Angedacht

Die dunkle Seite der Medaille

Sünde wird von Christen jeder Couleur gerne verharmlost. Dabei bietet ein realistischer Blick einige Vorteile. Ein heilsamer Blick auf das Übel.

Die biblischen Autoren sind alles andere als wortkarg, wenn es um Sünde geht. Mit 20 verschiedenen Begriffen beschreiben sie, was hinter dem etwas angestaubten Wort steckt: nicht dem Willen Gottes entsprechen, das Ziel verfehlen, gesetzlos, unrecht und treulos handeln.

Faule Fische und üble Schlangenbrut
Noch anschaulicher beschreiben sie die, die Sünde tun: Sie sind falsche Brüder, Kinder des Zorns, Synagogen des Satans. Sie werden verglichen mit blinden Blindenführern, faulen Fischen und übler Schlangenbrut. Ja, so drastisch schreibt die Bibel über Sünder. Harmlos ist etwas anderes.

Und wer die Bibel weiter liest und in diese Welt voller Ungerechtigkeit schaut, merkt: Sünde durchzieht alles. Vergangenheit und Gegenwart triefen geradezu vor Lüge, Gewalt und Tod. Die Sünde durchtränkt das menschliche Wesen, unseren Alltag, unsere Beziehungen, unsere Entscheidungen – auch im Jahr 2010, auch unter Christen. Wer von uns heute könnte den ersten Stein werfen?

„Meine Sünden will ich behalten.“
Bloß: Mit der ganzen Tragweite dieser Tatsache im Bewusstsein, lässt sich nun mal schlecht leben, kein Alltag gestalten. Niemand hält die schier aussichtslose Lage dieser Welt im Kopf aus. Deshalb hat sich der Mensch eine Reihe von Wegen ausgedacht, die Sünde zu verharmlosen, zu rationalisieren und zu verniedlichen. Auch Christen zeigen hier einen großen Einfallsreichtum, wie drei Beispiele zeigen.

Erste Verharmlosung: Man nennt Sünde nicht mehr beim Namen. „Halb so schlimm, Gott ist doch ein liebender Vater.“, sagt man, und verteilt eimerweise billige Gnade. Die tragisch-tödliche Dimension von Sünde hat man völlig aus dem Blick verloren. Noch doller: Man besteht sogar auf seine Sünde und fügt sie schlicht in die Reihe der Fehler ein, aus denen man bekanntlich lernt. Wie Jürgen Fliege in diesem Zusammenhang so schön sagte: „Meine Sünden will ich behalten.“

Wohl sortierte Auswahl an Vergehen
Zweite Verharmlosung: Man nennt Sünde sehrwohl beim Namen, verpackt sie aber in praktische, leicht verständliche Schubladen und klebt wohlklingende Namen drauf: Todsünden, himmelschreiende Sünden, lässliche Sünden und dergleichen. Natürlich klingt Todsünde dramatisch, natürlich ist ein Mord gravierender als ein Diebstahl. Doch ein paar Etiketten werden dem alles umfassenden, unsagbar tödlichen und von Gott trennenden Charakter der Sünde nicht gerecht. Wer sündigt, macht nicht bloß eine Schublade auf. Sünde bringt immer die Beziehung zu dem durch und durch heiligen Gott durcheinander. Auch bei einer lässlichen Sünde.

Dritte Verharmlosung: Man nennt Sünde beim Namen, meint faktisch aber nur eine wohl sortierte Auswahl an Vergehen: das Abschreiben in der Schule, Selbstbefriedigung, Ehebruch und das Schummeln bei der Steuererklärung. Wer das noch nie gemacht hat oder einigermaßen im Griff hat, lehnt sich entspannt zurück und denkt: So schlecht bin ich doch gar nicht. Auch wer so vereinfachend von Sünde denkt, hat ihre Tragweite noch längst nicht begriffen. Nicht wir haben die Sünde im Griff. Es ist umgekehrt.

Völlig verstrickt
Sünde ist das Übel, das diese Welt im Griff hat. Die Welt liegt im Argen, ist geknechtet unter der Herrschaft des Bösen (1 Joh 5, 19; Joh 12, 31). Wir sind in Sünde verstrickt und handeln selbst als Christen gegen Gottes Willen (Rö 7, 19), wir werden krank und sterben. Und selbst für den, der es gut meint, ist die Lage manchmal so verzwickt, dass er nur schuldig werden kann – egal wie er handelt (s.a. Rö 7, 21).

Warum dieser einseitige Blick auf die dunkle Seite der Medaille? Sind Christen nicht eine neue Kreatur? Sind sie nicht zur Heiligung berufen? Ist das Reich Gottes nicht angebrochen? Doch, natürlich! Trotzdem sind wir noch nicht verherrlicht, leben noch nicht im Himmel und sündlos sind wir auch nicht.

Erschrecken vor der Ernsthaftigkeit
Erst der Blick auf die dunkle Seite der Medaille lässt die helle Seite so recht erstrahlen. Und nur beide Seiten liefern das ganze Bild. Wer nicht verstanden hat, wie verloren er ist, wird die Gnade nicht recht wertschätzen können. Wer die weitrechenden Auswirkungen von Sünde nicht im Blick hat, wird weiter rational damit umgehen. Wer nicht begriffen hat, wie umfassend und tödlich Sünde ist, wird immer noch meinen, gar nicht so schlecht dazustehen.

Von Zeit zu Zeit scheint es notwendig, die strahlend schöne Medaille der Gnade und Errettung umzudrehen und vor der Ernsthaftigkeit der Lage zu erschrecken. Nicht, um sich selbst zu zerknirschen oder als Pessimist der Nation in die Geschichte einzugehen. Wohl aber, um neu nachvollziehen zu können, was Jesus für uns Menschen bewirkt hat. Nur dann kann sich wirkliche Dankbarkeit breitmachen. Nur dann wissen wir, wie nötig wir auch heute Gottes Gnade haben. Nur dann können wir wirklich gnädig mit unseren Mitmenschen umgehen.

Zu dieser Erkenntnis kann ich zum Beispiel in der Beichte kommen, also beim Schuldbekenntnis vor einem Mitchristen. Schade, dass diese Praxis für viele eine negativ belegte Geschichte hat. Denn gerade hier wird mir die Schwere von Schuld besonders deutlich. Hier kommt die Sünde ans Licht, ich kann nicht mehr um den heißen Brei herumreden. Der gemeinsame Blick auf meine dunkle Seite ist unangenehm und zerschlägt allen Stolz, Selbstbetrug und alles Maskentragen. Er ist schmerzhaft, letztlich aber wohltuend. Mag der Blick auf meine Schuld und der Schritt zur Beichte also auch schmerzlich sein: Heilsam sind beide allemal.


Kommentare

Von farkas am .

Hallo,
Wer George Orwell´s "1984" kennt, sollte wissen, dass "Doppeldenk und Zwiesprach" eine Macht ist.
@Rainer.
"Passt besser in die heutige Gesellschaft und man hat noch ein bisschen Spaß". Heisst das, wenn mann nicht passt hat man kein Spass? Ist für sie Spass=Freude? (ist das egal?). Also ich möchte nicht, gut (schon garnicht besser) in die heutige Gesellschaft passen! Freude erleben möchte ich dagegen schon und das ist auch ohne "Beihilfe" der heutigen Gesellschaft gut möglich. Ist für mehr

Von Thomas A. am .

Lieber Peter, natürlich sind wir "Frommen" auch Sünder, jeder Mensch bedarf der Gnade unseres Gottes. Aber da wir durch die Bibel von der zerstörerischen Kraft der Sünde wissen, sollten wir besser mit unserer Schuld umgehen. Das heißt für mich sie nicht klein reden wie Simone Schulz es beschreibt. Nein, wir sollten dazu stehen und uns dann ändern. Jakobus sagt Glaube ohne Werke ist tot. Wohlgemerkt erst Glaube dann die Werke, nicht umgekehrt. Wie auch bei Gudrun der verlorene Sohn. Er erkannte mehr

Von Gudrun am .

An Simone Schulz: Frau Schulz, das, was Sie mit "Freibrief" bezeichnen, beschäftigt mich auch immer wieder. Das kann es wohl auch nicht sein, nur sich selbst zu leben und der Lust zu frönen! In dieser Frage bin ich der festen Überzeugung, dass das Leben bzw. Gott die Grenzen schon setzt. Gottes Mühlen mahlen langsam, aber sicher. Und Gott lässt sich nicht spotten, was der Mensch sät, wird er ernten! Glück wird ein solches Leben nicht mit sich bringen. Wir Außenstehende sehen nur die äußere mehr

Von Simone Schulz am .

Lieber Joachim Bär,
danke für diese Ausführung! Sie hält mir einen Spiegel vor und ich kann die Dinge, die in meinem Umfeld schlecht laufen, diffeenzierter einordnen. Ich halte die Sünde ebenfalls für keineswegs harmlos, sondern todbringend. Aber ich denke oft, wenn ich um mich schaue, dass gerade das "ach wir leben doch alle von der Vergebung" ein Freibrief für völlig unbekümmerte Lebensweise ist. Manchmal ist das für mich eine echte Anfechtung. Was aber tun, wenn man zum Beten einlädt und mehr

Von peter am .

Obwohl der Autor ein wichtiges Thema anspricht, empfinde ich den Artikel als "Thema verfehlt".
Der Artikel ist so richtig schön polemisch aufgebaut und nein, er gefällt mir nicht.
Wie bereits in anderen Kommentaren geschrieben, was ist mit der Gnade Gottes ?
Was ist mit der Liebe Jesu zu uns Menschen ?
AUCH wir Christen sind NUR Menschen. NICHT mehr. Um der Sünde Überheblichkeit vorzubeugen sollte sich dessen jeder bewußt sein.
Im Übrigen finde ich es ganz interessant, daß der Autor mehr

Von Rainer am .

@Albrecht: Die Worte "Glaube light", "bleischwer" und "Spaß(gesellschaft)" bezogen sich auf frühere Andachten des Autors. Ich bin lieber "synoptisch-evangelisch" als "paulinisch".

Von Dietrich Tews am .

Bin auch der Meinung die der Autor hier deutlich anspricht. Nur es kommt darauf an " wie" man über Sünde und Schuld verkündigt. Dass es sein muss ist sonnenklar!
Aber sich von Sünde und Schuld befreien können - im Blick des wunderbaren Angebotes Jesu von Stellvertretung und Abnahme der Schuld, das ist doch das gute Evangelium !- die gute Nachricht. Die Menschen warten drauf! -nicht Schuld verdrängen, kleinreden und mit moralischem Zeigerfinger irgendwie noch eine Schlechtigkeit wegreden wollen mehr

Von Albrecht am .

Diesen Beitrag zur Verharmlosung von Sünde finde ich hochaktuell. Schon der erste Beitrag mit dem Stichwort „Glaube light“ hat mir das bestätigt. Dieses Stichwort passt so richtig gut in die Beliebigkeit der Wortblasen-(Un)-Kultur unserer Spaßgesellschaft. Römer 6,23 sagt aber: „Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.“ Die Folge der Sünde, die wir behalten (wollen) und nicht an das Kreuz Jesu bringen, ist also der ewige mehr

Von js176806 am .

allo Farkas,
grundsätzlich haben Sie recht. Sie beschreiben mit dem Phänomen Begriffsumdeutung einen Zwischenschritt, der meiner Meinung nach schon abgeschlossen ist. Ich glaube nämlich, dass die nächste Stufe bereits erreicht ist. In dieser Stufe ist eine Begriffsumdeutung nicht mehr notwendig, da die Sünde schon zum Standard geworden ist. Sie wird stilisiert und schlussendlich dem Natürlichen, Gottgewollten als überlegen präsentiert. Eigentlich ist sie schon Gesetz. Dazu braucht man sich nur mehr

Von Heide Rose am .

Sehr geehrter Herr Bär,
Sie haben Recht mit Ihrem Bericht über die Verharmlosung von Sünde. Ich glaube sogar, wenn ich ich etwas tue, was für sich gesehen keine Sünde ist, kann ich trotzdem dabei sündigen, wenn ich mit meinem Tun vor etwas fliehe, was Gott mir aufgetragen hat.
Deshalb fand ich es auch bezeichnend, dass die Jahreslosung von 1987 nur die 2. Hälfte von Römer 6,23 umfasste: Die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn. Den ersten Satz, "Der Lohn für die Sünde ist der Tod, ABER ..." hat man unter den Tisch fallen lassen. Warum?
Ihre Heide Rose

Von Gudrun am .

An Thomas A.: Danke für Ihren Hinweis zu Nikodemus. Das freut mich ungemein, dass er den Durchbruch geschafft hat und dass es sogar Quellen dafür gibt.

Von Thomas A. am .

Die dunkle Seite der Medaille, ein sehr provokanter Titel. Nach meiner Erfahrung in meiner letzten Gemeinde, eine LKG, (aktuell bin ich ohne) trifft der Titel aber den Kern. Unter den Christen wird noch viel schlechter und fälscher mit der Sünde umgegangen als in der säkularen Welt. Wie, das kommt in dem Artikel gut heraus. Und ich denke das es dort sehr viele Pharisäer gibt, die sich für gut und richtig halten. Und die dann oftmals auch noch in den Leitungspositionen von den Gemeinschaften und mehr

Von Rainer am .

Das hat schon Peter Hahne in den 1980er Jahren ganz interessant in einem seiner klassischen Bücher vom Büchertisch dargestellt. Aus dem Atommülllager wird der Entsorgungspark, aus der Abtreibung eine Schwangerschaftsunterbrechung.
Liebe farkas, man kann allerdings auch im evangelikalen Bereich Euphemismen finden. Was kennzeichnet denn zum Beispiel eiine "lebendige Gemeinde", sind die anderen kirchlichen Gruppierungen alle erstarrt oder verpolitisiert? Und was ist Bibeltreue anders als eine Abgrenzung gegen eine moderne Theologie?

Von farkas am .

Hallo,
so ist es, Wörter haben Macht!
Ehefrau=Lebensgefährtin.
Sündigen=Fehlermachen.
Lügen =Schwindeln.
Stehlen=Tricksen.
Beleidigung=Meinungsfreiheit.
Gleichgültigkeit=Toleranz.
Faulheit=Bequemlichkeit.
usw.
Die Liste lässt sich beinahe endlos weiterführen.
mfg
Farkas

Von Gudrun am .

An Herrn Gert Kampa: Es gibt Menschen, die diesen Artikel sehr schätzen; Sie offenbar nicht, in Ordnung! Sie sind wiedergeboren, wie Sie schreiben, (Joh. 3,5ff.) ist das wunderbar. Andere sind leider noch nicht so weit. Diese aber brauchen die gute Nachricht vielleicht dringender als Sie. Sind Sie doch bitte so tolerant und gönnen diesen Beitrag den erbarmungswürdigen auf die Wiedergeburt Hoffenden! Noch eine Frage zu Ihrem letzten Absatz. Meinen Sie da Nikodemus, der ein Gerechter wurde? mehr

Von Michal am .

An Herrn Gert Kampa: Ich hätte zwei Fragen an Sie: 1. Woher wissen Sie so genau, dass es zu Hauf Leute gibt, die sich Christen nennen, aber nicht wiedergeboren sind?
2. Können Sie von sich behaupten, es völlig begriffen zu haben, was Jesus für uns getan hat?

Von Katrin am .

Glaube light ???
Christen sollten sich eben nicht un die heutige Gesellschaft anpassen.
Vielleicht wären das dann die "Lauen" !

Von Walter Sohn am .

Es ist schon wichtig, an den in dieser „modernen Welt” geächteten Begriff Sünde zu erinnern. Es geht zunächst um Sündenerkenntnis, dann um Sündenbekenntnis (siehe Dietrich Bonhoeffer: „Gemeinsames Leben, Der Dienst”). Der Therapeut spricht meist von menschlichem Versagen, die Bibel nennt das falsche Denken, Reden und Handeln eine Sünde. Und trifft damit den bösen Sachverhalt im Kern. Die Folge: Die notwendige Lebenskorrektur ist klar vorgezeichnet, das daraus folgernde Handeln kommt von tief mehr

Von Alfred A. am .

Es gibt heutzutage und gab schon vor 2000 Jahren Schriftgelehrte und Pharisäer, die die Sünder ganz arg bestraften und sogar steinigen. Welchen Sünder hat Jesus so bestraft? Was sagte er zu der Sünderin, die auf frischer Tat erwischt wurde? Oder zu der Frau am Jakobsbrunnen?
Das sollten die heutigen Pharisäer einmal in Ruhe bedenken.

Von Gert Kampa, Albersdorf/Dithm. am .

Hallo,
ich frage mich ernsthaft,was dieser Artikel überhaupt soll!!!
Wer CHRIST ist,weiß um die Sünde!
Leider reden Menschen, die sich selbst Christ nennen ohne Wiedergeboren zu sein,die es zu Hauf giebt, sehr gern über verschiedenste Aspekte der Sünde,ohne aber im HERZEN zu TRAGEN,was Jesus für uns erlitten und tatsächlich für uns getan hat.
Wir sollen nicht im Gebet brabbeln,schwafeln und auch nicht sonst!
Ich bin aus einem zerstörtem Leben in des Reich Gottes berufen worden von einer auf mehr

Von Gudrun am .

An Frau Rosemarie Bayer: Über Ihren Leserbrief habe ich mich sehr gefreut. Danke! Gott segne Sie

Von Leuni am .

Meine Frage zum Thema lautet:Und wie sieht es aus im Umgang unter uns Christen? Da wird der Eine ständig kritisiert,ob ER die Moderation so oder so macht,ein anderer wird einfach links liegen gelassen,etc. Zu welcher Art von Sünde zählt das alles?Ich mache mir schon lange diesbezüglich meine Gedanken und denke,dass dieses Verhalten in Jesu Augen auch als Sünde gilt.Nur wir kommen erst garnicht auf diesen Gedanken oder?Ich persönlich nehme so viel wahr in unserer FeG.,wo oft eine Maske aufgesetzt wird und nicht ehrlich miteinander umgegangen wird und das macht mich traurig.

Von Rosemarie Bayer am .

Ich bin der Meinung,dass ich keinen Beichtstuhl brauche sondern direkt zu Gott kommen darf und ich die Erlösung durch Jesus Blut habe.Sein Blut bahnt den Weg.Jesus ist treu.Jesus nimmt uns so an wie wir sind.Wir sollen Vergebung annehmen sonst gibt es eine Spirale nach unten.Wenn wir Gottes Vergebung nicht annehmen entfernen wir uns von IHM.Das Große ist wir dürfen Vergebung umsonst annehmen.
Jesus hat uns angenommen und wir sollen uns selbst auch annehmen.
Gott segne Sie

Von Gudrun am .

Anmerkung zum Beitrag von Rainer: Hallo Rainer, ich greife von Ihren Begriffen das Gegensatzpaar "light" und "bleischwer" heraus und setze sie so ein: Jesus hat meine Sünden ans Kreuz getragen. Er ist auch für mich gestorben und hat mich erlöst. Dadurch muss ich nicht mit meiner Schuldenlast leben. Das alles gab er mir unverdient, aus Gnade und Barmherzigkeit. Die Predigten, die mir das vermitteln (z.B. hier auf dem Sender, gestern der Gottesdienst aus Hamburg mit Herrn Baum) machen mein Gemüt mehr

Von inge Kruck am .

Ich danke Ihnen sehr herzlich für diesen Artikel,Sie haben schonungslos aufgedeckt!Danke

Von Markus Hummer am .

Stimme Ihnen zu, daß der Begriff in der heutigen Zeit oftmals verniedlicht und zu Unrecht verharmlost wird.Der Vergleich mit einer Medaille und deren zwei Seiten empfinde ich als zutreffend..Der Vorschlag mit einem vertrauten Mitchristen in die Beichte zu gehen und die persönliche Schuld vor Gott zu bringen, dort wo diese letzlich hingehört, ist gut und hilfreich.Dieses setzt aber vorraus, das ein "Stil der Offenheit" gelebt wird. Nur dann wenn wir Christen diese Offenheit in unseren Gemeinden mehr

Von andreasm am .

ein zugegebenermassen ernstes thema - aber gerade in der heutigen zeit des relativierens und verharmlosens enorm wichtig. wenn jesus für sünde(r) gestorben ist, dann kann schuld nicht harmlos sein - es hat ihm sein leben gekostet...
vielen dank für diesen ausgewogenen, klaren und tiefgehenden beitrag!
und liebe grüsse, andreasm

Von Gudrun am .

Danke, Herr Bär, für die diese Darstellung. Ich möchte drei Punkte einbringen. 1. Zum Begriff der Sünde gibt es auch die Ansicht, dass Sünde das Getrenntsein von Gott ist. Der 2. Punkt ist, dass ich Jürgen Fliege nicht verstehen kann. Er ist mir dadurch sehr sehr fremd geworden. Wenn er seinen Misthaufen nun mal behalten will, ist das sein Problem und nicht meines. Jedem Tierchen sein Pläsierchen! Der dritte Punkt ist eine Frage zur Beichte. Warum ist dabei ein Mensch nötig. Geht es nicht auch nach dem Motto: Sag's Gott und der Wand...?

Von Rainer am .

Mir ist "Glaube light" doch lieber als diese bleischwere Predigt. Passt besser in die heutige Gesellschaft und man hat noch ein bisschen Spaß im (Gemeinde-)leben. Ich weiß jedenfalls, wo ich nicht Theologie studieren würde, trotz lockeren Werbevideos. Ein Landeskirchler.


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