Gedanken zum Monatsspruch im Juni Lesezeit: ~ 1 min

Den Kopf nicht in den Sand stecken

Gewöhnlich glaubt man, dass der Strauß seinen Kopf in den Sand steckt, weil er sich vor herannahender Gefahr fürchtet. Doch eigentlich bräuchte er das nicht.

Gewöhnlich glaubt man, dass der Strauß seinen Kopf in den Sand steckt, weil er sich vor herannahender Gefahr fürchtet. Doch er erreicht als größter Vogel der Welt eine enorme Geschwindigkeit, kann kraftvoll treten und fest zuschnappen. Er bräuchte seinen Kopf nicht in den Sand zu stecken. Dieses Verhalten des Vogels kennzeichnet vielmehr eine Person, die ihre Verfehlungen oder die anderer nicht mehr sehen will, die resigniert und sich verbergen will, indem sie „den Kopf in den Sand steckt“. Wenn man im Buch Amos liest, möchte man dies öfter tun.

Denn so spricht der HERR zum Hause Israel: Suchet mich, so werdet ihr leben - Amos 5:4

Israel hat sich gegen Gott gewandt, über eine lange Zeit. Hat die Menschen im Volk unterdrückt, denen der besondere Schutz Gottes galt (Witwen, Waise, Arme und Fremdlinge). Es hat sich bereichert. Die Reichen sind noch reicher geworden. Sie haben Feste gefeiert, und es noch ärger getrieben als die Volker, die Israel selbst einmal unterdrückt hatten.

Das Gericht Gottes war nach unzähligen Umkehraufrufen und Gelegenheiten zur Wiedergutmachung nun unabwendbar und schrecklich. Gott ist seinem Volk immer wieder nachgegangen, hat es sozusagen flehentlich gebeten, von ihren Sünden umzukehren in eine Gemeinschaft mit ihm. Aber alle Warnungen und Strafen nützten nichts, es wurde nur noch schlimmer. In diese Situation spricht Gott durch seinen Propheten Amos den obigen Vers.

Das Angebot bleibt bestehen, auch wenn die Schuld noch so groß ist. Wir dürfen zurückkehren und uns vergeben lassen. Gott steckt seinen Kopf nicht vor unserer Sünde in den Sand. Er hat für uns eine Lösung gefunden. Sein Sohn Jesus Christus starb am Kreuz. An unserer Stelle. Für uns.

Gebet: „Vater, hilf uns, nicht gegen dich eingestellt zu sein. Du hast kein Gefallen am Tod des Sünders. Deshalb bitten wir: Lass uns durch deinen Sohn Jesus Christus zu dir finden.“


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