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Bibellese-Material für Ihren Hauskreis

Steigen Sie mit den Bibellese-Hilfen des Bibellesebundes gemeinsam im Hauskreis tiefer in die Bibellese ein - Hier finden Sie die Materialien für die Bibellese zu 1. Mose 32,23-33

Erklärung zu 1. Mose 32,23-33 - ab 13. Juni

Erklärungen
Gottes Antwort auf Jakobs Gebet (10-13) ist der Kampf mit Gott. Warum hatte Jakob trotz des Erlebnisses mit Gott in Bethel (28,10-22) solche Angst vor seinem Bruder Esau? Wegen seines schlechten Gewissens. Jakob hatte Schuld auf sich geladen, als er sich den Erstgeburtssegen erschlich, auch wenn ihn seine Mutter dazu angestiftet hatte (27,6-17).

23: Der Jabbok ist ein östlicher Nebenfluss des Jordans.

25: Manche Ausleger gehen von einem lediglich physischen Kampf aus, andere von „einer Arbeit des Geistes unter Anstrengung des Leibes“ (Delitzsch). Argument: In einem nur physischen Kampf kann man nicht mit Gebet und Tränen siegen (Hos 12,5).

26: Jakob sollte sich total Gott ausliefern. Weil seine Stärke in seiner ungebändigten Kraft lag, verletzte ihn Gott an der Hüfte, dem stärksten Teil des Körpers.
Übermochte ihn nicht: „Der göttliche Gegner war gleichzeitig der erwählende und errettende Gott, der Jakob gnädig die Kraft verlieh, mit ihm zu ringen, damit er nicht besiegt und verurteilt würde“ (Kline).

27: Allmählich ahnte Jakob, dass dieser Jemand Gott sein musste. Später wird die Menschengestalt als „Engel“ bezeichnet (Hos 12,4-5). Jakob kämpfte also mit dem Engel Gottes und so mit Gott selbst (vgl. 31).

28: Der Name spiegelt in der Bibel das Wesen eines Menschen wider. Seinen Namen zu nennen bedeutete für Jakob („Fersenhalter, Betrüger“), zu seiner Vergangenheit zu stehen.

29: Israel kann sowohl „Gott kämpft“ als auch „Gotteskämpfer“ heißen.

30: Gott segnete Jakob, nicht weil er es verdient hätte, sondern weil Gott gnädig ist.

31: ... und doch wurde mein Leben gerettet – weil Gott Jakob nicht getötet hatte – kann man auch so übersetzen: „Meine Seele (Leben) ist genesen“ – weil sie durch Gott heil geworden ist.

32: In dieser Nacht wurde Jakob zum Erzvater, etwa 20 Jahre nach seinem ersten tiefgreifenden Erlebnis mit Gott (28,10-22; 31,38). Die „Feinde seiner Seele“ (die physische Kraft, die Schuld) waren überwunden.

33: Daraus wurde kein mosaisches Gesetz. Aber noch heute halten sich orthodoxe Juden daran.

Fragen

Beobachten
* Wo befindet sich Jakob, wo seine Familie?
* Wer greift an, wer verteidigt sich bei dem Kampf?
* Woran erkennt Jakob, wer mit ihm ringt?
* Welche Folgen hat der Kampf für Jakob?
* Welche zusätzlichen Informationen dieses Ereignisses liefert Hosea 12,4-7?
* Wie lautet Jakobs neuer Name?
* Was bedeutet Pnuël?

Verstehen
* Welche Situation steht Jakob bevor, der er sich nicht gewachsen fühlt?
Tipp: Kapitel 31,3; 32,7-13.
* An welche Ereignisse in der Vergangenheit wird Jakob durch seinen Namen ständig erinnert? Tipp: Kapitel 25,26; 27,36.
* Welche „Feinde“ haben Jakobs Seele krank gemacht und seine Beziehung zu Gott belastet?
* Weshalb geht es bei diesem Ringkampf eigentlich um eine geistliche Auseinandersetzung?
* Wie wird aus dem „Erzbetrüger“ ein „Erzvater“?
* Woran kann man erkennen, dass Jakob von Gott nicht Besitz ergreifen kann?
* Welche Bedeutungen hat der Name #Israel#?
* Wie hilft Jakob dieses Erlebnis bei der bevorstehenden Begegnung mit Esau (33,1-16)? Er hat ja noch immer Angst.

Anwenden
* Müssen Sie zurzeit einen Kampf allein durchstehen, um geistlich bzw. seelisch zu gesunden? Falls ja, wie kommen Sie damit zurecht? Was wünschen Sie sich?
* Haben Sie auch einen persönlichen Schatten, dem Sie nicht länger entfliehen, sondern dem Sie sich stellen sollten? Wie können Sie Ihre Angst davor überwinden?
* Welche eigenen natürlichen Stärken haben Sie möglicherweise noch nicht Gott ausgeliefert?
* Bei welcher Gelegenheit hat Gott vielleicht Ihr Vertrauen auf die eigene Kraft zerbrochen?
* Es ist eigenartig hier mit dem Segen Gottes: Bevor Gott heilt und segnet, verwundet er. Ist das immer so? Wie haben Sie das erlebt?
* Hat Gott Ihnen vielleicht auch einmal den Weg versperrt, weil Sie nicht mehr so weiterleben sollten und durften wie bisher? Was hat sich da bei Ihnen und in Ihrem Verhältnis zu Gott geändert?
* Wie haben Sie die Kraft des Segens schon mal erfahren?
* Was können Sie in Zeiten „dunkler Nächte“ aus dieser Begebenheit lernen, um sie durchzustehen?
* Wann ist es für Sie angesagt, für Gott zu kämpfen, und wann, ihn für Sie kämpfen zu lassen?

Anregungen
Entweder: Welchen eventuell neuen oder zusätzlichen Namen würden sich die Teilnehmer aufgrund dessen Bedeutung geben? (Liste auf der nächsten Seite.) Bedenken Sie: Das, was der Name bedeutet, kann keiner in mühevoller, krampfhafter Arbeit an sich selbst erreichen, sondern dadurch, dass er sich Gott ganz ausliefert, um heil und gesegnet zu werden.
Oder: Welcher Name soll Sie an Gott oder Ihre Beziehung zu ihm erinnern?

Bedeutung von Vornamen

Weibliche Vornamen
Amalia – die Liebenswerte
Abigail – Quelle der Freude
Berenike – die Siegreiche
Debora – die Biene, Fleißige
Désirée – die Erwünschte
Domenica – dem Herrn geweiht
Eva – das Leben
Fatima – die Entwöhnte
Fidelia – die Treue
Fora – die Blühende
Hanna – die Begnadigte
Jemima – die Taube
Mahalia – die Zartheit
Margarete – die Perle
Naemi – die Liebliche
Ruth – die Freundin
Samantha – die Hörende, Gehorsame
Sophie – die Weisheit
Viktoria – die Siegreiche

Männliche Vornamen
Aaron – der Erleuchtete
Alexander – der Verteidiger
Andreas – der Tapfere
Christian – Anhänger Christi
Daniel – Mein Richter ist Gott
David – der Geliebte
Elias – Mein Gott ist Jahwe
Felix – der Glückbringende
Florian – der Prächtige
Johannes – Gott ist gnädig
Josia – Jahwe heilt
Justin – der Gerechte
Lukas – Licht
Leon – der Löwe
Matthias – Meine Gabe ist Jahwe
Michael – Wer ist wie Gott?
Salvator – Retter, Erlöser
Stefan – Kranz, Krone
Tobias – Gott ist gütig