Papst: Besucher des Weltjugendtages erhalten Ablass

Papst Benedikt XVI. will den Besuchern beim bevorstehenden Weltjugendtag in Köln einen "vollständigen Ablass" gewähren. Das Oberhaupt der katholischen Kirche komme damit Bitten von zahlreichen Priestern nach, heißt es in Medienberichten.

Papst Benedikt XVI. will den Besuchern beim bevorstehenden Weltjugendtag in Köln einen "vollständigen Ablass" gewähren. Das Oberhaupt der katholischen Kirche komme damit Bitten von zahlreichen Priestern nach, heißt es in Medienberichten.

Benedikt XVI. wird auf seiner ersten Auslandsreise auf bis zu einer Million hauptsächlich junger Menschen treffen, die vom 11. bis 21. August das Großereignis in Köln besuchen. Für die Berichterstattung über den Weltjugendtag sorgen mehr als 4.000 Journalisten aus aller Welt.

Wie der Vatikan am Montag mitteilte, soll der vollständige Ablass allen Besuchern des Treffens gewährt werden. Katholiken, die den Weltjugendtag nicht besuchen, wird ein Teilablass gewährt, wenn sie für die jungen Katholiken beten. Wie es in dem Dekret des Vatikans weiter heißt, seien für einen Ablass die "Abkehr von allen Sünden, die Beichte, der Kommunionsempfang und Gebete" notwendig.

Gegen Ablass: Martin Luthers "95 Thesen"

Ablass ist ein Begriff aus der katholischen Kirche. Bei einem Ablass sollen Strafen für begangene Sünden ganz oder teilweise erlassen werden. Vorausgesetzt sind gute Werke wie Pilgerfahrten, Almosen und Gebete.

Die Praktik des Ablasshandels in der katholischen Kirche war für Martin Luther der Anstoß zur Reformation. In seinen "95 Thesen", die Luther am 31. Oktober 1517 in Wittenberg veröffentlichte, prangerte der Reformator den Ablass an.

Erst im Jahr 2000 hatte Papst Johannes Paul II. ein "Ablassjahr" verkündet – das für die gesamte katholische Kirche galt.

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