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Das Böse muss Gott gehorchen

Eine Gemeinde-Mitarbeiterin kam einmal auf eine interessante Idee: Sie nannte Begriffe wie »Krankenwagen«, »Tod«, »Verletzung« und ähnliches. Die Anwesenden sollten mit diesen Worten eine Geschichte erzählen, ohne etwas Negatives zu sagen.
Interessant zu beobachten war, dass alle die Begriffe nur verneinen oder abwerten konnten: „Der Krankenwagen fuhr vorbei.“ „Der Tod begegnete uns nicht.“ „Es verletzte sich niemand.“

Eine Gemeinde-Mitarbeiterin kam einmal auf eine interessante Idee: Sie nannte Begriffe wie »Krankenwagen«, »Tod«, »Verletzung« und ähnliches. Die Anwesenden sollten mit diesen Worten eine Geschichte erzählen, ohne etwas Negatives zu sagen.
Interessant zu beobachten war, dass alle die Begriffe nur verneinen oder abwerten konnten: „Der Krankenwagen fuhr vorbei.“ „Der Tod begegnete uns nicht.“ „Es verletzte sich niemand.“

Das ist für uns Menschen typisch. Wir schaffen es nicht, aus etwas Bösem etwas Gutes zu machen. Der Tod ist wirklich schlimm, er ist endgültig und für uns unwiderruflich. Einen Krankenwagen sehen wir am liebsten vorbeifahren und natürlich sind wir hochzufrieden, wenn sich zum Beispiel beim Skifahren niemand verletzt. 

Gottes Möglichkeiten

Bei Gott ist das anders. Das heißt nicht, dass schlimme Dinge bei ihm nicht wirklich schlimm sind. Aber er hat eine Spezialität: Er kann Böses zulassen, um daraus etwas Gutes zu machen. Das Böse muss ihm gehorchen.
Das krasseste Beispiel dafür ist Jesus Christus, als er sich am Kreuz langsam über Stunden zu Tode quälte. In Jesus Christus wurde Gott zum Menschen. Er hat vorgelebt, wie ein Mensch leben soll. Auch Viele, die nicht an ihn glauben, sind von seinem Wesen begeistert. Er war eine faszinierende Persönlichkeit.

Doch die religiöse Elite Israels hatte nichts Besseres zu tun, als ihn schnell loszuwerden. Während seiner gesamten aktiven Zeit versuchten sie, ihm Steine in den Weg zu legen, ihn zu unbedachten Äußerungen zu verleiten, ihn einzufangen. Und schließlich scheint es ihnen zu gelingen. Sie klagen ihn vor dem römischen Statthalter an, ein gefährlicher Aufrührer zu sein und bringen Pontius Pilatus durch Drohungen dazu, ihnen zu folgen. Er verhängt die schlimmste Strafe, die sich ein Mensch der Antike vorstellen konnte: Das Kreuz.

Das Kreuz war entsetzlich, obszön, es wurde nicht erwähnt. Nur niedrige – um nicht zu sagen asoziale – Kreise benutzten das Wort – als Schimpfwort. Ein Gekreuzigter wurde nicht einfach hingerichtet, er wurde zerstört. Viele Gekreuzigte wurden wahnsinnig vor Schmerzen, ehe sie endlich starben. Ihre Freunde sollten sich nur mit Ekel und Furcht an sie erinnern.

Als Jesus endlich tot ist, triumphieren seine Gegner. Sie lassen sogar Wachen vor seinem Grab aufstellen. Schließlich hatte er vor seinem Tod gesagt, er würde nach drei Tagen vom Tod auferstehen. Das wollen sie auf jeden Fall verhindern. Für sie heißt das, dass seine Jünger die Leiche stehlen könnten und damit einen großen Schwindel in die Welt setzen. Doch damit liefern sie ungewollt Argumente dafür, dass Jesus wirklich vom Tod auferstanden ist. Denn stehlen konnte ihn so niemand.

Das ließ Gott sich nicht nehmen. Er wollte seinen Sohn Jesus wirklich vom Tod auferwecken, und er hat es getan. Die Jünger waren völlig baff. Vor ihnen stand auf einmal Jesus! Nicht irgendwie aus tiefer Bewusstlosigkeit erwacht und deshalb mehr tot als lebendig, sondern gesund und munter. Er war auch kein Geist, keine Erscheinung. Sie konnten ihn anfassen und er aß vor ihren Augen.

Gott hatte tatsächlich dieses schreckliche Ereignis zum größten und besten Geschehen der Menschheitsgeschichte gemacht: Er hat den Tod bezwungen! 

Strafe muss sein - sonst wäre Gott nicht gerecht

Gott ist heilig und gerecht. Er muss die Menschen für das verurteilen, was sie gegen ihn tun. Und da gibt es bei jedem von uns genug. Wir lügen und betrügen, wir sind lieblos zu unserem Ehepartner. Schauen Sie sich die Welt an, da wird geraubt und gemordet, da werden Kriege geführt, Frauen und Kinder misshandelt. Selbst, wenn ich nie mit dem Gesetz in Konflikt komme, reicht mein Sündenregister aus, dass Gott mich für immer verdammen müsste. Und diese Verdammnis nennt die Bibel „den zweiten Tod“.

Aber weil er das nicht will, wurde Jesus Mensch. Er erfüllte alle Forderungen Gottes an den Menschen. Als Jesus starb, galt sein Tod als Sühne für alle Menschen. Die Forderung, dass jeder sterben muss, der gegen Gottes Gesetz verstößt, ist durch den Tod von Jesus erfüllt. Jeder, der sich Jesus anvertraut und so Vergebung erhält, ist frei.
Dann gilt: Der Angeklagte wird freigesprochen, Jesus hat mit seinem Tod für mich bezahlt. Und weil Jesus vom Tod auferstanden ist, weiß ich:
Der (zweite) Tod hat keine Macht mehr. Er kann mir nichts anhaben, Gott ist mächtiger. Wenn mein Körper stirbt, ist das nicht das Aus.

Einer der ersten Christen, der Apostel Paulus, konnte in seinem ersten Brief an die christliche Gemeinde in Korinth den Tod sogar verspotten. Er schrieb: „Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist deine Macht?“ 

Meine Chance

Und Gott macht das heute auch noch. Er hat es jedem versprochen, der ihm vertraut. In seinem Brief an die Christen Roms schrieb Paulus, dass jemandem, der Gott liebt, alle Dinge zum Besten dienen müssen.

Gott ist so allmächtig, dass ihn nichts überrascht, was mit mir geschieht. Er weiß es schon im voraus, ja, er bestimmt es im voraus. Jesus sagte einmal, Gott hat die Haare auf unserem Kopf gezählt.

Wenn Sie gerade leiden, dann ist ihr Leid real, es ist nicht »halb so wild«. Es ist wirklich schlimm, wenn zum Beispiel der Ehepartner wegläuft oder Sie Ihren Arbeitsplatz verloren haben. Es ist wirklich schrecklich, wenn bei Ihnen eine schwere Krankheit festgestellt wurde. Und das löst Gott auch nicht einfach auf. Auch bei Jesus löste sich das Kreuz nicht auf, Er musste wirklich sterben. Aber genau das hat Gott zum Besten für uns alle gemacht.

Und diese Zusage gilt auch Ihnen. Wenn Sie sich wirklich ganz Gott anvertrauen, ihm wirklich die ganze Herrschaft über Ihr Leben geben, dann muss Ihnen alles zum Besten dienen. Vielleicht auf eine Art und Weise, wie Sie es sich jetzt nicht vorstellen können. Aber Gott hat das versprochen, und er hält immer, was er verspricht.

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