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Afghanistan: Ehemalige Geisel Christina Meier trifft heute in Köln ein

Die 31-jährige deutsche Christin Christina Meier, die am 15. August in Kabul entführt worden war, ist auf dem Weg nach Deutschland. Wie die Bild-Zeitung berichtet, wird sie heute gegen 16 Uhr auf dem Militärflughafen Köln-Wahn mit einer Maschine der Bundeswehr landen.

Kabul/Termez/Korbach (lr). Die 31-jährige deutsche Christin Christina Meier, die am 15. August in Kabul entführt worden war, ist auf dem Weg nach Deutschland. Wie die Bild-Zeitung berichtet, wird sie heute gegen 16 Uhr auf dem Militärflughafen Köln-Wahn mit einer Maschine der Bundeswehr landen. Am 21. August war sie gemeinsam mit ihrem Mann mit einem Bundeswehrhubschrauber aus Kabul in ein Militärcamp nach Termez in Usbekistan ausgeflogen worden. Den Bildreportern sagt sie „Ich bin sehr erleichtert.“ Bislang wolle sie nicht mehr über ihre Entführung und Befreiung bekannt geben. „Ich bin sehr, sehr müde, möchte einfach ein paar Stunden schlafen. Das war alles etwas viel. Natürlich werde ich später erzählen, was mir passiert ist.“ 36 Stunden nach ihrer Entführung aus Kabul hatte die afghanische Polizei in einer Befreiungsaktion mit 300 Beamten unversehrt aus den Händen Entführer retten können.

Die Hilfsorganisation Ora International (Korbach), deren Büroleiterin in Kabul Christina Meier seit fast einem Jahr ist, setzt ihre Tätigkeit in Afghanistan bis mindestens Ende der Woche aus. Dies erklärte der für Afghanistan zuständige Direktor Joop Teeuwen. Ora ist nach eigenen Angaben in 30 Ländern aktiv. Die 300 Mitarbeiter sind Mediziner, Ingenieure und Entwicklungshelfer. In Pakistan ist die Organisation seit 1991 für afghanische Flüchtlinge aktiv, seit fünf Jahren hat Ora auch ein Büro in Kabul. In Afghanistan arbeiten für das Hilfswerk etwa 100 Menschen, davon 20 Ausländer, vor allem in der Gesundheitsvorsorge.