergekommen ist: Es sollen noch Menschen errettet werden (2. Petrus 3,9). Gottes Wille und Ziel mit mir ist Mission. Dazu will er mich gebrauchen.

Mission impossible?

Dennoch stehen Christen oft völlig überfordert vor dem Missionsauftrag. Die Aufgabe scheint zu groß, um sie bewältigen zu können: Ich kleiner Mensch, allein in die große weite Welt? Doch Gott schickt uns nicht völlig unvorbereitet von jetzt auf gleich in den Urwald. Wenn wir uns das, was nach dem Missionsauftrag in Matthäus 28 steht, genauer anschauen, stellen wir fest: Auch die Jünger fingen klein an.

Ihr Dienst begann in der ersten Gemeinde in Jerusalem. Die Apostel lehrten die Menschen, die neu zum Glauben gekommen waren, sie feierten den Gottesdienst und halfen den Bedürftigen (Apostelgeschichte 2,42-47). Erst danach verbreitete sich das Evangelium durch die Verfolgung der Gemeinde in Judäa und Samaria (Apostelgeschichte 6). Auch sollten sie zuerst den Juden die gute Nachricht erzählen, bevor sie es den Nichtjuden brachten (Apostelgeschichte 10,34-48). So verbreitete sich das Evangelium, angefangen von einem Punkt, immer weiter aus.

Wie die Apostel in der eigenen Gemeinde anfingen und nicht direkt ihre Heimat verließen, so kann auch ich dort anfangen, ein Missionar zu sein, wo Gott mich hingestellt hat: in meiner Familie, meinem Ort, meiner Schule oder meinem Arbeitsplatz. Ich kann meinen Arbeitskollegen an meinem Leben und Glauben teilhaben lassen, indem ich mit ihm ins Gespräch komme, ihn zu mir oder in den Gottesdienst einladen. Ich kann mich in meiner Gemeinde üben, indem ich verschiedene Aufgaben übernehme, wie eine Hauskreisleitung oder die Gestaltung einer Teenkreis-Stunde und kann so langsam lernen, Verantwortung zu übernehmen.

Gott will uns lenken – bewegen müssen wir uns selbst

Wenn ich im Kleinen anfange, Verantwortung, z.B. in der Gemeinde, zu übernehmen und Gott meine Bereitschaft zeige, wird er mir auch größere Aufgaben anvertrauen (Matthäus 25,21). Wichtig ist aber, dass wir anfangen. Ein Lastwagen, der still auf der Straße steht, ist kaum in Bewegung zu bringen. Man würde eine riesige Kraft benötigen, um ihn ein wenig von der Stelle zu bewegen. Ist er aber bereits in Bewegung, braucht es lediglich eine kleine Drehung am Lenkrad, um ihn in eine andere Richtung zu befördern.

So ist es auch bei mir: Sobald ich Christ bin, bin ich ein Missionar und gehe den Weg der Nachfolge. Doch ich muss mich selbst in Bewegung setzen, damit Gott mich in diesem Prozess verändern und mir helfen kann, anderen von meinem Glauben zu erzählen. Gott kann mich schlecht lenken, wenn ich nicht anfange, ihm zu dienen. Bin ich aber bereits für Gott in Bewegung, ist es für ihn ein Leichtes, mich an den Platz zu befördern, an dem er mich haben möchte.

Voraussetzungen schaffen

Wie werde ich nun zu einem Nachfolger, was muss ich konkret tun? Zuerst kann ich Voraussetzungen schaffen, die mir helfen, Gottes Wort an andere weiterzusagen und sie für Jesus zu begeistern. Wenn wir die Entstehungsgeschichte der ersten Gemeinde in Apostelgeschichte 2 verfolgen, können wir daraus einiges lernen. Das Erste ist, dass ich im eigenen Glaubensleben dazulerne, damit ich z.B. anderen überhaupt erklären kann, woran ich glaube.

Die ersten Christen ließen sich von den Jüngern unterweisen und lernten das Wort Gottes immer besser kennen (Apostelgeschichte 2,42). Nur wer auf einem festen Fundament steht, fällt nicht wie ein Fähnchen im Wind um, wenn Sturm aufkommt. Je besser ich die Bibel kennenlerne, desto mehr lerne ich den kennen, dem ich nachfolge. Das dient mir als Richtschnur für mein Leben. Zudem benötige ich einen gefestigten Glauben, um anderen Antworten auf Fragen geben zu können und um bei heiklen Fragen nicht direkt an meinem Glauben zu zweifeln, weil ich keine festen Standpunkte habe. In diesem Prozess, Gott besser kennenzulernen und im Glauben zu wachsen, will Gott mir helfen.  Er steht mir bei und gibt mir Weisheit, wenn ich Ihn darum bitte. Und er schenkt jedem Christen seinen Heiligen Geist, der im rechten Moment die richtigen Worte gibt (Markus 13,11).

Die richtige Herzenseinstellung

Das Nächste, was ich von den Christen in Jerusalem lernen kann, ist ihre Herzenseinstellung, mit der sie Gott priesen und Gemeinde lebten: Sie hielten in Liebe zusammen (Apostelgeschichte 2,42), mit jubelnder Freude und reinem Herzen und priesen Gott (Apostelgeschichte 2,47). Begeisterung fällt auf und steckt an. Diese echte Begeisterung und Liebe zu den Mitmenschen war es auch, die dazu führte, dass sich täglich Menschen in ihrem Umfeld bekehrten (Apostelgeschichte 2,47). Eine aufrichtige Herzenseinstellung macht mein Leben vor anderen glaubhaft. Mission sollte nicht aus dem Gedanken heraus entstehen: Oh nein, ich muss meinen Freund jetzt missionieren, weil ich Christ bin, sondern aus echter Begeisterung. Eine solche Herzenseinstellung spüren die Menschen, sie weckt Interesse und wirkt ansteckend für andere.

Mehr als nur Worte

Eine weitere Eigenschaft der Jerusalemer Christen war ihre Hilfsbereitschaft. Sie  brachten Opfer, um anderen Bedürftigen zu helfen (Apostelgeschichte 2,44.45). Das, was ich tue, zeugt von dem, was in meinem Herzen steckt. Ziel als Nachfolger Jesu ist es, zu werden wie er. Und Jesus hat sich nicht nur um das geistige Wohl der Menschen gekümmert, sondern genauso um die Bedürfnisse in ihrem Leben (z.B. Matthäus 9,35). Ein echter Glaube hat Auswirkungen auf meine praktischen Taten. Jesus sagt dazu in Matthäus 5,16:

„So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“

Wenn ich z.B. feststelle, dass mein Nachbar Probleme mit seinem Rasenmäher hat und ich ihm selbstlos und mit frohem Herzen helfe, wird er dies sicher zur Kenntnis nehmen. Durch kleine praktische Taten im Alltag zeigt sich meine Motivation, das, was in meinem Herzen ist. Wenn sich das, was ich sage, mit meinen Taten deckt, werde ich ein glaubwürdiger Missionar. Dafür muss ich mich nicht verbiegen oder verstellen: Ich kann die Gaben, Talente oder Hobbys, die ich habe, für Gott nutzen. So wie ich bin, kann und will Gott mich gebrauchen. 

Mission ist Beziehungssache

Die Jünger Jesu sorgten nicht nur dafür, dass Menschen glaubten. Sie wollten mehr. Sie kümmerten sich um die neuen Christen und lehrten sie intensiv, damit auch sie selbstständig im Glauben würden (Apostelgeschichte 2,42.46). Beziehung und Begleitung stand bei ihnen im Mittelpunkt. Es geht bei Mission nicht nur um die Bekehrung. Es geht darum, bei einem Menschen eine Suche auszulösen. Es gibt die Ansicht, dass ein Mensch im Durchschnitt mit acht Christen Kontakt hat, bevor er an Jesus Christus glaubt. Ich kann also nicht erwarten, immer der Letzte zu sein, der die Bekehrung miterlebt.

Wenn ich in Wort und Tat meinen Glauben lebe und bezeuge, meinen nichtchristlichen Freund oder Arbeitskollegen unterstütze und begleite, dann ist diese Arbeit niemals umsonst. Auch nicht, wenn ich seine Bekehrung nicht erlebe oder sie nie stattfindet. Mission fängt weit vor der Bekehrung an und hört danach nicht auf. Mission hat mit dem Alltag des Menschen zu tun und beinhaltet weit mehr, als das Evangelium in Worte zu fassen.

Eine  freundschaftliche Beziehung ist die beste Basis dafür, anderen effektiv von Jesus erzählen zu können. Erkläre ich z.B. einem Menschen mit christlichem Hintergrund das Evangelium, als habe er noch nie ein Wort davon gehört, wird er sich wie ein Kind behandelt fühlen. Erkläre ich wiederum einem Menschen ohne Vorkenntnisse das Evangelium in meinem besten Kanaanäisch, wird er mich vermutlich als verrückt abtun. In beiden Fällen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir das Vertrauen zu dem Menschen verlieren.

Wie also erkläre ich es am besten? Das finde ich heraus, wenn ich den Menschen kennenlerne, wenn ich mich ehrlich interessiere und ihn oder sie nicht nur als Missionsobjekt sehe, sondern als Mensch. Wenn ich den anderen nicht kenne, weiß ich nicht, was ihn beschäftigt, welche Nöte, Fragen oder Zweifel er hat. Wie er über Gott denkt oder ob er ihn überhaupt sucht. Viele Menschen haben überhaupt kein Interesse mehr an Gott und spüren auch nicht das Bedürfnis danach. Um das herauszufinden, muss ich sie jedoch danach fragen. Fragen machen das Gespräch persönlicher. Ich finde heraus, wie der andere denkt, was ihn bewegt. Durch Fragen lasse ich die Antwort offen und kann Denkprozesse in Gang setzen, ohne etwas vorzugeben oder dem anderen meine Meinung aufzuzwingen. Ich möchte den Menschen schließlich begleiten und zu Jesus führen, nicht erobern. Deshalb ist Beziehung so wichtig.

Kommunikation auf Augenhöhe

In einer Freundschaft begegnet man sich auf Augenhöhe. Das Wort des einen hat nicht mehr wert als das des anderen. Das gilt auch für die Mission. Wenn ich mich innerlich über den anderen stelle, weil ich meine, die Erkenntnis zu besitzen, kann ich viel kaputt machen. Hier ist Demut gefragt und ein Bewusstsein dafür, dass auch ich nur ein Bruchstück von dem verstanden habe, was das Evangelium beinhaltet.

Paulus wusste auch schon, wie wichtig es ist, den anderen kennenzulernen und ihm auf Augenhöhe zu begegnen. Deswegen wurde er dem Griechen eine Grieche und dem Schwachen ein Schwacher (1. Korinther 9,19-23). Paulus begab sich auf eine Ebene mit den Menschen. Er predigte nicht von oben auf sie herab, sondern wurde wie einer von ihnen.  Er interessierte sich für die Menschen, nahm ihre Lebensweise an, lernte ihre Sprache, um ihre Denken und Handeln zu verstehen. All das, um sie für Jesus zu gewinnen. Paulus wusste, dass es anders schwierig werden würde.

Weil dies oft nicht so gelebt wurde, hat Mission heute oft noch einen schlechten Ruf. Es wird ihr unterstellt, anderen das Christentum und eine fremde Kultur aufgezwungen zu haben. Dann, wenn Mission nur das Erretten für die Ewigkeit im Blick hat und nicht das Leben hier auf der Erde betrifft, kann so etwas passieren.

Pastor Antoine Rutayisire, Mitglied im nationalen Komitee für Versöhnung in Ruanda, beschreibt die Auswirkungen einer auf Bekehrung fixierten Mission folgendermaßen:
„Die Kirchen damals in unserem Kontext haben versäumt, das Evangelium auf die Realitäten unserer Gesellschaft anzuwenden (…). Dadurch entstand ein halbherziges Christentum. Die Leute gingen zur Kirche. Aber wenn Probleme kamen, griffen sie auf ihre traditionellen Denk- und Lebensweisen zurück.“

Das Evangelium muss zum einen im Lebenskontext des anderen erklärt werden. Es muss das Leben der Menschen betreffen und in dieses hineinsprechen. Zum anderen ist es wichtig, zwischen der Botschaft des Glaubens und unserer eigenen Kultur unserer Prägung und unseren Traditionen zu unterscheiden. Da Glaube und Kultur sehr stark miteinander verwoben sind, ist dies eine große Herausforderung.

Ganz praktisch heißt das für mich, dass ich mich mit den Prägungen und dem Umfeld des anderen beschäftige, mit seinen Denkweisen und seinen Hobbys. Dass ich ihn kennenlerne, um zu verstehen, warum er denkt, wie er denkt. Dass ich Interesse zeige und z.B. mal mit ihm Fußball spiele, wenn dies seine Leidenschaft ist. So kann ich seine ganz persönliche Welt kennenlernen und eine freundschaftliche, vertrauensvolle Basis schaffen. Das ist die beste Basis, um das Evangelium in die Lebenswelt des anderen sprechen zu lassen.

Zusammenfassung

„Gehet hin zu allen Völkern“ ist der Basisauftrag Gottes, zu dem jeder Christ berufen ist. Er soll Zentrum und Ziel meines Lebens sein, ohne Zwang oder Pflichtgefühl. Sondern aus einem dankbaren Herzen heraus für das, was Gott uns geschenkt hat. Gott hat uns für die Mission ausgestattet, mit seinem Wort und seinem Heiligen Geist, der uns beisteht und uns mit den Gaben befähigt, die wir brauchen. Mit seiner Hilfe, kann sein Herzensanliegen, die Freundschaft zu den Menschen wiederherzustellen, zu unserem werden.

Um für Gott ein effektiver Missionar zu sein, ist es wichtig, die eigene Beziehung zu Gott zu pflegen und authentisch zu leben. Bei all dem überfordert Gott mich nicht. Ich darf klein anfangen, Fehler machen und dazu lernen. Wenn ich Gott meine Bereitschaft zeige und mich in Bewegung setze, wird er mich lenken und mir meinen Platz zeigen. Zuletzt bedeutet Mission Begleitung von Menschen, die Gott mir ans Herz legt. Mission bedeutet nicht nur, das Evangelium in Worte zu fassen, es ist ein Lebensstil, der sich in meinem ganzen Handeln auswirkt. Mein Ziel dabei soll sein, Menschen zu Jesus-Nachfolgern zu machen, die selbstständig andere zu Nachfolgern machen können. Dazu ist es wichtig, Beziehung aufzubauen, die Menschen kennenzulernen und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen.
 


Kommentare

Von Hermann Markert am .

Ja, so ist das mit der Sendung wohl gemeint. Hierzulande gibt es da aber ein Problem, welches kaum erörtert wird. Wenn von den Großkirchen schon jeder zum Christen "gemacht" wird, wer soll da noch missionieren? In der Region, wo ich lebe, wird fast ausnahmslos noch jeder als Baby getauft und durch die Worte dazu wird der Eindruck erzeugt: Es ist doch nun alles gut.
Was also tun? Doch auswandern? Oder mit den erschwerten Bedingungen mit göttlicher Phantasie sein Angebot noch besser erklären? - mehr

Von Beate Schanz am .

Für mich ist Mission zu meinem Lebenstil geworden, seit ich Heilsgewißheit haben darf. Nun geht es mir wie dem Petrus und dem Johannes, die in der Apostelgeschichte 4,20 folgendes zum Ausdruck brachten: Wir können es ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört und ich würde noch weiterhinzufügen, erlebt habe. Wer Jesus begegnet ist, der kann nicht schweigen.
Gott segne Euch!

Von Rosemarie Bayer am .

Auch ich möchte mich für diesen wertvollen Bericht bedanken.
Ganz besonders wichtig war für mich, wieder neu zu begreifen: Ich darf mich "natürlich" geben. Ich darf es getrost Gott überlassen - was ER aus meinem Samen macht.
Gott kann übrigens auch aus unserem "Mist" wertvollen Dung machen.
Seid gesegnet.
Rosemarie Bayer

Von Renate am .

Danke für diese guten Erläuterungen.

Von Rainer Klute am .

Danke für diesen Beitrag. Ich wünsche mir, dass noch viel mehr Christen anfangen, über den Rand ihres persönliches Tellers hinauszublicken und ihre Mitmenschen und ihren Auftrag sehen.


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