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Trotz Verfolgung entstehen christliche Gemeinden

Trotz zunehmender Christenverfolgung in vielen islamischen Ländern wenden sich immer mehr Muslime dem Christentum zu. Ausgrenzungen, Diskriminierungen und Ermordungen von Christen begleiten die Mission in der islamischen Welt von Anfang an. Trotzdem enstehen selbst in Gebieten mit Missionsverbot kleine Gemeinden.

S c h o r n d o r f (idea) – Trotz zunehmender Christenverfolgung in vielen islamischen Ländern wenden sich immer mehr Muslime dem Christentum zu. Das erklärte der Leiter der Evangelischen Karmelmission, Martin Landmesser (Schorndorf bei Stuttgart), beim Jahresfest am 1. Juli in Schorndorf. Ausgrenzungen, Diskriminierungen und Ermordungen von Christen begleiteten die Mission in der islamischen Welt von Anfang an. Trotzdem entstünden selbst in Gebieten mit Missionsverbot kleine Gemeinden. Als Beispiele nannte Landmesser die Bekaa-Ebene in dem von der radikal-islamischen Hisbollah beherrschten Südost-Libanon, das islamische Königreich Marokko sowie Nord-Kenia, wo mehr als 1.000 fanatische Moslems Christen geworden seien.

Ohne Fürbitte keine Mission
Besonders eindrucksvoll handele Gott im Norden Nigerias, in dem zwölf Bundesstaaten das islamische Religionsgesetz, die Scharia, eingeführt haben. In der Folge kamen bei blutigen Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen mehrere tausend Menschen um. Dennoch sei es einheimischen Mitarbeitern der Karmelmission zusammen mit der Evangelischen Kirche in West-Afrika (ECWA) gelungen, nach fünf Jahren zäher Verhandlungen eine Lizenz für ein christliches Radioprogramm im Bundesstaat Kano zu erhalten, teilte Landmesser mit. Aufgrund der Anfang April begonnenen Sendungen hätten sich zahlreiche Muslime dem Christentum zugewandt, darunter Islam-Gelehrte. Die rund 1.500 ECWA-Gemeinden mit mehr als sechs Millionen Mitgliedern in Zentral- und Nordnigeria hätten ein 24-Stunden-Gebet in der Erwartung organisiert, dass Gott diese Gegend zu einem christlichen Landstrich machen werde. Landmesser führte die Entwicklung auf das Gebet Tausender Missionsfreunde zurück. Ohne Fürbitte würde der Dienst der mehr als 200 Mitarbeiter in 20 islamischen Ländern einem Selbstmordkommando gleichen.
Verkündigung in feindlicher Umgebung

Der frühere Prälat Rolf Scheffbuch (Korntal bei Stuttgart) dankte der Karmelmission für ihren Mut, die christliche Botschaft auch in feindlicher Umgebung zu verkündigen. Sie nehme dabei in Kauf, als Störenfried einer angeblich toleranten Religionsvermischung geächtet zu werden. Scheffbuch kritisierte, dass einflussreiche kirchliche Gruppen für eine Koalition von Christentum, Islam und Judentum werben. Abstriche am Evangelium zu machen, sei eine Beleidigung Jesu Christi. Dekan Volker Teich (Schorndorf), Mitglied der EKD-Synode und der württembergischen Landessynode, rief zu einem verstärktem Engagement in der Weltmission auf. Die Karmelmission erreicht nach eigenen Angaben mit Literatur, Audiokassetten, Radio und Internet Moslems in 120 Ländern.

Quelle: www.idea.de