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Bibellese-Material für Ihren Hauskreis: Markus 14,26-31

Steigen Sie mit den Bibellese-Hilfen des Bibellesebundes gemeinsam im Hauskreis tiefer in die Bibellese ein - Hier finden Sie die Materialien für die Bibellese zu Markus 14,26-31

Erklärung zu Markus 14,26-31- ab 13. März

Erklärungen

26: 'Lobgesang'. Im Rahmen des Passamahls, das Jesus mit seinen Jüngern feierte, wurden die Psalmen 113–118 gesungen bzw. auch gebetet. Das war ein fester liturgischer Bestandteil der Feier. Diese Psalmen tragen den Namen „Hallel“ (Lobpreis).

Der 'Ölberg' liegt unmittelbar östlich von Jerusalem.

27: In der griechischen Sprache steht für 'Ärgernis' das Wort, das uns als „Skandal“ bekannt ist. Gute Nachricht Bibel: „Ihr werdet alle an mir irrewerden.“ Einheitsübersetzung: „Ihr werdet alle (an mir) Anstoß nehmen.“

Das Zitat aus Sacharja 13,7: Jesus verstand sich als 'der' Hirte, der die Menschen zu Gott bringen kann. Darum verwendet er das Bild vom Hirten (s. Joh 10,14-15 und 27-28). Das Zitat weist darauf hin, in welche Schwierigkeiten die Jünger kommen werden, weil der Weg Jesu so ganz anders verlaufen wird, als sie sich das vorstellten.

29: Papias (Bischof von Kleinasien um 130 n. Chr.) überliefert, dass der Verfasser des Evangeliums, Markus, ein Begleiter von Petrus war und alles aufschrieb, was der ihm erzählte. Dass Petrus Markus auch solche „großspurigen“ Worte erzählt hat, spricht sehr für Petrus, seine Ehrlichkeit und Demut!

30: Diese Voraussage Jesu erfüllte sich wenig später (72).

Fragen

Beobachten

* Was mögen die Jünger für Gefühle haben, als Jesus nach der Passafeier von seinem zukünftigen schweren Weg spricht?
* Welches Bild gebraucht Jesus, um die bevorstehende Situation zu beschreiben – und von wem übernimmt er es?
* Was versprachen alle (!) Jünger ihrem Herrn?
* Was sagt Jesus Petrus voraus?
* Welche Informationen aus den Evangelien über Petrus fallen Ihnen ein?

Verstehen

* Warum spricht Jesus mit seinen Jüngern nach der Feier über seine unmittelbar bevorstehende Zukunft?
* Wie mögen die Jünger Jesu Worte wohl verstehen?
* Warum berichtet Markus nach der erhebenden Passafeier diese ernüchternde Begebenheit?
* Wer ist der „Hirte“, wer sind die „Schafe“ aus dem Zitat von Sacharja (27)?
* Warum enthalten die Evangelien so manche Negativ-Informationen über Petrus?
* Was meinte Sacharja damit, dass der „Hirte geschlagen“ wird?
Tipp: Vers 28.
* Was will Markus mit dem Hinweis sagen, dass die übrigen Jünger ebenso wie Petrus reagieren (31)?
* Wie sind Petrus’ Worte einzuordnen? Verbirgt sich dahinter Selbstüberschätzung, Liebe zu Jesus, Angeberei oder noch etwas ganz anderes?
* Welche Bedeutung hat 1. Korinther 10,12 in diesem Zusammenhang?
* Was sagt Vers 27 über die Zuverlässigkeit biblischer Prophetie aus?

Anwenden
* Wie sind Sie persönlich mit Glaubensherausforderungen in der Vergangenheit umgegangen? Berichten Sie nach Möglichkeit von konkreten Beispielen.
* Was haben Sie aus diesen Erfahrungen für gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen gelernt?
* In welchen Situationen haben Sie es schon erlebt, dass großartige Glaubens- und Treuebekenntisse zu Jesus angesichts einer schwierigen Situation zerschellten?
* Was ist von dem Satz zu halten: „Viele große Worte in Sachen Glauben und Treue sind ungedeckte Schecks!“?
* Was ist mit ungedeckten Schecks gemeint?
* Welche Hilfen gibt es für uns, vor allzu schnellen Treueversprechen bewahrt zu bleiben? Ist es das Gebet um Demut? Oder das ständige Lernen aus der Schrift, dass die Sache mit Jesus immer auch etwas mit dem Kreuz zu tun hat? Oder was sonst?
* Welche Konsequenzen haben Sie aus der Erfahrung gezogen, dass Sie oder andere schon manches Mal große Glaubensworte ausgesprochen haben, denen dann keine entsprechenden Taten folgten?
* „Von weitem wirkt jede Gefahr klein.“ Was meint der Satz im Zusammenhang mit dieser Geschichte?

Anregungen
* Jesaja 53,4-6 und Philipper 2,5-11 lesen. Ziel: Daraus lernen, dass Jesu Weg zur Auferstehung notwendig mit der Station des Kreuzes und des Todes verbunden war.

* In einem zweiten Schritt diese Erkenntnis auf die eigene Nachfolge beziehen und sich klarmachen, dass Wege durchs tiefe Tal zu einem Christenleben dazugehören.

* Einen vorbereiteten Zettel mit der Aussage von 1. Korinther 10,12 verteilen, verbunden mit der „Hausaufgabe“, den Vers auswendig und inwendig zu lernen (zu verinnerlichen).

* In einer Gebetsgemeinschaft dafür danken, dass Jesus uns immer wieder die Möglichkeit gibt, neu anzufangen, wenn unsere Treuebekenntnisse zu ihm nicht mit unserem wirklichen Verhalten übereinstimmen.
Gleichzeitig darum bitten zu erkennen, wie stark wir wirklich sind, damit wir daraus die richtigen Konsequenzen einüben können.




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