...gelitten unter Pontius Pilatus

„...gelitten unter Pontius Pilatus“ - das Glaubensbekenntnis fasst in einem unscheinbaren Halbsatz zusammen, wie Gott allen Menschen aller Zeiten Versöhnung anbietet. Und er verankert Tod und Auferstehung von Jesus Christus nachprüfbar konkret in Zeit und Raum:

„...gelitten unter Pontius Pilatus“ - das Glaubensbekenntnis fasst in einem unscheinbaren Halbsatz zusammen, wie Gott allen Menschen aller Zeiten Versöhnung anbietet. Und er verankert Tod und Auferstehung von Jesus Christus nachprüfbar konkret in Zeit und Raum:

Im Gegensatz zu vielen esoterischen und gnostischen Lehren ist Erlösung bei Christus nicht in Mythen, Gedanken oder Selbstversenkung zu finden. Jesus ist keine mythische Erscheinung, sondern er litt an einem bestimmten Ort auf einem bestimmten Planeten zu einem bestimmten Zeitpunkt: Gott zum Anfassen.

Das ist ja überhaupt der Skandal am christlichen Glauben: Gott leidet unter Menschen. „Unter“ Pontius Pilatus beschreibt dabei die Datierung: Zur Amtszeit und unter der staatlichen Autorität des römischen Gouverneurs Pilatus. Aber es ist nicht nur die Behandlung durch Pontius Pilatus, an der Jesus litt:

  • Jesus leidet unter der Macht des Todes, Menschen Leid zuzufügen. Er weint, als er erlebt, wie die Familie von Lazarus durch seinen Tod von Trauer zerrissen ist - obwohl er weiß, dass er ihn auferwecken würde
  • Jesus leidet darunter, dass sich viele Menschen nicht von ihm erlösen lassen wollen: Er sieht vom Ölberg auf die Stadt Jerusalem und trauert um ihre Einwohner
  • Jesus leidet darunter, dass seine Jünger sich so oft unreif und kleingläubig verhalten - und dass sie ihn in Gethsemane im Stich lassen, als er ihre Unterstützung am Dringendsten gebraucht hätte
Jörg Dechert
(Jahrgang 1971) ist promovierter Physiker und arbeitet als Projektleiter bei der Christlichen InterNet-Arbeitsgemeinschaft, CINA. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Als Teamleiter ist Jörg für Nikodemus.Net personell und redaktionell verantwortlich.
Aber alle diese Dinge, unter denen Jesus litt, werden zusammengefasst und bei weitem in den Schatten gestellt durch die Gottesferne und -verachtung der gesamten Menschheit, die er am Kreuz trug - und an der er starb.

Dieses Grundproblem der Gottesferne des Menschen hat Jesus Christus mit seinem Tod und seiner Auferstehung in Raum und Zeit gelöst. Nur deshalb können Christen heute überhaupt sagen „Ich glaube...“ - weil Jesus Christus ihre Schuld auf sich genommen hat und daran gestorben ist: „...gelitten unter Pontius Pilatus“.

Dr. Jörg Dechert, Nikodemus.Net

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