"Bis gleich..."

Bill ist nur 48 Jahre alt geworden. Sonntag morgens im August 2005 war er mit seiner Familie im Urlaub in Florida. Er ging früh zum Strand, um ungestört in seiner Bibel zu lesen – seine tägliche Andachtszeit. Bills jüngere Ehefrau, Michelle, und deren kleinen Tochter schliefen vielleicht noch. Auf dem Rückweg zum Hotelzimmer stieg er in den Fahrstuhl ein, aber er stieg nie wieder aus.

Bill ist nur 48 Jahre alt geworden. Sonntag morgens im August 2005 war er mit seiner Familie im Urlaub in Florida. Er ging früh zum Strand, um ungestört in seiner Bibel zu lesen – seine tägliche Andachtszeit. Bills jüngere Ehefrau, Michelle, und deren kleinen Tochter schliefen vielleicht noch. Auf dem Rückweg zum Hotelzimmer stieg er in den Fahrstuhl ein, aber er stieg nie wieder aus.

Bill war sehr beliebt, ein vorbildlicher Ehemann, Vater, Schwiegersohn und ein guter Lehrer. Sein plötzlicher Tod hat sich in der Gemeinde rumgesprochen wie ein Buschfeuer. Vier Tage später gab es einen Gedenkgottesdienst. Obwohl die Trauerfeier nicht in der Zeitung bekannt gemacht wurde, gab es in der Kirche nur noch Stehplätze. Über Tausend Leute nahmen am Gottesdienst teil. Nicht unbedingt um Abschied zu nehmen, sondern eher um den Hinterbliebenen Unterstützung zu zeigen.

Christen glauben, dass man nicht wirklich Abschied nimmt von einem verstorbenen Mitchristen. Man sagt eigentlich eher: „Bis gleich!“ Bill ist jetzt außerhalb von Raum und Zeit, in der Ewigkeit. Dort gibt es keine Zeit mehr.

Michelle, seine Frau, weiß, dass sie den Rest ihres Lebens ohne Bill leben muss. Die Tochter begann ihren Vater gerade bewusst zu erleben. Sie und andere Verwandte von Bill, genauso wie seine Freunde, Kollegen und Schüler waren fassungslos. Warum muss jemand wie Bill so früh sterben? Er wurde doch noch gebraucht. Seine Tochter, seine Frau, seine Schüler, die Gemeinde...

Auf dieser Welt sind wir natürlichen Gesetzen unterlegen. Leute werden krank, einige kommen mit lebensbedrohlichen organischen Fehlern zur Welt, es geschehen Unfälle. Keiner von uns weiß, warum Gott dies geschehen lässt, anderes aber verhindert. Aber nichts passiert, ohne dass er es weiß.

Wer Jesus kennen lernt, wird feststellen, dass dieser Mann vom Kreuz etwas Gutes mit uns vor hat. Die Bibel sagt, dass er einen „Plan für unser Leben“ hat. Das Ziel ist, bei ihm anzukommen, zuerst hier, später dann – ohne unseren sterblichen Körper – bei ihm in der Ewigkeit, wie Bill. Auch wenn wir das Ende nicht sehen, können wir doch Erfahrungen mit Jesus machen, die uns gewiss machen, dass wir wirklich nach dem Tod bei ihm sein werden.

Unser Leben ist wie eine Parade: Jeder Zuschauer kann nur das sehen, was gerade bei ihm passiert. Weder den Anfang der Parade sieht man – aber man erinnert sich, noch das Ende der Parade kann man sehen – aber das kommt ganz sicher. Aus einem Hubschrauber kann man – durch den anderen Blickwinkel – die gesamte Parade sehen. So verhält es sich auch mit Gottes Plan für uns:

Könnten wir Gottes Plan von Anfang bis Ende sehen, verstünden wir vielleicht. Aber wir können ihm vertrauen, obwohl uns oft nicht klar ist, wohin der Weg hinführt. Die Erfahrung eines Mannes, der sich auf Jesus verlassen hatte, können wir in der Bibel lesen. Paulus sagt (im Römerbrief, Kapitel 8, Absatz 28), „dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen“ werden. Eine Aussage eines Mannes, der viele Erfahrungen mit diesem Gott gemacht hat.

Genau wie Bill. Auch er hatte sich auf Gott verlassen und darf nun sehen, was er geglaubt hat. Erst zwei Wochen nach dem Unfall, wegen einer Autopsie, wurde Bills Leichnam zur Beisetzung freigegeben. Michelle und der Rest der Familie haben Abschied von Bill genommen. Sein Tod war niederschmetternd für Michelle. Alle Trostworte der Welt werden den Schmerz nicht lindern können. Aber Michelle fand Trost in der Gemeinschaft von Christen, die mit ihr gebetet haben. So ist das bis heute. Bill fehlt ihr sehr – uns allen – aber sie weiß, wo er ist: Er ist bei Gott. Und dort wird sie ihn „bald“ wiedersehen.

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