Bibellese-Material für Ihren Hauskreis: Markus 13,1-13

Steigen Sie mit den Bibellese-Hilfen des Bibellesebundes gemeinsam im Hauskreis tiefer in die Bibellese ein - Hier finden Sie die Materialien für die Bibellese zu Markus 13,1-13

Erklärung zu Markus 13,1-13 - ab 21. Februar

Erklärungen

1-2: Der Jünger kommt geradezu ins Staunen. Der Tempel war ein mächtiges, überaus prächtiges Bauwerk, großartig anzusehen. Es gehörte zu den Wundern der Antike. Doch Jesus macht deutlich: So wird es nicht bleiben! Es ist das letzte Mal, dass Jesus mit seinen Jüngern im Tempel war. Etwa 40 Jahre später, als die Römer Jerusalem zerstörten, ging das kolossale Bauwerk in Flammen auf.

3-13: Bei dem Gespräch geht es nicht nur um die Zerstörung des Tempels, sondern auch über das Ende der Welt überhaupt.

7-8: Die Kriege sind nicht Hinweis des messianischen Kommens, sondern Hinweis auf die Gottlosigkeit der Welt. Das Böse einer Welt und die verfehlte Politik der Menschen führen immer wieder zu kriegerischen Aktionen. Dabei geht es nicht um einen bestimmten Krieg, sondern um den Krieg überhaupt.

Doch das, was das Ende zu sein scheint, ist nur ein Anfang. Es ist nicht der Neubeginn des Gottesreiches. Diese Zeichen sind vielmehr Begleiterscheinungen in dieser Welt. Sie gehören zu einer gefallenen Welt, die Jesus ablehnt. Das heißt eben gerade nicht, dass Christen sich über diese Dinge freuen sollen, sind sie doch dazu aufgerufen, Friedensstifter zu sein (Mt 5,9).

9: Ab hier spricht Jesus über den Dienst der Jünger. Er gibt seinen ihnen am Ende seines Dienstes eine ernste Mahnung mit auf den Weg (5.9). Auch sie stehen in Gefahr, in den Strudel der Zeit mitgerissen zu werden, sei es durch falsche Heilsversprechen, sei es durch Verfolgung. Doch gerade da, wo es zu Ende zu gehen scheint, kommt es zum Eigentlichen: Die Anklagebank wird zur Zeugenbank! Der Angeklagte wird zum Zeuge der Gegenwart Jesu – nicht aus sich heraus, sondern durch den Heiligen Geist (11). Sicher wird die Strafe folgen.
Das Märtyrertum gehörte immer schon zur Kirche Jesu, und das vergangene Jahrhundert war das bisher Märtyrerreichste der Kirchengeschichte. Doch hat dies nie den Lauf des Evangeliums aufgehalten, es hat sich in all den Schwierigkeiten ausgebreitet, die Menschen erreicht und verändert. Der Kirchenvater Tertullian prägte den Satz: „Das Blut der Märtyrer ist der Samen der Kirche."

10: Die Krise erreicht jeden Winkel dieser Welt, aber auch das Evangelium. Jesus macht in mehrfacher Weise deutlich, dass Gott der Urheber dieser Ausbreitung ist. Das Passiv ist eine typische Form in der Bibel, Gott zu umschreiben.

11-13: Weiter wird deutlich, dass der Heilige Geist es ist, der sich durch den Menschen bezeugt. Doch gerade Mission ist die Zerreißprobe schlechthin. Mission zerreißt das, was eigentlich die innigsten Bande sein sollten: die Familienbande. So gehören Krise und Mission zu einer Welt, die am Ende ist. Doch auch zu einer Welt, die Gott nicht aufgegeben hat.

Fragen

Beobachten
* Wie redet Jesus an anderen Stellen über den Tempel?
Tipp: Schauen Sie in die vorhergehenden Kapitel des Markusevangeliums und in eine Konkordanz.
* Welche Ereignisse nennt Jesus, die sich auf das Ende beziehen?
* Welche Warnungen spricht Jesus an seine Jünger aus?
* Wie beschreibt Jesus diese Zeit für die Jünger?
* Wodurch werden viele verführt werden?
* Welche Rolle spielt der Heilige Geist, wenn die Nachfolger Jesu in Bedrängnis sind?
* Was soll ein Jünger in dieser Endzeit tun?

Verstehen
* Was bedeutet „Endzeit“ bzw. „letzte Zeit“ nach der Bibel?
Tipp: 1. Johannes 2,18-28; Hebräer 1,2; Offenbarung 19–21.
* Kriege und Erdbeben hat es schon immer gegeben. Wieso können sie dann als Zeichen für die Endzeit angeführt werden?
* Können auch Nachfolger Jesu verführt werden? Warum bzw. warum nicht?
Tipp: Matthäus 24,10.24.

Anwenden

* Was denken Sie über die Endzeit? Ist das ein motivierendes Thema oder eher Angst machend? Warum?
* Wie sieht Verführung zum Abfall von Jesus heute konkret aus?
* Was macht es uns schwer, zu „beharren“ (13)? Was hilft dabei?
* Wie können sich die Gemeinde Jesu und der einzelne Christ in der Endzeit vor Verführung schützen?
* Was sollen Christen angesichts der Endzeit tun?
* Was ist Ihre Aufgabe als Gemeinde und speziell die Aufgabe Ihres Kreises angesichts der Endzeit?
* Wer von Ihnen hat familiäre Probleme, weil er sich konsequent zu Jesus hält?

Anregungen:

* In Bibellexika findet man oft Zeichnungen, wie der Tempel ausgesehen haben könnte. Versuchen Sie eine zu bekommen. Im Internet findet man auch eine Beschreibung unter http://www.prof-bruno-piglhein.de/htempel.html.

* Sprechen Sie darüber, wie der Dienst der Gemeinde und der einzelnen Christen in dieser Welt aussehen soll. In welchen der folgenden Bereichen ist was notwendig:
• Evangelisation
• Mission
• Diakonie
• Politik
• Umweltschutz
Wo können Sie sich persönlich und als Gruppe einsetzen?

* Es ist auch eine Möglichkeit, sich einmal an dieser Stelle mit der weltweiten Christenverfolgung auseinanderzusetzen. Jedes Jahr bringt die evangelische Nachrichtenagentur 'idea' ein Buch mit dem Titel 'Märtyrer' über die Situation der Verfolgung in verschiedenen Ländern heraus (siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Christenverfolgung'Gegenwart).


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