Frauen auf der Kanzel Lesezeit: ~ 3 min

Frauen nicht mehr wegzudenken

Der Bund der FeG hat sich für Pastorinnen ausgesprochen, was manche kritisieren. Welche Erfahrungen machen andere mit dieser Entscheidung?

Der Bund der Freien evangelischen Gemeinde (FEG) hat im September 2010 mit großer Mehrheit für die Ordination von Frauen zur Pastorin gestimmt - eine Entscheidung, die sowohl innerhalb des Bundes als auch in anderen Denominationen umstritten ist.

Im Bund der Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) wurde diese Entscheidung schon vor 18 Jahren gefällt. Auch hier debattierte der Bundesrat über Jahre und stellte sich schließlich der Diskussion. Das Ergebnis: Trotz langer Auseinandersetzungen stimmten über 70 Prozent der Delegierten des Bundesrates in Kassel (1992) zu, die Frauenordination unter dem Titel „Pastorin“ anzunehmen. Dieser Beschluss liegt nun schon im letzten Jahrtausend. Was hat sich seither getan? Welche Rolle spielen Frauen im BEFG?

Von der Tat zum Wort?!
Was der Bundesrat des BEFG offiziell zu Papier brachte, wurde schon lange zuvor in baptistischen Gemeinden praktiziert. Das Dokument „Rechenschaft vom Glauben“ zeugt von dieser Praxis und beinhaltet seit 1977 das Glaubensverständnis der Baptisten in Schriftform. Demzufolge wurde schon damals kein Glied am Leib Christi als unbegabt angesehen und das Priestertum aller Gläubigen galt als die vom „Herrn gegebene Grundstruktur.“

Frauen engagierten sich aber schon in vielen Bereichen, bevor die erste Pastorin überhaupt ihren Dienst antrat. Bereits in der Nachkriegszeit prägten sogenannte „Reiseschwestern“ die überregionale Jugendarbeit. Auch pastorale Aufgaben fielen in ihren Arbeitsbereich. Seit den siebziger Jahren bildeten Baptisten die ersten Frauen zu „Theologischen Mitarbeiterinnen“ aus.

Schließlich wurde in Ostdeutschland Ursula Jöhrmann 1975 als erste Pastorin ordiniert. Wenige Jahre später nahm Pastorin Carmen Rossol in Westdeutschland ihr Amt auf. So sammelten die Baptisten erste positive Erfahrungen. Dabei wurden Frauen im Verkündigungsdienst allerdings nicht als Pastorin, sondern als „Theologische Mitarbeiterin“ bezeichnet. Nach intensiven Auseinandersetzungen kam es 1992 zum offiziellen Beschluss, Pastorinnen fest in den Dienst aufzunehmen.

Pastorinnen im Dienst der Baptisten
Heute sind Frauen im Gemeindedienst der Baptisten fest verankert. Zurzeit werden 69 Pastorenämter der Ev.-Freikirchlichen Gemeinden von Frauen belegt (Stand: 04.10.2010). Bei insgesamt 587 aktiven Pastoren liegt der Frauenanteil somit bei rund zwölf Prozent. Ein beträchtlicher Anteil, der aus dem Gemeindebund nicht mehr wegzudenken ist. Das bestätigt auch Pastor Friedrich Schneider, Mitglied der Bundesgeschäftsstelle.

Schneider betont gegenüber ERF Online: „Es wäre völlig undenkbar, dass der BEFG auf die große Zahl qualifizierter Frauen in Verkündigung und Leitungen verzichten würde.“ Frauen sind bei den Baptisten in der Tat nicht nur in der Verkündigung aktiv, sondern führen auch höhere leitende Ämter aus. Pastorin Regina Claas z.B. ist Generalsekretärin im BEFG. Auch das Präsidium und andere Leitungsgremien der Landesverbände werden durch die Arbeit engagierter Frauen beeinflusst.

Frauenordination kein Thema mehr?
Trotz vieler positiver Entwicklungen ist die Diskussion über die Frauenordination noch  längst nicht abgeschlossen. Der Dienst der Pastorin wird seit dem Beschluss des Bundesrates der BEFG nicht in jeder Baptistengemeinde automatisch anerkannt. Jeder einzelnen Gemeinde steht es frei, Pastorinnen in den Dienst zu stellen oder nicht. Die Entscheidung ist nicht Teil der Bundesgeschäftsstelle, sondern Sache der jeweiligen „leitenden Personen und aktuellen Strömungen“, so Schneider.

Diese Autonomie der einzelnen Ortsgemeinden rührt daher, dass der Beschluss des Bundesrates nicht verpflichtet. Untereinander sind die Gemeinden in erster Linie „durch den einen Herrn und den einen Geist“ verbunden. Der organisatorische Zusammenschluss ist im Glaubensverständnis der Baptisten zweitrangig. Darum genießt jede Gemeinde die Freiheit, selbst über die Einstellung einer Pastorin zu entscheiden.

Die Kanzel wird zugänglicher für Frauen
Frauenordination ist kein Thema, das nur im BEFG behandelt wird. Auch andere Denominationen setzen sich damit auseinander. Die evangelische Landeskirche zum Beispiel stellte vor rund 50 Jahren die erste evangelische Pfarrerin ein. Sie trat ihr Amt 1958 an. 1991 führte Bayern als letzte Gliedkirche die Frauenordination ein. In den letzten 20 Jahren wird das Thema zunehmend auch in den Freikirchen diskutiert.

Eine Grundsatzdiskussion
Die Entwicklung der letzten Jahre und Jahrzehnte zeigt, dass die Frage nach der Frauenordination nach der evangelischen Landeskirche auch die Freikirchen zunehmend beschäftigt. Selbst wenn in naher Zukunft ein Großteil der Kirchen der Frauenordination zustimmen sollte, ist die Diskussion um dieses Thema jedoch längst nicht zu Ende. Wie bei den Baptisten bleiben innerhalb der Kirchen oft unterschiedliche Meinungen. Die grundsätzliche Frage, ob eine Frau biblisch gesehen im Dienst der Verkündigung stehen darf, wird aktuell bleiben und auch weiterhin stark von Tradition, theologischer Prägung und dem jeweiligen Bibelverständnis abhängen.


Kommentare

Von Milly am .

Allen Frauen und Männern, die die besten Jahre ihres Lebens einsetzen, um ganze Gemeinden, Jugendgruppen oder Menschen mit seelsorgerlichen Bedürfnissen durchs Leben hindurch zu Gott oder mit ihm durchs Leben führen, bin ich von Herzen dankbar. Die Frage ums theologische Lehramt von Schwestern im Glauben hat mir als Christin, die die Bibel ernst nehmen möchte, lange Zeit viel Kopfzerbrechen bereitet, denn ich höre gern eine Christin predigen und fühle mich durch den Glauben insbesondere von mehr

Von Dr. Horst S. am .

Es war nicht Bayern, das als letzte Landeskirche die Frauenordination einführte, sondern Schaumburg-Lippe (Niedersachsen). Bayern führte bereits 1975 die Frauenordination ein.

Von Venita am .

Hier geht es nicht um Frauen und Männer und wer das Recht besitzt im Namen Gottes zu predigen und wer nicht! Es geht um Tugendhaftigkeit! Eine tugendhafte Frau kann ebenso gut predigen, wie ein tugendhafter Mann, nur sollten sich beide ihrer Rolle bewusst sein, wir sind alle jemandem unterstellt, Jesus ist seinem Vater unterstellt und so ist auch die Frau dem Mann und der Mann, Jesus und seinem Vater unterstellt. Wenn das reine Wort Jahwes in deinem Herzen ist, ist es egal welches Geschlecht du mehr

Von ppp am .

12 % Frauenanteil ist "beachtlich?! Das ist doch super wenig......

Von Hellmut Kirbis am .

Der bisher beste Beitrag ist fuer mich der von Schwester Beate Schanz v.03.11.2010: 100%

Von Rainer am .

Ich verweise noch einmal auf die "Wartburg-Gespräche" mit Jürgen Werth zum Thema Fundamentalismus. Die Bibel hat eine lange Entstehungszeit und ist kein geschlossenes theologisches oder literarisches System. Selbst Paulus hatte nicht den Anspruch, Bibel zu schreiben, sondern erst einmal nur Briefe an Gemeinden.

Von Hermann am .

2Tim 3,16 Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit,
Wenn wir einen Vers anzweifeln, warum dann nicht gleich die ganze Bibel? Wenn du einen Vers anzweifelst, dann kannst du die anderen Verse auch nicht mehr für vollkommen benennen.
Ich hüte mich davor, etwas zu tun, was mir in der Bibel klar geboten ist. Warum nicht einfach auf nummer sicher, als das Risiko, vor Gott zu stehen, und im falschen zu mehr

Von HeHe am .

Da hoffe ich doch, dass auch alle Männer, die der Schrift gemäß, dem Buchstaben gemäß leben, ein Geländer um ihr Dach haben und an ihren Mänteln 4 Quasten.

Von Joerg am .

Lieber Rainer,
was uns nicht passt, wird passend gemacht..?
Was sagt nun der Herr Jesus Christus dazu, z. B. in Matthäus 10, 32-33:
„32 Jeder nun, der sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel; 33 wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater im Himmel.“
Das heißt im Klartext, dass derjenige verloren geht, der das Wort (also Jesus Christus) leugnet.
Und da gibt es nichts zu diskutieren.
Heute mehr

Von fragender am .

Virlrn Dank Jörg, meines erachtens ist dem nichts hinzuzufügen. Ich bin sicherlich kein leichtgläubiger Dummkopf und musste während meines Studiums durchaus Glaubenskämpfe erleben. Aber wie Jörg sagt, hat Jesus schon davor gewarnt dass Leute kommen werden, die sich durch eigene Interpretationen, Auslegungen und Verdrehungen IHRE Religion und Ihren Glauben zurechtlegen werden. Jesus war nicht ein bisschen so und ein bisschen so, er war nicht grau, sondern hatte eine eindeutige Position und das mehr

Von Bernd Schneider am .

Joerg vergisst, dass das Kriterium des Paulus die Liebe war. Die Liebe setzt zu jeder Zeit ihren Maßstab an dem, was dem Nächsten dient.
Lieber Joerg: haben Sie schon alles verkauft und den Armen gegeben? Nein? Oho!

Von Rainer am .

@ Jörg
Das ist ein Totschlagargument nach dem Motto "da gibt es nichts zu diskutieren". Vielleicht gucken Sie sich einmal hier unter "TV" die Wartburg-Gespräche (August-Sendung) zum Thema Schriftverständnis an. Jeder Bibelautor hat auch seinen eigenen Kopf und Horizont.

Von Gudrun am .

@Joerg: Den "Basta-Leute" fehlt die Überzeugungsfähigkeit.

Von Joerg am .

Hier gibt es ja eine heiße Diskussion. „Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns“ Joh. 1, 14; „Himmel und Erde werden vergehen meine Worte werden nicht vergehen“ Luk. 21, 33… es gibt noch mehr Bibelstellen, die belegen, dass der Herr Jesus Christus selbst das Wort ist. Was soll dann die Diskussion, dass Paulus ein Problem mit Frauen hatte. Wenn alle Schrift von Gott eingegeben ist, hat das nichts mit der Person des Paulus zu tun, sondern es sind eindeutig Anweisungen des Herrn Jesus Christus. mehr

Von Gudrun am .

Ich habe heute mal Heiner Geißlers homepage besucht, weil ich seine Schlichtertätigkeit verfolge. Ganz zufällig lese ich da Interessantes zum Thema Deklassierung der Frau auch im Namen christlicher Religionen: "Sexuelle Folter, Vergewaltigung, Verstümmelung und Verstoßung sind in vielen Ländern üblich. Die
frauenspezifische Unterdrückung ist in zahlreichen Ländern der Welt auch rechtlich sanktioniert,
Bestandteil der dortigen Rechtsordnungen. Die Weltreligionen, auch die christlichen Kirchen, mehr

Von Gudrun am .

Es ist gut, dass Gott Frau und Mann gleichzeitig erschuf und durch die Kenntnis dieses Faktums die fatalen Folgen dieses und anderer mittelalterlichen Übersetzungsfehler überdacht werden können. Wofür musste der Übersetzungsfehler, dass die Frau minderwertig ist, nicht alles herhalten? Wie viel Leid gab es, wenn statt Söhnen „nur“ Töchter geboren wurden. Die Höherwertigkeit und Erwünschtheit von Söhnen war und ist ja weit verbreitet. Es spiegelt sich in vielen Bereichen, früher noch mehr als mehr

Von Gudrun am .

@Heike und Heiko
Mich haben die Ausführungen von Prof. Ruth Lapide überzeugt und ich bin sehr dankbar, dass sie in verschiedenen Sendern zu Wort kommt. Besonders interessant finde ich, was sie über die Selbsteinschätzung Martin Luther zu seinen Hebräischkenntnissen herausgefunden hat. So habe er gejammert, nicht genug Hebräisch zu können, um das alles richtig zu übersetzen. Sie zitiert ihn folgendermaßen: „Wenn ich noch einmal jung wäre, dann
würde ich Hebräisch richtig lernen." Denn ohne das mehr

Von Bernd Schneider am .

Die feministische Auslegung fällt m.E. auf der anderen Seite vom Gaul. Was hier teilweise über Paulus geschrieben wird, ist ein von oben herab die "Fehler" des Apostels zu verbessern.
Paulus hat viel über die Liebe geschrieben, die zu gegebener Zeit auch unterschiedliche Urteile fällen kann. Die Liebe denkt immer vom anderen her: ich sehe absolut keinen Grund, Frauen die Ämter zu verweigern. Ich sehe nur die Motive Angst, kleinkariertes Wesen und Rechthaberei. Manchen "Märtyrern" geschieht dann mehr

Von Heike am .

@Gudrun: Leider fehlt da das Ende...- aber: Das mit der Rippe kenne ich eher so, dass sie der Teil ist, der dem Herzen des Mannes am nächsten ist, also ein Sinnbild der Liebe und innigsten Verbundenheit, nicht der Sklaverei(vor dem Sündenfall, danach der Fluch in 1.Mo.3, unabhängig von Paulus). Und - nix für ungut - ohne zweite Flanke wäre Adam Invalide gewesen.
Die Frau soll "nach unten schauen"? Hab ich was verpasst??
Warum die Argumentation mit einem menschlichen Paulus? Wenn die Bibel nicht mehr

Von Heiko am .

@Gudrun
Die Aussagen die Sie bezüglich Adam gebrauchen stammen alle aus dem feministisch-theologischen Ansatz der Bibelauslegung. Adam war nie zweigeschlechtlich. Die Frau wurde von Gott aus Adams Körper (Rippe) geformt.
Es gibt aber noch viel schlimmere Prägungen dieser Art der Theologie, die mit Christsein nichts mehr zu tun haben!

Von Gudrun am .

@Runninduck
Auszug aus einem Gespräch zu ADAM zwichen Dr. Lapide u. Dr. Flemmer was den Fehlbegriff RIPPE anbelangt: Lapide: Zwei dieser Fehlinterpretationen will ich gleich ansprechen. Nehmen wir erstens das Problem der Rippe auf: Das ist eine tendenziöse Geschichte,die auch aus einem viel späteren Zeitraum stammt. In der christlichenTradition wird ja die Frau in den Übersetzungen seit dem Beginn des Mittelalters als aus der Rippe geschaffen dargestellt. Schon in der Antike wusste man doch – mehr

Von Gudrun am .

Es steht Christen gut an, offen und lernwillig Übersetzungsfehler in der Bibel zu überwinden und solche Fachleute ernst zu nehmen, die der hebräischen Sprache mächtiger sind, als es frühere Bibelübersetzer waren. Hier sollten besonders Erkenntnisse aus dem christlich-jüdischen Dialog berücksichtigt werden. Eine Kapazität ist die jüdische Religionswissenschaftlerin Frau Prof. Dr. Ruth Lapide. Was die Frauenfeindlichkeit des Paulus anbelangt, hatte er wohl ein körperliches Problem, das Ursache mehr

Von Runninduck am .

@Gudrun
ich habe eben auf bibelserver.com in mehreren Ausgaben nachgeschaut. Keine der Übersetzungen, teilt die Interpretation von Frau Ruth Lapide. Dort steht 'Rippe' (egal ob englisch oder deutsch), damit sind sämtliche Aussagen von Frau Ruth Lapide unter diesem Vorbehalt zu betrachten.

Von Gudrun am .

@ Hanna
In Gottes erstem Menschen, dem Erdling, waren Mann und Frau enthalten. Der Adamah, Gottes Ebenbild, war weder männlich noch weiblich. Gott selbst ist ebenfalls Pluralität. Eva (Chawah, die Lebensspenderin) wurde nicht aus einer Rippe, sondern aus einer Flanke (cella) dieses Anfangsunikates gebildet. Erst mit der Fertigstellung der Chawah blieb der männliche Teil übrig. Gleichzeitig war aber der weibliche Teil nun vorhanden. Also gab es kein Nacheinander, sondern die Gleichzeitigkeit von mehr

Von Gudrun am .

Liebe Heike, erstmal ganz herzlichen Dank für Ihre Antwort. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir im Verstehen des Paulus weiterhelfen könnten. Paulus‘ Begegnung mit dem auferstandenen Christus war seine unerschöpfliche Kraftquelle und sein Antriebsmotor, das Evangelium zu verbreiten. Da konnte er in der Tat über viele Schatten springen, die Beschneidung erlassen, Speisevorschriften relativieren usw., und das war gut so. Paulus hat in dieser Hinsicht das Richtige getan, er wusste, was ist das mehr

Von Fragender am .

Ich verfolge diese Disskussion mit großen Interesse, zeigt sie doch, wie Christen auch in einem solchen Forum miteinander umzugehen pflegen. Berücksichtigt bitte, dieses Medium wird nicht nur von Christen wahrgenommen, sondern auch von Suchenden, also sollten wir auch in unseren Umgang die Botschaft Christi nicht ins Lächerliche ziehen.
Im Übrigen, auf was sollen wir uns gründen, wenn wir der Schrift nicht glauben? Wer darf festlegen, welcher Abschnitt passt und welcher nicht, und was bitte mehr

Von Heike am .

@Gudrun: ... womit wir bei der Inspirationsfrage wären :-)
Paulus war ein felhlbarer Mensch - er sagt es ja sogar selber (sehr deutlich!); Bsp: Römer 7.
Aber in 2. Tim. 3,16 steht:
"Jede Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit...", und in Mk. 13,31: Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen." Deshalb gehe ich davon aus, dass Gott imstande ist, auf sein Wort mehr

Von Gudrun am .

@Heike: Ich habe kein Problem mit Römer 8. Paulus ist mir lieb und teuer, bis auf seine Einstellung zur Frau. Diese klammere ich aus. Hier konnte er eben nicht über seinen Sozialisationsschatten springen. Paulus war ja doch ein Mensch mit Schwächen und nicht göttlich. Genauso bei Martin Luther. Er hat uns so viel Gutes gegeben, aber von seinen Äußerungen über die Juden distanziere ich mich. Er war ein Mensch mit Fehlern.

Von Gudrun am .

@P. Vogel: Die Bibelstelle ist 1. Korinther 15, V. 5-8; im übrigen stimme ich Ursula voll zu. Gott kam als Mensch Jesus Christus zu uns. Er gab der Frau ihre Würde. Er unterrichtete und lehrte sie gleichberechtigt. Er erschien nach seiner Auferstehung zuerst einer Frau. Er distanzierte sich von der Vielweiberei des alten Testaments (Ursache von unendlich vielen Konflikten!!). In der Frauenfrage sehe ich eine Dissonanz zwischen Jesus und Paulus und habe mich für Jesus entschieden. Gott gab uns mehr

Von Heike am .

Ich habe die Kommentare hier gelesen. Was mich immer wieder erstaunt an dieser Diskussion, ist, dass Menschen, die Bibelstellen zitieren (und zwar ohne dabei ausfallend zu werden), sofort als kleinkariert, frauenfeindlich u.a. bezeichnet werden. Sogar Paulus soll "einen Sprung in der Schüssel" haben... ??? Wie soll ich mich dann auf Passagen wie zum Beispiel Römer 8 verlassen können (den ja auch Paulus aufgeschrieben hat), wenn ich damit rechnen muss, dass seine Briefe vielleicht nur seine mehr

Von Hilly am .

wie Rückständig muß eine Kirche sein, heute im Jahr 2010 überhaupt noch solch ein Thma zu diskutieren? Ich gehöre zur Ev.meth Kirche wir haben eine Bischöfin die lange vorher Pastorin war und zu unseren Hauptamtlichen gehören viele Pastorinnen. Im übrigen gehe ich persönlich sehr , sehr gerne in den Gottesdienst, wenn die Predigt eine Frau hält
ob das nun Paulus gefallen würde, oder nicht

Von U.Kater am .

Damit sich die Schriften erfüllen!
Am Ende der Zeiten werden viele abfallen.
Frieden und Gnade für Sie und Ihre Familie

Von Ulrike am .

Sie schreiben:"Die grundsätzliche Frage, ob eine Frau biblisch gesehen im Dienst der Verkündigung stehen darf, wird aktuell bleiben und auch weiterhin stark von Tradition, theologischer Prägung und dem jeweiligen Bibelverständnis abhängen sein." Eben das ist die Frage. Wie kann man denn auf einmal die Bibel unterschiedlich auslegen? Ich hatte die FEG ler bisher immer für bibeltreuer gehalten und bedauere den Entschluss. Eine Frau darf keine Gemeinde leiten und lehren. So lese ich es in der Bibel. Weil das Machtfragen sind.Obwohl Gott so mancher Frau die Gabe des predigens gegeben hat.

Von P. Vogel am .

@ Gudrun:
Von Gudrun am 05.11.2010, 8:45 Uhr.
+++
Gerade vor kurzem hörte ich von Paulus‘ Aufzählung der Augenzeugen des Auferstandenen, in welcher er die Frauen glatt unterschlug.
+++
Würden Sie bitte diese Quelle nennen? Danke für jede Mühe.

Von heiko gerhard am .

Bloß weil einem die Ansicht des Paulus nicht passt, kann man ihn nicht als geisteskrank abstempeln.
Diese Reaktionen können nur aus der feministischen Theologie entspringen.Gott möchte nicht daß Frauen unterdrückt werden, aber er hat für Männer und Frauen
klar definierte Aufgabenbereiche.
Der Satan will bloß ,daß es bei uns in den Gemeinden so zugeht wie in der Welt.Alles soll austauschbar und beliebig sein.

Von Gudrun am .

Fakt ist, dass es zahlreiche Übersetzungsfehler in der Bibel gibt (vgl. Arbeiten von P. u. R. Lapide). Da muss noch ein langer Weg zurückgelegt werden, bis die hebräische Urschrift des AT richtig übertragen ist. Und das hat wiederum Auswirkungen auf die Erschließung des NT. Auch hier im ERF gab es im Juli d.J. in den Wartburg-Gesprächen eine gute Sendung zu Fragen der Bibelübersetzung. Der Heilige Geist weht über die Bibelbuchstaben hinaus.

Von Dieter Staudt am .

Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, 2.Tim. 3

Von Rainer am .

Die Bibel ist aber nicht für 2000 Jahre im Voraus geschrieben worden. Dann darf in einer Gemeinde auch niemand ein modernes Verkehrsmittel oder einen Beamer einsetzen. Das ist genauso "unbiblisch", weil damals nicht bekannt.

Von Gudrun am .

Mich regte die paulinische Frauendiskriminierung lange Zeit sehr auf. Inzwischen lässt sie mich kalt. Gerade vor kurzem hörte ich von Paulus‘ Aufzählung der Augenzeugen des Auferstandenen, in welcher er die Frauen glatt unterschlug. Er war dazu einfach nicht fähig. Hat ihn dabei der Heilige Geist geleitet oder hatte er „einen Sprung in der Schüssel“. Wenn ich Frau Professor Dr. Ruth Lapide zu Paulus höre, glaube ich Letzteres. Paulus hat viel für die Ausbreitung der Frohen Botschaft getan. mehr

Von Ursula am .

Es ist schon erstaunlich, dass die Bibel, deren Texte in vielen Jahrhunderten von Menschen aufgeschrieben und zusammengetragen, deren Zusammensetzung von katholischen Päpsten auch in Orientierung an den aktuellen Zeitgeist (!) zusammengestellt wurden, derart wörtlich genommen wird. Allein die Tatsache, dass die Evangelien zum Teil über hundert Jahre von nicht Beteiligten später aufgeschrieben wurden und Dialoge, die nur überliefert waren, nun wortwörtlich genommen werden, ist mehr als seltsam. mehr

Von Bernd Schneider am .

Die Emotionen gehen immer genau dann hoch, wenn es entweder um sexuelle Dinge oder um Machtfragen geht.
Was viele Gemeinden kaputt macht und kaputt gemacht hat, sind nicht die (z.T. hervorragend!!!) predigenden Frauen, sondern
1. üble Nachrede und Verleumdung
2. Lieblosigkeit (auch mit Bibelsprüchen, die man sich um die Ohren schlägt)
3. Geiz und kleinkariertes Getue.
Gott sei Dank kommt nun eine andere Generation an die Leitung, die nicht alles besser macht, aber manche Lächerlichkeiten mehr

Von Heiko Gerhard am .

Wegen der Frauenfrage kam es auch in verschiedenen Gemeinden die ich kenne, zu großen Schwierigkeiten. Soll der Zeitgeist bei uns herrschen oder der heilige Geist. Wenn letzteres, dann muss die heilige Schrift ernstgenommen werden. Eine Frau darf keine Gemeinde leiten, noch Gottesdienst halten. So sthet es in der Bibel!

Von Marie Krüerke am .

Wann wird die Ansicht, dass Frauen "Gehilfinnen" und damit eine Art demütige helfende Hand im Hintergrund sind, endlich ad acta gelegt? Warum werden Emanzipation und christlicher Glaube gegeneinander ausgespielt? In der Bibel ist von Sklaven die Rede - dass heute kein Mensch mehr aufgrund seiner Herkunft oder seines Einkommens diskriminiert werden darf, wird jeder Christ (männlich und weiblich) unterschreiben. Dass Frauen jedoch aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden dürfen, weil sie mehr

Von Klaus am .

Naja biblich ist das nicht, das Frauen lehren. Man kann den Trend nicht mehr aufhalten. Es hat und wird Auswirkungen haben. Männer in meinem Alter haben noch ein anderes Glaubensleben, wann das wiederkommt, hier in Deutschland weiß ich nicht. Die negativen Auswirkungen sind jetzt schon spürbar, mal sehen wie es in 20 Jahren ist?

Von Geier am .

Die meisten, die es als Zumutung empfinden, daß Frauen nicht lehren sollen, schlucken es andererseits völlig selbstverständlich, daß in den Freikirchen die katholische Unsitte weitergepflegt wird, sämtliche Nichttheologen vom Lehrdienst auszuschließen. Da kämpft man dafür, Frauen lehren zu lassen, schließt aber gleichzeitig den Großteil der Männer von der Verkündigung aus. Stattdessen lädt man sich "Professionelle" auf. Nun sollte die Verkündigung des Evangeliums aber eigentlich ein mehr

Von Jürgen am .

Wer jemals in Konfliktsituationen versucht hat, anhand der Bibel zu argumentieren, wird das Aufeinanderprallen von Meinungen kennen, das auch in dieser Frage nicht ausbleiben wird. Von "jahrhundertelang hatten die Frauen nichts zu melden und was kam dabei heraus?" bis hin zu einem aus dem Zusammenhang gerissenen "das Weib schweige in der Gemeindeversammlung", wird sich wohl alles einfinden.
Doch es geht es in erster Linie darum, wer soll die Herrschaft in der Gemeinde übernehmen? Der Heilige mehr

Von Hanna am .

1. Thimotheus 2, 9-15:
"Die Frauen sollen unauffällig und schlicht gekleidet zum Gottesdienst kommen. Sie sollen sich weder durch besondere Frisuren noch durch Goldschmuck, Perlen oder auffällige Kleider hervortun. Der wahre Schmuck der Frauen ist es, Gutes zu tun. Damit zeigen sie, dass sie Gott ehren.
Die Frau soll lernen, sich in der Gemeinde unterzuordnen und still zuzuhören. Einer Frau erlaube ich nicht, öffentlich zu lehren oder sich über den Mann zu erheben. Sie soll vielmehr still und mehr

Von Norbert Denzel am .

Eine Frage zu Anfang: Wovor haben die Männer der Freikirchen Angst, wenn es begabte Frauen gibt, die in der Verkündigung ihnen in Nichts nachstehen?
Ich lebe in einem Partriachat und das Land ist nicht in Ordnung. Ich finde es eiligst an der Zeit, neue Wege zu gehen, auch und gerade in der Verkündigung der Frohen Botschaft. Da die LIEBE stets großgeschrieben wird, so meine Meinung, sind uns viele Frauen um Längen voraus. Frauen haben einen intensiven Kontakt zu ihrem Herzen. Da können sich mehr

Von Ulrike am .

Hallo, liebe Leserinnen und Leser, ich möchte euch ein m. E. sehr informatives Buch zum Thema "Frauenordination" empfehlen, das alle wichtigen Pro- und Contraargumente anhand der Bibel beleuchtet:
Markus Liebelt:
Frauenordination. Ein Beitrag zur gegenwärtigen Diskussion im evangelikalen Kontext.
Verlag für Theologie und Religionswissenschaft (VTR) 2003
Edition Bibelbund
ISBN 978-3-933372-79-6

Von Katrin am .

Ich habe es so verstanden, dass Frauen keine Pastorinnen sein sollten.
Ich kann es auch nachvollziehen, da ich in meinem Glaubensleben gerade von Frauen in der Leitung Dinge gehört habe, die nicht so ganz der Schrift entsprechen.
Frauen sind anfälliger für so etwas, tut mir leid, liebe Frauen.
Ich bin selbst eine von euch.
Die Leitung sollte bei den Männern bleiben !

Von Günter Haehnchen am .

Auch ich bedanke mich für das Ansprechen dieses Themas.
Zwei Anmerkungen:
Zum einen gibt es in kirchlichen Strukturen bereits viele Dinge, die kaum noch wegzudenken sind und von vielen wahrscheinlich auch als bewährt angesehen werden, z.B. die Kirchensteuer. Was aber, wenn die Überzeugung nach einem näheren Bibelstudium reifen sollte, dass eine Pflichtsteuer dem Willen Gottes widerspricht?
Bei der "Frauenfrage" ist für mich jeweils entscheidend, ob Gott in seinem Wort vor einem kulturellem mehr

Von Ulrike Beenken am .

90% der Gemeindearbeit wird von Frauen gestaltet, warum nicht auch der Predigtdienst.
Frauen haben heute Wahlrecht, sind frei in ihren Entscheidungen. Vielleicht sollte statt Mann oder Frau der Begriff "Mensch" verwendet werden als sich ergänzende Gemeinschaft.

Von Beate Schanz am .

Als ich zum lebendigen Glauben an Jesus Christus kam und sein Geist seither über mein Leben bestimmt, wurde mir als Frau klar, mich nicht mehr in den Vordergrund zu stellen. Hatte noch einige Ämter bei denen ich viel Anerkennung und Lob bekam. Jetzt bin ich wertgeachtet in Gottes Augen und bei Allem was ich tue, soll mein Herr und mein Heiland gepriesen werden. Doch geht es mir allerdings wie Johannes und Petrus in Apostelgeschichte 4,20: Wir können`s ja nicht lassen, dass wir nicht reden mehr

Von Dietmar Graupner am .

Vielen Dank für die Information. Hilft mir aber nicht weiter eine grundlegende biblische Aussage für den Frauendienst zu geben. Wo kann ich mich kundig machen.
Danke.

Von Bernd Schneider am .

Wir Christen wollen einerseits ernst genommen werden und andererseits führen wir Diskussionen des 19. Jahrhunderts im Jahre 2010, als Männer bei Kaiser Wilhelm noch Angst vor starken Frauen hatten. Wäre ich kein Christ: mich würden diese Diskussionen anwidern, nein: ich würde sie absolut lächerlich finden.
Wundern wir uns, wenn man uns Freikirchler in die "Fundamentalistenschublade" schiebt?
Aber bereits Jesus musste feststellen, dass die Kinder der Welt klüger sind als die Kinder des Lichts.


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