Bibellese-Material für Ihren Hauskreis: Markus 16,9-20

Steigen Sie mit den Bibellese-Hilfen des Bibellesebundes gemeinsam im Hauskreis tiefer in die Bibellese ein - Hier finden Sie die Materialien für die Bibellese zu Markus 16,9-20

Erklärung zu Markus 16,16,9-20- ab 24. März

Erklärungen

9-20: In den ältesten Abschriften hört das Evangelium nach Markus mit Vers 8 auf mit den Worten: „und sie fürchteten sich“. Solch ein Ende ist unwahrscheinlich. Manche Ausleger vermuten, dass die letzte Spalte der ursprünglichen Schriftrolle beschädigt war. Abschreiber versuchten deshalb, das Evangelium mit einem Zusatz sinnvoll abzuschließen. Die alte Kirche hat das gewusst und anerkannt, denn der Inhalt unseres Abschnitts bestätigt in Aussage und Stil die ganze biblische Botschaft: Jesus Christus ist auferstanden und zum Himmel gefahren. Seine gute Nachricht geht in alle Welt.

16: 'Selig' heißt: Er hat sich helfen, retten lassen. – Verdammt: Er hat sich nicht retten lassen und ist deshalb verloren gegangen.

17-18: Diese Aufzählung gehört zum sogenannten Sondergut des Markusevangeliums.

17.20: Jesu Gegner fordern Wunder als Beweise, um sachlich kühl entscheiden zu können, ob er wohl glaubwürdig ist. Christus versteht seine übernatürlichen Taten als 'Zeichen', die auf ihn deuten – wie Straßenschilder, die auf eine Sehenswürdigkeit hinweisen, aber nicht selbst sehenswürdig sind.

19: Der Platz 'zur Rechten Gottes' meint den Ehrenplatz an Gottes Seite für den auferstandenen und zum Himmel gefahrenen Herrn (Mk 14,62; Apg 7,55). Noch heute gilt diese Geste der Ehrerbietung als guter Ton: Der Höhergestellte, die Dame, der Gast ... steht rechts.

Fragen

Beobachten

* Wann spielen die erwähnten Ereignisse? Alle an einem Tag? Vergleichen Sie die Zeitangaben mit dem ersten Vers des Kapitels.
* Jesus erscheint Maria aus Magdala zuerst. Wie erlebt sie es (vgl. Joh 20,11-18)?
Vorschlag: Erstellen Sie mit Hilfe aller Evangelien eine Liste, wer dem auferstandenen Jesus begegnete. Weitere Details finden Sie in 1. Korinther 15,5-8.
* Was lesen Sie über Stimmung und Gefühlslage der Jünger? (Warum ist die wohl so?)
* Was tut Jesus, um seine Auferstehung bekannt zu machen? Welche Tätigkeitswörter betonen das mehrfach in den Versen 9-14? Welche Schlüsse ziehen Sie daraus?
* Wie reagieren die ersten Menschen, die von Christi Auferstehung erfahren?
* Vergleichen Sie den Missionsauftrag mit Parallelstellen am Schluss der Evangelien und zu Beginn der Apostelgeschichte. Was fällt Ihnen auf?
* Wem werden besondere Vollmachten zugesprochen? Den Jüngern und späteren Aposteln allein?

Verstehen
* Wie wird der Tag bezeichnet, den Vers 9 beschreibt? Welcher Wochentag ist damit gemeint und welchen Inhalt hat er?
* Wie erklären Sie sich, dass die Reihenfolge derer, die von der Auferstehung hören, in den einzelnen Evangelien verschieden ist?
* Ein Wort wird in unserem Text siebenmal verwandt (Luther-Übersetzung). Welches ist es – und wie erklären Sie sich den häufigen Gebrauch?
* Vergleichen Sie Vers 11 mit Römer 10,17: „Der Glaube kommt aus dem, was man hört“ – so die wörtliche Bedeutung. Warum geschieht Glaube nicht automatisch? Ergänzen Sie den Halbsatz: Sie glaubten nicht, obwohl ...
* Wie geschieht Rettung und Hilfe? Welchen Stellenwert, welche Bedeutung hat in Vers 16 die Taufe? Was geschieht mit denen, die Jesus vertrauen, aber nicht getauft sind? Oder die getauft sind, aber Jesus nicht glauben?
* Wann und wie erfüllt sich die „Sammelbeschreibung“ besonderer Zeichen? Lesen Sie die Paralleltexte.
* An welche ähnliche Situation erinnern Sie die Verse 17-18? Tipp: Schon einmal sandte Jesus seine Jünger in den missionarischen Einsatz (Mt 10,1) ...
* Welchen Sinn haben die #mitfolgenden Zeichen#? Wird Gottes Wort nur durch sichtbare Taten glaubhaft? Wem sollen „Wort und Tat“ helfen?

Anwenden

* Viele Thriller (z. B. Vandenbergs „Sixtinische Verschwörung“, Maiers „Das Markuskomplott“) beschreiben, dass historische Funde den Schluss nahelegen, die Auferstehung habe nie stattgefunden. Was wäre, wenn ...? Welche Folgen hätte das für die Kirche?
Tipp: 1. Korinther 15.
* Stellen Sie sich vor, Jesus wäre endgültig tot und sein Grab nur als Denkmal zu besichtigen. Was würde Ihnen fehlen?
* Was bedeutet Ihnen die Osterbotschaft? Schreiben Sie auf, warum Sie Jesus dankbar sind, dass er lebt, spricht, wirkt, wiederkommt.
* Wem gilt der Missionsauftrag? Nur den späteren Aposteln? Besonders auserwählten Predigern des Evangeliums? Sind alle Christen berufen? Wie erfüllen Sie „den letzten Willen“ Christi?
* Ist Christi Auftrag eine Erfolgsgarantie? Oder müssen wir damit rechnen, dass uns viele nicht glauben wollen? Wie können wir die gute Nachricht, dass Jesus lebt, trotzdem allen Menschen bezeugen?
* Wie oder wann haben Sie erfahren, dass Christus sein Wort mit seiner Tat bestätigt? Wie gehen Sie damit um, wenn Sie Wunder erleben?

Anregungen

Erfüllen Sie heute den Missionsauftrag: Stehen Sie auf und gehen Sie aus dem Haus in den Ort, in dem Sie wohnen. Erzählen Sie Menschen, die Sie treffen, von Ostern. Jesus Christus verspricht Ihnen seine Kraft und die richtigen Worte. Er gibt Ihnen vielleicht auch Gelegenheiten, seine Liebe in Taten zu beweisen, mit Fürbitte und Mitleid.

Zusatzmaterial

'Anspiel'

'Wer hat hier die besseren Karten?'

Reporter: Meine Damen und Herren, ein Mann namens Jesus bringt Jerusalem durcheinander. Seine Gegner werfen dessen Anhängern vor, sie hätten die Leiche gestohlen und behaupteten jetzt, ihr gekreuzigter Meister sei vom Tod auferstanden. Dieser Sache will ich auf den Grund gehen ... –
Ich spreche jetzt mit einem Offizier, der das versiegelte Grab bewachte. Herr Hauptmann, Sie standen Wache.

Hauptmann: Jawohl!

Reporter: Und was haben Sie gesehen?

Hauptmann: Ich, äh, ich ... es tut mir leid, ich war zu müde, um etwas zu sehen. Verstehen Sie, schon in der Nacht vorher war ich auf den Beinen, um den König der Juden festzunehmen. Dann der stundenlange Prozess, die drei Kreuzigungen, anschließend ... (seufzt). Die zweite Nachtwache war einfach zu viel für mich.

Reporter: Heißt das, Sie haben den Überfall verschlafen?

Hauptmann: (atmet tief und wiegt den Kopf) Tut mir leid!

Reporter: Meine Damen und Herren, es würde mich sehr wundern, wenn hier keine disziplinarischen Maßnahmen folgten! – Neben mir steht ein Herr, der oft in der Nähe von Jesus gesehen wurde. Thomas, was wissen Sie darüber?

Thomas: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!

Reporter: Wie meinen Sie das?

Thomas: Erst konnte ich es nicht glauben, als mir meine Freunde von seiner Auferstehung erzählten. Doch dann sah ich ihn. Jesus lebt! Er kam durch die verschlossene Wand. Plötzlich stand er vor mir. Er zeigte mir seine Verletzungen. Jetzt weiß ich hundertprozentig, dass Jesus lebt.

Reporter: Und Sie sind sicher, dass Sie sich nicht etwas einbilden?

Thomas: Fragen Sie doch einen anderen, der dabei war!

Reporter: Sie waren auch dabei, als Jesus durch die Wand kam?

Christ: Nein, nicht an dem Abend, von dem Thomas erzählt. Meine Begegnung mit Jesus war später. Wir waren gerade im Gottesdienst. 500 Männer saßen zusammen, keine Ahnung, wie viele Frauen. Plötzlich kam Jesus und predigte zu uns. War das eine Erfahrung! Wir haben den Auferstandenen leibhaftig gesehen.

Reporter: (Pause) Fünfhundert, vielleicht tausend Menschen auf einmal. Sagen Sie, leben diese Damen und Herren noch?

Christ: Die meisten ja. Soll ich Ihnen ein paar Namen nennen?

Priester: (ärgerlich, aggressiv) Ich finde es unerhört, dass Sie diesen Verbrechern Glauben schenken! Von welchem Sender sind Sie überhaupt? Merken Sie nicht, dass Sie einem Komplott erliegen? Die Leute entwenden eine Leiche und sagen, der Tote lebt. Wo gibt’s denn so was? Haben Sie schon mal gehört, dass eine Leiche spazieren geht?

Reporter: (zeigt mit dem Finger auf ihn) Haben Sie einen Zeugen für Ihre Überfall-Story? Ihre Zeugen schliefen doch! Aber hier sind 500 Personen, die Jesus lebendig gesehen haben wollen. Hochwürden, sagen Sie selbst: Wer hat hier die besseren Karten?

Jörg Enners

'Link'
Eine ausführliche und bibeltreue Internetseite zum Thema „Historizität der Auferstehung Jesu Christi“:
www.mc-rall.de/histaufj.htm

'Zitate zum Thema Auferstehung'

Die Auferstehung Christi macht offenbar, dass wir Zukunft haben. Leiden und Tod verlieren dadurch nichts von ihrer Bitterkeit, aber sie erscheinen in einem neuen Licht.
Dietrich Bonhoeffer

Jesu Auferstehung bedeutet, dass einer gekommen ist, der aus dem Finale des Todes ein Zwischenstadium gemacht hat.
Paul Deitenbeck

Der Tod ist die uns zugewandte Seite jenes Ganzen, dessen andere Seite Auferstehung heisst.
Romano Guardini

Die Auferstehung ist für alle aufrichtigen Sucher die anschauliche Verkündigung, dass es risikolos ist zu glauben.
Max Lucado

Durch die Auferstehung ändert sich alles. Der Tod ändert sich. Er war immer das Ende; jetzt ist er der Anfang.
Max Lucado

Die Kreuzigung und Auferstehung Jesu sind die wichtigsten Ereignisse der Weltgeschichte und die wichtigsten Ereignisse für das persönliche Leben.
Ulrich Parzany

Der Glaube an die Auferstehung ist der wahre Schlussstein im Bogen des christlichen Glaubens; nimmt man ihn weg, bricht alles andere zusammen.
H. P. Liddon



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