"Hör auf zu meckern!"

Du alter Meckeronkel!“ sagt meine Frau manchmal zu mir. – Stimmt, leider. Negatives fällt mir schnell auf und ich sage: Das Wetter ist schlecht. Die Familie ist anstrengend. Der Chef nervt. Der Kollege macht Fehler.

Du alter Meckeronkel!“ sagt meine Frau manchmal zu mir. – Stimmt, leider. Negatives fällt mir schnell auf und ich sage: Das Wetter ist schlecht. Die Familie ist anstrengend. Der Chef nervt. Der Kollege macht Fehler. Gott ist nicht nett zu mir. – Kann ja alles sein. Ist aber nicht die ganze Wahrheit, oder?

Regen ist kein schlechtes Wetter und die Sonne scheint immer wieder. Was wäre ich ohne die Rückzugsmöglich-keit in meine verständnisvolle Familie… Der nervige Chef überweist mir doch das Gehalt. Der Kollege ist mir oft eine wichtige Hilfe. Und Gott? Ich verstehe ihn nicht immer. Das finde ich nicht nett. Aber wenn ich ihn brauche, ist er für mich da. – Für mich unzuverlässigen, alten Meckeronkel! Ist das zu verstehen? Höhen und Tiefen meines Lebens begleitet er und er hilft mir weiter. Der Psalmbeter hat recht mit seiner Erinnerung (Psalm 103,2): „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ Deshalb: Nicht meckern, sondern loben – versuchen Sie es mit mir?