Interview

Freiheit gibt es nur in Beziehungen

Menschen mit Bindungsstörungen fällt es schwer, tiefe Beziehungen einzugehen. Woran liegt das und ist Veränderung möglich?

Katja von Armansperg ist in eigener Praxis als Kommunikationstrainerin, Lebens- u. Paarberaterin und Aussöhnungstherapeutin tätig und leitet Rückbindungen an. Im Interview mit ERF.de erklärt sie, was Beziehungs(un)fähigkeit ist, und wie man es lernen kann, sich auf seine Mitmenschen einzulassen.

Bild: Katja von Armansperg

ERF.de: Sie sind Kommunikationstrainerin und helfen Menschen, beziehungsfähiger zu werden. Wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen?

Katja von Armansperg: Ich bin von Haus aus Diplombetriebswirtin und kam in eine Ehekrise. In dieser Situation habe ich angefangen, meine Beziehungsfertigkeiten in Frage zu stellen. Ich bin darauf gekommen, dass etwas an meinem Verhalten und meiner Kommunikation nicht stimmen kann. Mit der Ausbildung zur Kommunikationstrainerin hat alles angefangen. Es hat mir viel Spaß gemacht, weil ich genau das gelernt habe, was ich vorher nicht konnte. Es ging dabei zum Beispiel um das aktive Zuhören oder darum, Beziehungen zu gestalten und Konflikte zu lösen. Durch diese Fertigkeiten habe ich meine neue Lebensgrundlage entwickelt, weil ich heute ständig zuhöre und Menschen dabei begleite, ihre Probleme zu lösen, um gelingende Beziehungen zu leben.

Der Begriff Beziehungsunfähigkeit ist sehr schwammig definiert. Was versteht man darunter?

Ich würde es eher Beziehungsstörung nennen oder Bindungsstörung. Es geht nicht um Unfähigkeit, denn in vielen Rollen ist man ja sehr fähig. Nur in nahen Beziehungen, wie der Partnerschaft, zeigen sich die Störungen als Bindungsstörungen, die es verhindern, sich ganz in eine Beziehung einzulassen, oder das eigene Glück zu gestalten. Dann fehlen einem wichtige Kompetenzen, die man nachlernen und Heilung, die man erfahren kann.

Wie kommt es dazu, dass es einem in manchen zwischenmenschlichen Bereichen schwerer fällt Beziehungen gelingend zu leben, als in anderen?

In lockeren Beziehungen fallen die eigenen Defizite nicht so schnell auf. In der Nähe wird sichtbar, ob es einem möglich ist, sich aufeinander geistig, seelisch und körperlich gut einzulassen, ohne Ängste zu bekommen, misstrauisch zu werden oder sich zu überfordern.

Die für unsere Beziehungsfähigkeit wichtigste Zeit sind die ersten sieben Lebensjahre. Die Schwangerschaft und die ersten drei Lebensjahre sind entscheidend. Erleben wir in dieser Zeit Nähe zu unserer Mutter, ihre emotionale Offenheit für uns, eine stabile Bindung und die Möglichkeit, ein autonom denkender, fühlender und handelnder kleiner Mensch zu werden, werden wir vertrauensvoll, selbstsicher und bindungsfähig. Haben wir darin einen Mangel, z.B. durch eine abwesende, kranke oder traumatisierte Mutter, die uns nicht das an Sicherheit, Halt und Freiheit hat geben können, was wir gebraucht hätten, bleibt der Mangel und wird in unserer nächsten nahen Beziehung sichtbar.

Eine Mensch, der z. B. die Aussage trifft: „Ich will keine Beziehung, weil ich Angst kriege zu verletzen oder verletzt zu werden, wenn ich mich auf jemanden einlasse“, ist stecken geblieben in seinem Kindheitsschmerz. Damals musste er es aushalten und weiß jetzt noch nicht, dass er heute die Wahl hätte, eine nahe Beziehung gelingend zu gestalten. Weil er unbewusst denkt, eine nahe Beziehung würde wieder so schmerzlich wie früher, vermeidet er diese Gefahr lieber, indem er allein bleibt. Für ihn ist es heute angenehmer, ohne Beziehung zu leben, als evt. eine Beziehung zu wiederholen, die ihn verletzt und die ihn an den Ursprungsschmerz erinnert.

Heilung gibt es nur in Beziehungen

Was kann jemand machen, der Angst hat, sich auf tiefe Beziehungen einzulassen?

Als Erstes sollten wir wissen, dass wir Menschen dazu neigen, die Verletzungen des Lebens in naher Beziehung unbewusst so lange zu wiederholen, bis wir daran heilen. Was in Beziehung verletzt wurde, kann auch nur in Beziehung wieder heilen.

Um uns tiefer in Beziehung einlassen zu lernen, gibt es zwei Ebenen. Einmal die individuelle Ebene und die Ebene der Herkunftsfamilie. Auf der Ebene der Herkunftsfamilie kann es schädliche familiäre Beziehungsmuster geben, die sich oft über Generationen fortsetzten und die gelöst werden wollen. Ich erlebe, dass sich diese Lasten  durch Seelsorge, Gebet und das christliche Familienstellen auflösen können.

Auf der individuellen Ebene geht es darum, zu erforschen, was ich selber tun kann, um meinen alten Mangel zu stillen, und dafür in die Verantwortung wachsen. Wir brauchen Erkenntnis darüber, aus welcher Lebensphase mein Mangel kommt, wie er aussieht, wie ich heute gut für mich sorgen kann, damit ich satt werde - bis die Liebe in mir wieder fließt. Dabei geht es auch um Versöhnung mit meinen Eltern nach dem vierten Gebot und mit meiner Geschichte.

In dem Augenblick, in dem man realisiert, es geht bei mir um Bindungsfähigkeit, kann man anfangen, etwas zu verändern. Man kann lernen, es überhaupt auszuhalten in einer Beziehung, ohne wegzurennen, den Kampfimpuls zu bekommen oder zu verletzten oder sich anzupassen und in sein Leid zu fügen. Vertrauen in mich und in andere kann wieder wachsen, wo ich meine Freiheit neu entdecke, dass ich mich und die nahe Beziehung heute gestalten kann, im Vergleich zu meiner Hilflosigkeit von früher.

Warum sind denn tiefgehende Beziehungen wichtig - reicht es nicht, wenn man auf der Arbeit ein paar nette Kollegen und einen lockeren Freundeskreis hat?

Für viele Menschen heute muss das leider reichen, aber eigentlich reicht es nicht. Wir sind für nahe Beziehungen gemacht, und Gott hat uns tatsächlich in eine Abhängigkeit von Menschen hineingeboren. Wir sind und bleiben beziehungsabhängig. Allerdings meint Gott damit nicht Beziehungssucht und eine negative Abhängigkeit. Wenn wir erwachsen sind, wird es eine freiwillige Sache zu lieben und sich auf jemanden einzulassen und das eigene Grundbedürfnis nach naher Beziehung stillen zu lernen. Das ist mit Arbeit verbunden, wie alles im Leben, aber es lohnt sich, wie wenig Anderes.

Nahe Beziehungen sind auch deswegen wichtig, weil wir uns durch ihr Gelingen so kompetent und glücklich fühlen können, wie durch nichts anderes. Wenn ich als Erwachsener erlebe: „Ohne nahe Beziehungen fühle ich mich freier“, dann stimmt es nur vordergründig. Ich brauche nahe Beziehungen. Denn es gibt echte Freiheit nur in Beziehungen, nicht ohne. Frei fühle ich mich, wenn ich Liebe als ein freiwilliges Geschenk geben und annehmen kann. Ich muss lernen, meine Ich-Grenzen sauber zu ziehen, konfliktfähig zu werden und Empathie für mich und einen anderen zu entwickeln.

Lagerfeuer-Romantik für Einzelgänger?

Mir gefällt Ihre Aussage, dass man nur in Beziehungen Freiheit finden kann. Ich vermute, das wird heute oft gerade anders herum empfunden.

Es wird einem auch schon fast eingeredet, dass es so wäre. So wie dieses Bild des „lonely wolf“ in der Marlboro Werbung - als wäre es besonders schön, alleine am Lagerfeuer zu sitzen. Dieses Bild ist grotesk. Das macht vielleicht einmal Spaß. Aber ansonsten sehnt man sich schon am zweiten Abend nach seinen Freunden, mit denen man ums Lagerfeuer sitzen und erzählen kann. Da unterstützt die Werbung ein falsches Bild von einer Unabhängigkeit von nahen Beziehungen.

Ist es ein gesellschaftliches Phänomen, dass immer mehr Menschen Schwierigkeiten mit Beziehungen zu haben scheinen?

Absolut. Es wird gesellschaftlich legitimer, Beziehungen bei den geringsten Problemen abzubrechen, statt die Ärmel hoch zu krempeln und an mir und der Beziehung zu arbeiten. Man investiert sich oft nicht ganz und lässt sich ein Hintertürchen offen. Dieser Trend ist gefährlich, denn er hat etwas zu tun mit unserer Art, Bindungen wertzuschätzen. Die Bindung der ersten drei Lebensjahre ist faktisch die wesentlichste Zeit überhaupt für das Erlernen von Vertrauen und Bindungsfähigkeit, den Bausteinen der Glücksfähigkeit eines Menschen.

Wenn das politisch nicht wertgeschätzt wird, dann kommt es zu einer traurigen Schieflage in einer Gesellschaft. Wenn alle denken, dass es nichts mehr wert wäre, sich die ersten drei Jahre der Entwicklung des eigenen Kindes hinzugeben, verschenkt eine Gesellschaft das Wertvollste, was es überhaupt gibt: Eine sichere Bindung für ein Kind, durch die es sich zu einem Menschen entwickeln kann, der beziehungsfähig ist und zukünftig Verantwortung in der eigenen Familie und Gesellschaft übernehmen können wird.

Was kann der Einzelne machen, um diesem Trend entgegen zu wirken?

Ich kann Ihnen sagen, was ich mache. Ich liebe und brauche Beziehungen. Ich verbringe regelmäßig Zeit mit meinen Freunden und meiner Familie, gehe jede Woche in meinen Hauskreis und in meine Gemeinde. Ich investiere täglich in mich und meine Beziehungsfähigkeit und in die meiner Kinder. Ich arbeite ohne Unterlass daran, dass innerhalb meiner Beziehungen Gottes Liebe noch freier und kraftvoller strömen kann.

Was kann ich tun, um Menschen zu unterstützen, die sich selbst schwer damit tun, Beziehungen einzugehen?

Auf keinen Fall verschonen. Wenn Menschen mir wirklich am Herzen liegen, dann verschone ich sie nicht, wenn ich den Eindruck habe, dass sie sich selbst oder mir im Weg stehen. Letztlich fehlen uns oft nur die Übungschancen mit Menschen, die es gut mit uns meinen und uns liebevoll aber ehrlich sagen, wie wir überhaupt wirken. Wir brauchen aber diese Chancen, um zu wachsen und um uns selbst ehrlich und realistisch einzuschätzen zu lernen. Wir brauchen auch die Fähigkeit, uns selbst von außen zu betrachten und zu sagen: „Was gibt es an mir, was ich noch weiterentwickeln sollte, um mich und andere glücklicher zu machen?“. Wir sollten uns Raum geben, wachsen zu dürfen, denn sonst werden wir zu knorrigen Eichen. Im partnerschaftlichen Sinn werden wir sonst immer unbrauchbarer für nahe Beziehungen.

Es geht für mich darum, die Beziehungsfähigkeit in mir und anderen zu fördern, indem ich mein Begrenztheit und die des Gegenübers als Herausforderung zur Entwicklung annehmen lerne. Nicht zu viel fordern, aber auch nicht zu wenig fördern. Ich erlebe, dass Gottes Liebe größer ist, als alle unsere Ängste. Es ist wichtig, dass ich mich letztlich immer wieder in nahe Beziehung hinein wage, auch wenn ich gerade lieber Lust hätte sie zu vermeiden und mich zu verkriechen. Ich darf mich selbst mit Gottes Hilfe beim Schopf packen und aus meiner Lethargie oder Beziehungslosigkeit heraus holen.

Vielen Dank für das Gespräch!


Mehr zum Thema Beziehungsfähigkeit sehen Sie in der Sendung "Forum Single - Beziehungstraining für Singles" mit Katja von Armansperg (zu finden in der Mediathek unter Calando.TV). 


Kommentare

Von Christian am .

Beziehungen kann man nicht erzwingen. Wenn sie von mir gewollt sind, von anderen aber nicht kann ich nichts dagegen tun wenn ich nur auf Ablehnung stoße

Von Christian am .

wenn Mann bei der Damenwelt nicht ankommt kann was nicht stimmen. Fragt sich nur was?

Von Gottfried Pendl am .

Dieser Artikel ist sehr gut geschrieben und es ist wirklich so wie es hier geschrieben steht.Man hat zur jetzigen Zeit sehr viel Angst in eine Beziehung einzugehen,denn man denkt was wird da alles kommen,und da immer mehr Beziehungen und Ehen in Brüche gehen,wagen sich sehr viele da nicht mehr eine Beziehung ein zu gehen.Ich weis das selbst und habe das erlebt nach der Scheidung,man wollte von einer Frau nichts mehr wissen und wenn ich ehrlich bin,muß ich sagen das ich über drei Jahre gebraucht mehr

Von farkas am .

@gudrun die 2te
O.K ausnahmsweise.
Leserbriefe sollten normalerweise nicht als Forum "missbraucht" werden. (ein "Sorry" an die Redaktion). Also, wie gesagt, hier ist kein Forum, also versuche ich mich generell so kurz wie möglich zu fassen. Bei komplexen Themen würde ich den Rahmen hier sprengen, wenn ich alles allgemein verständlich von "A-O" erklären würde, wie ich es meine. Meine kurze Statements zu den Themen sollen "anregen" ja vielleicht auch aufregen. Ich habe hier nicht die Absicht mehr

Von Gudrun am .

@Thomas
Hallo Thomas, ich möchte Ihnen einen Tipp geben. Schauen Sie hier beim ERF die Sendungen „Hof mit Himmel“. Folgende zwei Sendungen sind mir zu Ihnen eingefallen, weil dort die Betroffenen auch ganz unten und in der Psychiatrie waren. Sie haben eine Gotteserfahrung gehabt und brauchen keinerlei Medikamente mehr. Da fällt mir noch eine junge Frau ein, die mindestens ebenso ungünstige Lebensbedingungen hatte, wie Sie. Hier die URL-Adressen (aber es gibt sicher noch andere, die weiter mehr

Von Gudrun am .

@Farkas
Jetzt verstehe ich Sie besser. Danke! Ihre Reaktion auf Irene kann ich nicht nachvollziehen; Ihre Reaktion auf Ingrid dagegen schon. Irene möchte eine gute Beziehung eingehen. Sie wertet Männer nicht generell ab, gibt die subjektive Sichtweise ihrer eigenen Erfahrungen zu und sieht Kritikpunkte auch an sich selbst. Zu den ganzen Theorien und Erklärungen aber (verletzte Kinder, fehlende Mutterliebe, schwache Männer etc) habe ich eine sehr kritische Distanz. Da steckt man Menschen mehr

Von farkas am .

@gudrun
Hmm ... kannte ich noch nicht, habe ich jetzt gelsen. Na ja, wirres Zeug. Nicht alle Märchen sind gleichermaßen als Gleichnisse gut geeignet. Siehe auch Auslegung in WIKIPEDIA. Aber, was hat das mit Beziehungen und Einsamkeit zu zun? Ich denke da viel einfacher. So manche Aussagen in den Kommentaren sind schon krass. z.B "Ich finde Beziehung versklavt" Damit ist gemeint, die Beziehung zu einem Mann, was sonst. Also, Männer versklaven frauen! Sie hat kaum die Beziehungen zu Freundinen mehr

Von Moni am .

Liebe Mitgeschöpfe, ja, manchmal ist es schwer zu verstehen, warum wir gerade so eine Kindheit durchmachen mußten. Doch ich vermute, dass wir genau das so erleben sollten, um mit diesen persönlichen Erfahrungen andere, die auch leiden, wirklich gut zu verstehen und ermutigen zu können. Also: Nutzen wir unsere gelernten Kompetenzen und drehen die negativen Energien in positive Kräfte um! Da ist nämlicheine starke Kraft darunter, die nur darauf wartet, in Aktion zu kommen. (Es ist sonst so schade mehr

Von Gudrun am .

@Farkas
Für Sie könnte eine Deutung des Zwergs in "Schneeweißchen und Rosenrot" interessant sein.

Von Gudrun am .

@Farkas
Wieso giften Sie eigentlich so um sich?

Von Thomas am .

Hallo,
lebe auch schon seit ca. 10 Jahren alleine und es wurde mit der Zeit immer schwerer für mich überhaupt Beziehungen einzugehen. Je länger man alleine ist, um so schlimmer wird es. Mittlerweile habe ich mich ganz von meiner Umwelt abgeschottet und werde bei meinem unsicheren Auftreten meist belächelt. Meine Kindheit wurde zerstört durch einen alkoholsüchtigen Vater, danach Scheidung, danach Wiederheirat meiner Mutter usw. Ab zwanzig folgte eine Zeit, in der ich wegen Psychosen viele mehr

Von Gudrun am .

Hallo Irene,
Gott hat einen Plan, das stimmt, und sein Plan ist gut. Ihnen ist der passende Mann noch nicht begegnet und einen unpassenden würde ich auch nicht wollen. Sie sind mit Ihrer Situation nicht gerade glücklich, aber wer ist das schon? Dennoch gibt es den richtigen Mann für Sie! Ich vermute, wenn Sie zwar suchen, aber dabei sehr gelassen bleiben und dem Noch-nicht-gefunden-haben die positiven Seiten abgewinnen, sind die Chancen größer. Wahrscheinlich stellt sich der richtige Mann in dem Moment ein, wo Sie sich gegenüber Gott mit Ihrer Situation in zufriedener Weise abgefunden haben.

Von farkas am .

@ingrid
Na ja . . .
- der Wohlstand ist schuld.
- mein Vater ist schuld.
- fehlenede positvie Beispiele.
- Bequemlichkeit ist schuld.
- Beziehung versklavt.
- Ehe bringt Gewalt.
- und die Männer sind sowieso schuld, nicht wahr?
Ich empfehle dir dringend die Fabel vom "Fuchs und die Trauben" zu studieren. Wie heisst es doch gleich? Die Trauben sind so sauer? Bitte, bitte bleib Single. Ach ja, "Der Fischer und seine Frau" könnte für dich auch interessant sein :-)
mfg
Farkas

Von farkas am .

@Irène
"Mir sind jedenfalls die meisten zu schwach"
Dass ist doch gut. Das ist doch mal eine eindeutige Aussage! Du sagst damit klar, du brauchst im Grunde die Männer ja gar nicht. Dann lass sie doch bitte konsequenter Weise auch in Ruhe und werte sie nicht global ab.
mfg
Farkas

Von Ingrid Bös am .

Hallo,
wer gibt denn schon zu beziehungsunfähig oder beziehungsgestört zu sein.
Bei mir war mein Vater emotional nie da. Ich meine immer wenn ich ihn gebraucht hätte, hatte er gerade keine Zeit. Und immer wenn er mich gebraucht hat, war ich für ihn da.
Er hat es bis heute nicht fertig gebraucht darüber mit mir zu reden. Er weiß auch nicht worüber ich rede, wenn ich mit ihm reden will. Eigentlich interessiert ihn das auch nicht.
Ich habe immer nach der Freiheit gesucht. Und habe sie gefunden, mehr

Von Angela am .

Hallo Irene, wenn Du meinen Beitrag weiter unten liest, siehst Du, daß ich seit 17 Jahren alleine lebe. Die Beziehung zu Gott, von der ich heute rede, war nicht immer so, wie sie heute ist, sondern sie ist erst vor ca. 7 Jahren entstanden, als ich schon der festen Überzeugung war, daß nichts mehr kommt und der Rest meines Lebens nur noch aus "sich damit abfinden" besteht. Ich war überzeugt, daß Gott mich gar nicht wahrnimmt oder vielleicht vergessen hat. Kurioserweise kam dann aber genau alles mehr

Von Irène am .

Allerherzlichsten Dank für diesen Bericht. Ich bin schon seit über einem Jahrzehnt Single und leide darunter wie ein eingesperrtes Raubtier. Nach und nach haben sich bei mir Blockaden eingestellt, die ich vorher nicht kannte. Erst durch das Alleinsein habe ich diese „seltsame Scheu vor Menschen“ überhaupt entwickelt und mache mir dadurch das Leben selber schwer. Dabei habe ich das Gefühl, sehr wohl beziehungsfähig zu sein, aber der passende Mann findet sich dazu nicht. Kann es sein, dass die mehr

Von Jutta am .

Ich kann mit den ganzen Ausführungen nichts anfangen, jeder Mensch ist anders, hat andere Bedürfnisse, niemand lässt sich in ein Schema pressen. Einer braucht einen Partner, der immer da ist, ein anderer lebt die Beziehung auf Distanz. Sehen Sie sich die Scheidungsrate an, wenn das alles so leicht wäre, gäbe es nur glückliche Paare!

Von Stolz am .

Wow, was für eine klare Aussage und Bekenntnis zur Liebe und zur Beziehung. Endlich einmal ein eindeutiges "STOP" zu der Mainstreamauffassung "Ich kann auch ohne Beziehung glücklich sein!"
Danke dafür!

Von Angela am .

Liebe Katja,
ich kann Ihren Aussagen nur begrenzt zustimmen. Ich lebe seit 17 Jahren alleine und habe einiges an Tiefschlägen in puncto "Lebenspartnerschaft" erlebt, was mich- wie sie richtig sagen- davon abgehalten hat, eine weitere nahe Beziehung zu riskieren. Die naheste Beziehung, die ich heute lebe, ist die zu Gott selbst. Seitdem Er für mich real und erfahrbar geworden ist, bin ich nicht nur sehr oft, sondern auch sehr gern alleine (mit Ihm) Gott sei Dank waren es nicht die leidlichen mehr


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