Online-Workshop

Das Evangelium nach Petrus?

Die besondere Nähe des Markusevangeliums zu Petrus beschäftigt die Forschung schon lange. Ein besonderer Blick in das Buch lohnt sich.

Der Verfasser des kürzesten Evangeliums, Johannes Markus, ist eine faszinierende Person seiner Zeit: Jüdische Herkunft, gleichzeitig enge Verbindungen zur römischen Kultur. Beides spiegelt sich in seinem faszinierenden Bericht über das Leben Jesu wider. Immer wieder bringt er hebräische, aramäische und römische Vokabeln in seinen Bericht ein (Talita kum in 5, 41; Quadrans in 12, 42) und erklärt in kleinen Kommentaren die Bräuche und das Gesetz der Juden (z.B. in 7, 3-4). Die Adressaten seines wahrscheinlich in Rom verfassten Evangeliums sind Nicht-Juden.

Besonders seine Nähe zu Petrus macht dieses Evangelium einmalig. Wie Papias, der spätere Bischof von Hierapolis, berichtet, hat Markus als eine Art Dolmetscher von Petrus die Geschehnisse aufgeschrieben. Hinter Markus steht letztlich die Autorität von Petrus – war Markus doch gar keiner der zwölf Jünger. Ist das Markusevangelium eher ein Petrusevangelium? Die besondere Verbundenheit mit Petrus zeigt sich zum Beispiel im ersten Petrusbrief, wo Petrus Markus seinen Sohn nennt (1 Petrus 5, 13). Markus unterschlägt auch schon mal den einen oder anderen Ausrutscher von Petrus (die Passage aus Matthäus 14, 28-31 findet sich nicht in Markus).

Interessante Details, die Lust auf eine fundierte Auseinandersetzung mit dem zweiten Evangelium machen. Eine Möglichkeit dazu ist der Workshop von ERF Online zum Markusevangelium. Er wird auf mehrglauben.de angeboten und beruht auf der Sendereihe „Durch die Bibel“ des amerikanischen Pastors J. Vernon McGee (1904-1988). In kompetenter und gut verständlicher Weise bringt er den biblischen Text näher und hilft ihn zu verstehen. Die Berücksichtigung von Kontext, damaligen kulturellen Begebenheiten und den biblischen Ursprachen macht die Stärke dieses Bibelkommentars aus.

Der Online-Kurs startet am 03. September 2010 und ist in 41 Lektionen gegliedert, die im Abstand von zwei Tagen per E-Mail versendet werden. Der Kurs dauert somit 2,5 Monate – ein wenig Ausdauer ist also durchaus gefordert. Während des Kurses besteht die Möglichkeit, sich mit anderen Teilnehmern auszutauschen. Der Workshop ist kostenlos, eine Teilnahme ist ausschließlich über das Internet möglich. Anmelden können Sie sich hier.


Kommentare

Von Ph. am .

... ERFinden.

Von Joachim Opitz am .

Wenn es den erf nicht gäbe, müsste man ihn sofort erfinden
:-)


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