Themenwoche Pornographie

Frauen tun so was doch nicht

Pornographie gilt als Männerthema. Trotzdem ist ein Drittel aller Pornonutzer weiblich. Was fasziniert eine Frau daran?

Ulrike Lorenz arbeitet als Seelsorgerin und ist Gründungsmitglied von Nacktetatsachen e.V. Ihre eigene Biographie hat die 42-jährige dazu gebracht, sich mit Abhängigkeit von Pornographie auseinanderzusetzen: Mit zwölf Jahren rutschte sie in einen Sog aus Bildern und erotischen Tagträumen. Mit ERF.de spricht sie über ihre Geschichte und welche Folgen Pornokonsum für Frauen haben kann.

Wie kann man mit dem eigenen Kind über Pornographie und erotische Tagträume reden?

Wenn man erst im Teenageralter mit seinem Kind über Sexualität spricht, ist es meistens schon zu spät. In diesem Alter sprechen Kinder auch nicht gerne mit ihren Eltern über das Thema. Das muss entweder vorher passieren oder man sollte dafür sorgen, dass das Kind eine Vertrauensperson außerhalb der Familie hat, mit der es reden kann.
Schon im Grundschulalter sollte man Kinder darauf vorbereiten, dass sie evt. einmal Dinge sehen werden, die ekelig sind. Die Eltern können dem Kind sagen, dass es diese als eklig empfinden darf, selbst wenn Klassenkameraden sie cool finden.
Zudem sollten die Eltern bis zu einem gewissen Punkt ehrlich sein und sagen: „Schau, ich weiß worum es geht.“ Auch wenn die Kinder das als peinlich abtun, sich umdrehen und gehen, bleibt ein solches Gespräch nicht ohne Auswirkung.

ERF.de: Warum schauen immer mehr Frauen Pornos – obwohl sie oft gleichzeitig Ekel davor empfinden?

Ulrike Lorenz: Diesen Ekel empfindet man meist nur beim ersten Mal, wenn man diese Bilder sieht. Sie zielen auf die Erregungszentren in unserem Körper ab und man spürt beides: Einerseits die Erregung und das Hingezogensein und andererseits den Ekel. Die Reaktion hängt auch davon ab, in welchem Alter Frauen oder Mädchen sind, wenn sie das zum ersten Mal sehen. Eine erwachsene Frau kann sagen: „Das ist eklig, da schau ich nicht mehr hin.“, und schaut wirklich nie mehr hin. Da ist die Entscheidungsfähigkeit besser entwickelt. Wenn man aber ein Teenager ist, wo die Gefühle sowieso im Chaos versinken, überwiegt der angenehme Teil. Das Durchschnittsalter, in dem der Erstkontakt mit pornographischen Inhalten stattfindet, liegt bei elf bis vierzehn Jahren. Da bleiben solche Bilder und Gefühle leichter hängen und es kann eine Gewohnheit werden, Pornographie zu konsumieren oder in Gedanken Tagträumen nachzugeben.

Wirkt sich Pornokonsum bei Frauen anders aus als bei Männern?

Die Auswirkungen und auch die Ursachen sind die gleichen. Man verwendet die Pornographie zum Beispiel, um Spannungen abzubauen, statt sich mit Konflikten auseinanderzusetzen. Die meisten negativen Auswirkungen liegen im zwischenmenschlichen Bereich: Man zieht sich von Freundschaften zurück, ist beim Ehepartner nicht mehr offen, bzw. möchte von ihm Handlungen, die man nur aus pornographischen Videos oder Zeitschriften kennt. Das Bild vom Partner wird verfremdet und gerade bei Frauen wird auch das Bild von der eigenen Geschlechtlichkeit total verändert.

Was meinen Sie damit?

In Amerika gibt es immer mehr Schönheitsoperationen im Genitalbereich. Oder viele Mädchen erschrecken, wenn sie Schamhaare bekommen, weil sie in den Videos nur rasierte Frauen sehen. Die körperlichen Attribute in den Filmen stimmen nicht mit der Wirklichkeit überein. An den Darstellerinnen sind meist mehrere Operationen vorgenommen worden, zum Beispiel sind die Brüste mit Silikon vergrößert usw. Man bekommt ein falsches Bild, wie sich eine Frau einem Mann gegenüber verhält. In den Filmen wird die Frau völlig willenlos und von ihren Trieben gesteuert, wenn sie einen nackten Mann sieht. Das funktioniert in einer normalen Beziehung nicht. Auch die homoerotischen Darstellungen können das Bild von sich selbst oder der eigenen sexuellen Orientierung verwirren.

Hauptdarstellerin in "Vom Winde verweht"

Die Pornoindustrie macht zwischenzeitlich gezielt Pornos für Frauen. Wie schätzen Sie das ein?

Ich habe neulich mit einer Frau gesprochen, die einen Erotikshop für Frauen betreibt. Sie sagte: Wir verkaufen nur schöne Videos, in denen die Frau gut dargestellt wird und in denen auf die Bedürfnisse der Frau eingegangen wird. Wenn man das vom christlichen Standpunkt her betrachtet, haben da aber trotzdem zwei völlig fremde Menschen einfach nur Sex miteinander und es geht um nichts anderes als Triebbefriedigung. Das geschieht vielleicht auf schönere Art und Weise, aber es bleibt im Grund genommen gleich wie bei den Männerpornos.

Sie selbst sagen von sich, dass Sie abhängig von Pornographie waren. Was hat es mit Ihnen gemacht, als Sie immer öfter diese Bilder angeschaut haben?

Ich hatte damals nur Hefte und Videos und ich habe es nicht in Unmengen konsumiert. Aber diese Bilder haben sich bei mir im Kopf eingeprägt und haben sich dann in meinen Tagträumen verselbstständigt. Ich habe vor mich hingeträumt und diese erotischen Inhalte in meine Tagträume verpackt. Ich habe mir sozusagen meine eigenen Filme gestaltet. Das machen auch Männer sehr oft. Der Unterschied besteht darin: Männer haben einen Cartoon mit fünf Bildern und eine Frau phantasiert sich einen richtigen Film wie „Vom Winde verweht“ zusammen. Sie kann sich stundenlang in solchen Tagräumen verlieren.

Aber kann eine Frau solche Tagträume nicht auch dann haben, wenn sie keine pornographischen Inhalte angeschaut hat?

Jeder hat seine Fantasie, jeder hat Tagräume. Das ist normal und etwas Gottgegebenes, um mit gewissen Situationen fertig zu werden, um Dinge durchzudenken und auf sie vorbereitet zu sein. Aber wenn die Tagträume von pornographischen Inhalten geprägt sind, ist diese positive Funktion sehr eingeschränkt. Wenn man sich dann von Gemeinschaft mit anderen zurückzieht, um seinen Tagräumen nachzuhängen, hat es negative Auswirkungen. Für mich war ein Tag nur gut, wenn ich Zeit hatte, meinen Tagträumen nachzuhängen.

Welche Folgen hatte das für Sie?

Die Folgen haben sich vor allem im Inneren abgespielt. Äußerlich hatte ich viele Freunde. Aber sie wussten nie alles von mir. Und ich habe mich innerlich sehr geschämt für diese erotischen Tagräume und die Masturbation, die damit verbunden war. Ich habe mir immer gedacht: Wenn das die anderen wüssten, würden sie mich nicht mehr mögen oder ich würde von der Gemeinde ausgeschlossen werden. Ich bin seit meinem sechsten Lebensjahr Christ und immer Mitglied einer Kirchengemeinde gewesen. Dieses innere Schmutzigfühlen war eine Zeitlang sehr schlimm.

Vielen Frauen sind verwirrt

Erleben Sie in Ihren Gesprächen mit Betroffenen, dass es auch Frauen so geht, die mit dem Glauben nichts am Hut haben?

Wenn eine Frau in einem Umfeld lebt, wo Pornographie gang und gäbe ist, dann ist das schlechte Gewissen diesbezüglich nicht oder weniger ausgeprägt. Andererseits - egal welche Frauenzeitschrift man sich momentan kauft: Seitensprünge, Masturbation oder das Ausprobieren gewisser sexueller, perverser Praktiken werden verherrlicht. Frauen ohne christlichen Hintergrund sind sicher noch mehr in einem Zwiespalt als eine christliche Frau, die klare ethische Richtlinien hat. Ich habe mit einem jungen Mädchen geredet, deren Freund nur mit ihr schlafen konnte, wenn er pornographische Filme nebenbei laufen hatte. Sie wurde dann Christ und hat mir gesagt: „Ich habe mich damals so schmutzig gefühlt. Ich wollte das nicht.“ Aber alle in ihrer Umgebung haben das gemacht und sie war total verwirrt. Es ist ihr ähnlich gegangen wie mir.

Schämen Frauen sich mehr als Männer, über ihren Pornokonsum oder ihre erotischen Träume zu reden?

Ich habe lange gedacht, ich bin die einzige, die damit Probleme hat. Bei Männern ist es biologisch sozusagen logisch, dass sie auf diese Bilder anspringen, da gehört es doch fast dazu. Aber bei Frauen doch nicht. Frauen sind doch nicht so visuell. Das sind die Schlagworte, die man zu hören bekommt, wenn man mit jemandem redet. Aber Frauen können von diesen Bildern genauso angesprochen werden. Wenn solche Bilder unvorbereitet auf eine Kinderseele prallen, prägen sie auch visuell. Es stimmt einfach nicht, dass nur Männer visuell erregt werden und Frauen nicht. Jeder ist da individuell.

Bei Frauen sind oft auch nicht pornographische Bilder das Problem, sondern die Tatsache dass sie sich in Chatrooms Fremden öffnen.

Für Frauen geht es mehr um Beziehung, um das Erobert werden, gesehen zu werden, geliebt zu werden, auch in den Tagträumen. Die Chatrooms sind ein Einstieg in das Ganze. Hier fühlt man sich endlich an- und wahrgenommen und geht erst dann evt. zu pornographischen Inhalten über. Bis man dann direkt diese Bilder sucht, um sich zu entspannen.

Pornographie als Single

Ist Pornographie für Singles ein größeres Problem als für Verheiratete?

Das kommt darauf an, wann das Problem begonnen hat. Für die meisten bleibt es bestehen, wenn es schon vor der Ehe begonnen hat. In der Ehe gibt es ja auch Spannungen, die man dann wieder mit Bildern und Masturbation abbaut. Bei einem Single ist nur schwerer aufzuzeigen, dass Pornographie nicht gut ist.

Was sagen Sie, wenn ein Single argumentiert, dass Selbstbefriedigung und Pornographie für ihn die einzige Möglichkeit sind, seine Sexualität auszuleben?

Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass es funktioniert, einige Jahre ohne Masturbation zu leben. Viele haben zu einem Kollegen aus dem Verein Nackte Tatsachen e.V. gesagt: „Du hast geheiratet. Es war leicht für Dich, das zu lassen.“ Er hat gesagt: „Nein, es war nicht leichter für mich, weil die Tagräume noch da waren.“ Auch in der Ehe hat man Phasen, wo es keine Sexualität gibt, wenn Kinder kommen oder wenn ein Partner krank ist. Damit muss man umgehen können. Und es ist nicht angenehm, wenn der Ehepartner weiß: Mein Partner befriedigt sich jetzt selbst, nur weil ich nicht kann. Wenn Sexualität nicht mehr das Hauptthema in einem Leben ist oder nicht mehr mit Beziehung gleichgesetzt wird, verliert sie an Macht. Dann ist Selbstbefriedigung oder der Pornokonsum nicht mehr notwendig.

Welchen Rat würden Sie einer Frau oder einem jungen Mädchen geben, die damit aufhören möchte, Pornos zu schauen oder erotischen Tagträumen nachzuhängen?

So lange man alleine damit kämpft, wird man keinen Erfolg haben. Jeder probiert das am Anfang, aber da macht man sich nur selbst fertig. Man sollte sich jemandem mitteilen, bei dem man weiß: Hier ist das Geheimnis gut aufgehoben. Das sollte jemand aus dem Freundeskreis sein, so dass man sieht: Diese Person mag mich noch immer. Man muss diese Annahme spüren. Das ist ganz wichtig. Es macht etwa 70 Prozent der Heilung aus, wenn man sich anderen Menschen öffnet. Man sollte sich auch nicht nur dem Ehepartner öffnen. Wenn man nur mit ihm darüber spricht, ist das ein massiver Druck für die Ehe. Danach sollte man sich überlegen: Warum bin ich in dieses Verhalten hinein gerutscht? Was war der Auslöser? Waren es Konflikte, Stress oder schwierige Familiensituationen. Da braucht man meistens für eine gewisse Zeit einen Seelsorger oder einen Therapeuten, der einen begleitet.

Mir ist auch wichtig zu sagen, dass dieser Prozess immer ein Weg ist. Ich habe Menschen erlebt, die sind von einem Tag auf den anderen davon losgekommen, bei mir selbst hat es zehn Jahre gedauert. Man darf da mit sich selbst barmherzig sein. Wenn man einen Rückfall hat, muss man nicht gleich verzweifeln, sondern sich bewusst machen, dass man auf dem Weg ist. Dieser Weg ist individuell und jeder entdeckt Dinge, die ihm dabei helfen. Manchen hilft Sport, um die sexuelle Energie loszuwerden, bei anderen bringt das sexuelle Energie hervor. Es gibt keine Gesetzmäßigkeit, außer einer: Ans Licht bringen, das muss sein.

Vielen Dank für das Gespräch!


Weiter Infos zum Thema unter www.nacktetatsachen.at und www.loveismore.de

Buchtipp: Shannon Ethridge, Jede Frau und das geheime Verlangen, Hänssler Verlag 2010 (als Taschenbuch im ERF Shop bestellen; auch gebunden erhältlich)

Wer schaut eigentlich Pornos und wo werden sie produziert? Einige statistische Daten zur Internetpornographie finden Sie hier (Seite in Englisch).


Kommentare

Von Jack the Ripper am .

Der alltägliche Wahnsinn in "christlichen" Internetforen zeigt, welch ein gebrochenes Verhältnis "Christen" zur vorehelichen Sexualität haben. Besonders die Selbstbefriedigung ist weiterhin ein rotes Tuch für reaktionäre Christen. Auslöser des Ganzen sind die offiziellen Haltungen von Kirchen, wie z.B. der römisch-katholischen Kirche, die in der Selbstbefriedigung eine "absichtliche Erregung der Geschlechtsorgane, mit dem Ziel, geschlechtliche Lust hervorzurufen", wie auch jeglicher mehr

Von Religionslehrer am .

Selbstbefriedigung ist KEINE Sünde!
Selbstbefriedigung kommt in der Bibel gar nicht vor. In der bekannten Onan-Geschichte vollzog Onan keine SB, sondern Coitus interruptus, also Empfängnisverhütung. Er wollte seinem verstorbenen Bruder und dessen Witwe keine Nachkommen hinterlassen. Damit verstieß er gegen die jüdische Sitte und das Gebot Gottes. Für seinen Ungehorsam wurde er von Gott mit dem Tode bestraft. Die Meinung, SB sei Sünde und "unrein" (unrein auch die weibliche Periode!), ist reine mehr

Von js176806 am .

In Einzelfällen mag ein verkrampftes, prüdes Umfeld die Ursache für sexuelle Ausschweifungen als Ausbruch eines lange unterdrückten Bedürfnisses sein. Das Phänomen "Generation Porno" mit all seinen Abarten und Süchten jedoch darauf zurückzuführen, ist absurd in Anbetracht unserer heutigen Gesellschaft, die wahrlich kein Problem mit Prüderie hat. Vielmehr trifft das Gegenteil zu, denn die sogenannte sexuelle Befreiung (eigentlich sexuelle Versklavung) hat weitgehend enthemmte, entmenschlichte, mehr

Von lutz W. Scheffel am .

Habe alle Beiträge gelesen und hier dazu nur so viel: Bin ca. 15 Jahre verheiratet gewesen (sowie Vater zweier erw. Kinder) und bin nun ebenfalls so lange "Single". Ja, meint ihr währenddessen wirklich gänzlich ohne jegliche Sexualität? (SB) - Ihr Lieben, die ihr die Ehe und Familie als geschützen Rahmen vorzustellt, da straft sich leider so mancher selber Lügen. Gerade auch die christlich orientierte Familiearbeit, so manche "Seelorgebewegung" etc. sind m. E. stärker gewachsen; denke auch aus einem bestimmten Bedarf heraus. -Meine sonstige Positon entspricht in etwa der der 'Junia'.

Von Junia am .

ich würde mich freuen, wenn einmal über eine fröhliche, befreite Sexualität gesprochen werden würde, mit Gott zusammen, als Geber und Quelle der Sexualtiät. Das ist durchaus möglich, ohne direkt in Pornografie zu versinken oder im Seitensprung.
Ich zitiere da mal aus dem Buch von Magus Malm: Gottes Helden sehen weiter:
"Hugh Hefner, Gründer des PlayboyImperiums, wuchs in einer extrem frommen Familie auf, in der Körperkontakte jeder Art tabu waren. Das Ergebnis war, dass der Sex sein ganzes mehr

Von Marcus am .

@freeman
Ich glaube du hast mich nicht richtig verstanden! Du bist frei von Schuld, sündigen können wir trotzdem noch! Es geht auch nicht um Lustfeindlichkeit im Gegenteil ich bin für guten Sex und reichlich davon! Aber eben in dem Rahmen den Gott vorgibt und das wir dies anstreben. Das es niemand perfekt schafft Gottes Gesetz einzuhalten ist mir schon klar. Es ist aber wichtig danach zu streben. Gott hat uns die Gebote nicht gegeben um uns fertig zu machen, sondern uns zu zeigen wie wir mehr

Von freeman am .

"Jesus ist aber gekommen um das Gesetz zu erfüllen und nicht um es auszuhebeln, so auch in dem Bereich Sexualität."
Genau! Jesus hat dass Gesetz erfüllt, und deshalb brauchen und sollen wir nicht ständig versuchen es erneut zu tun. Ich bin genau der Meinung, dass Jesus uns dass damit sagen wollte. Wir könnten es doch nicht schaffen, NIE. Könnten wir es schaffen dann hätte Jesus für uns nicht sterben müssen - was für eine Befreiung!
Sein SB ist keine Sünde - man kann es auch übrigens gemeinsam mehr

Von Marcus am .

Hi,
Ich bin sehr überrascht, dass hier einige Selbstbefriedigung als völlig okay und gottgegeben beurteilen. Was hat Jesus gesagt? (27"Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: "Du sollst nicht ehebrechen." 28Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansieht, ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen"). Mal ganz ehrlich, wenn ihr euch selbstbefriedigt, denkt ihr dann an Leberwurstbrote oder an ne Frau, die euch willenlos zur Verfügungsteht, bzw. einen Mann, der es mehr

Von farkas am .

@John
In jeder "Bedienungsanleitung" steht was vom "bestimmungs gemäßen Gebrauch" Sicher funktioniert vieles. Nur weil wir die praktische Freiheit geniessen alle erdenklichen Kombinationen von "Gebrauch" zu praktizieren, bedeutet das noch lange nicht, das alles O.K und unschädlich ist. Vieles hat einfach Langzeiteffekte, die wir aus dem "glücklichen Moment" aus gesehen garnicht erkennen können. Der Staubsauger erzeugt beim Saugen auch eine schöne warme Abluft. Niemand kommt aber auf die Idee mehr

Von John am .

@farkas
Das Gewissen ist dass, was einem Jahre indoktriniert wurde! Hierfür gäbe es viele Beispiele (im guten wie im schlechten). Insofern kann dass Gewissen kein Maßstab sein. Wenn man über Jahre eingetrichtert bekommt wie etwas zu sei hat glaubt man es auch irgendwann und ma hat ein schlechtes Gewissen auch wenn es nicht so ist.

So wie Sie auf Robinson reagieren ist typisch, wenn einem (Christen) nichts besseres als Argumentation einfällt. :-)

Von John am .

"Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass es funktioniert, einige Jahre ohne Masturbation zu leben"
Warum? Warum muss man sich so quälen? Selbsbefriedigung ist die bejahung des eigenen Körpers und der Gott gegebenen Gefühle, so wie auch die Phantasie!
Wenn ich die Sexuelle Darstellung, die Organe als etwas schutziges empfinde (seit wann hatt Gott etwas schutziges geschaffen), wie soll es dann in der Partnerschaft plötzlich funktionieren?
Nur wer sich selbsbefriedigen kann auch mehr

Von farkas am .

@Robinson
Ich bin froh, dass sie sich angepiekst fühlen. Ein Hinweis dafür, dass ihr Gewissen noch funktioniert.
mfg
Farkas

Von Rainer am .

Ich glaube, hier wollen Verlage auch Bücher verkaufen. Esoterik, Pornographie- und sonstige Süchte scheinen irgendwie zu den "Kernkompetenzthemen" zu gehören. Mit der regelmäßigen Flasche Bier und den Fotos in
Zeitschriften fängt ja bereits die Abhängigkeit an!? Ich warte auf eine Christengeneration 2.0. Diese hier ist wohl noch nicht so weit wie ihre eigene moderne Technik.

Von Robinson am .

@farkas, wenn Ihnen nicht mehr dazu einfällt, dann ziehen Sie am besten auf eine einsame Insel, ohne Frau, dann leben Sie in einer relativ unkomplexen Gesellschaft und können den ganzen Tag über "Unzuchtsünden" und deren "unmittelbare Auswirkung" philosophieren ;-)

Von farkas am .

"Das Thema ist ziemlich komplex"
Nein, ist es nicht. Komplex erscheint es nur, weil die Konsequenzen unmittelbar und sehr Bandbreitig sind. Unzuchtssünden werden im Gegensatz zu anderen Sünden am eigenen Körper vollbracht und kompromittieren direkt den Glaubensalltag.
mfg
Farkas

Von José am .

Das Thema ist ziemlich komplex und sehr aktuell. Natürlich greifen auch beim Thema Pornographie die üblichen Werbetricks der Manipulation, wie z.B. einseitige Information und gezielte Inszenierung (ausgewählte Kameraeinstellung, Umgebung usw.). Genausowenig, wie die "Margarine-Sommerfrisch-Familie"
immer glücklich auf dem Balkon frühstückt, während Nickelbrillen-Omi daneben gemütlich häkelt und die Katze nach Schmetterlingen hascht, genausowenig haben die Models in diesen Filmen immer diese mehr

Von Sigrid G. am .

Ich habe diesen Text gelesen und fühle mich um Jahrzehnte in meine Jugend zurückversetzt ich bin 42 J. in meiner Jungend habe ich die selben Arten von Aussagen gehört es ist erschreckend für mich, das Sexualität hier fast wieder zu einem negativen Thema für mich werden müßte. In all meinen lebensjahren habe ich diese Angst zu meiner Sexualität pos. zu stehen gahbt, denn es ist ja "was schlechtes" und nur für die Ehe bestimmt. Ich finde es schade das hier rückwärts gegangen wird. mehr

Von Junia am .

Generell finde ich den Artikel gut, weil auch Sexualität von Frauen angesprochen wird. Nicht so glücklich finde ich die Verbindung (Gleichsetzung??) hier von Pornografie und Selbstbefriedigung. Da gilt es schon zu unterscheiden.


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