Bibellese-Material für Ihren Hauskreis: 2. Mose 17,1-16

Steigen Sie mit den Bibellese-Hilfen des Bibellesebundes gemeinsam im Hauskreis tiefer in die Bibellese ein - Hier finden Sie die Materialien für die Bibellese zu 2. Mose 17,1-16


27. Juni

Erklärungen
1: Die Wüste Sin lag wohl im nordwestlichen Teil der Sinaihalbinsel.

2: Nicht Mose, sondern Gott führte die Israeliten an genau diesen Ort. Deshalb die Frage: Warum versucht (= misstraut) ihr den HERRN?

6: Ich will dort vor dir stehen, und zwar in Form der Wolkensäule (vgl. 13,21).

7: Massa bedeutet Probe / Versuchung; Meriba Anklage / Streit.

8: Amalek war ein Enkel von Esau (1. Mose 36,12). Die Amalekiter (ein Nomadenstamm) waren den Israeliten gegenüber sehr feindselig eingestellt (5. Mose 25,17-18). Durch den Kampf wollten die Amalekiter ihr Weideland verteidigen, ihre Herden vergrößern und Gottes Volk nach Möglichkeit vernichten. Deshalb werden sie ausgerottet werden (14). Das geschah unter König Hiskia (1. Chr 4,41-43).

9: Josua (Jahwe rettet) gehörte zum Stamm Ephraim und hieß ursprünglich Hoschea. Mose änderte diesen Namen (4. Mose 13,8.16). Er war Moses ständiger Begleiter und wird auch als dessen Diener bezeichnet (24,13).
Mose zog nie mit in einen Kampf. Der Stab Gottes war sein Hirtenstab (4,2), durch den Gott seine Macht erwies (z. B. 7,8-10.20).

10: Aaron war Moses Bruder, Hur wird nur hier und in Kapitel 24,14 erwähnt.

11-13: Mose hielt den Stab Gottes mit beiden Händen, sonst wären Aaron und Hur nicht nötig gewesen. Manche Ausleger deuten die hebenden und senkenden Hände als Anweisungen Moses für den Kampf. (Aber hätten die Kämpfer den Stab im Auge behalten können?) Die Mehrzahl sieht darin eine Gebetshaltung (Ps 63,5), auch wenn das Wort „beten“ im Text nicht vorkommt. Die Hände senken = aufhören zu beten = Versiegen der göttlichen Kraft.

15: Der Altar war ein Denkmal zur Erinnerung, kein Ort, wo geopfert wurde.

16: Die Hand an den Thron des +HERRN könnte ein Schwur gewesen sein.
Der +HERR führt Krieg, denn wer gegen die Israeliten kämpft, kämpft gegen Gott (Sach 2,12).

Fragen

Beobachten

* Was haben die Israeliten seit dem Auszug aus Ägypten mit Gott alles erlebt?
* Weshalb machen sie Mose schwere Vorwürfe?
* Was ist der Unterschied zwischen Kapitel 15,23-25a und 17,1-6?
* Wen greifen die Amalekiter insbesondere an (5. Mose 25,17-18)?
* Was ist die Aufgabe von Josua, Aaron und Hur?
* Was tut Mose nach dem Sieg?

Verstehen
* Warum können die Israeliten Gott nicht vertrauen, nach allem, was sie bisher mit ihm erlebt haben? Bedenken Sie, was auf dem Spiel steht!
* Wie hat Mose den Stab früher benutzt (z. B. 7,20-21; 8,12)?
* Warum ist die Frage in Vers 7 gespickt mit Misstrauen?
Tipp: Kapitel 3,12.
* In Notzeiten steht nicht die Glaubwürdigkeit Gottes auf dem Spiel, sondern der Glaube, der trotz allem an Gott festhält. Können Sie das unterstreichen? Warum (nicht)?
* Ist Moses Stab ein Zauberstab? Begründung?
* Was bedeuten die erhobenen Hände von Mose?
* Warum schließen sich Kämpfen und Beten nicht aus?
* Warum soll Mose gerade Josua dieses Ereignis einprägen (14; vgl. 5. Mose 31,7)?
* Wer sind heute gottfeindliche Mächte?

Anwenden
* Wer nicht vertraut, misstraut. Warum fällt es Ihnen vielleicht schwer, Gott zu vertrauen, trotz allem, was Sie bisher mit ihm erlebt haben?
* In welchen Situationen zweifeln Sie, dass Gott da ist – trotz Matthäus 28,20b?
* Was tun Sie, wenn Sie wiederholt Widerstand und Anfeindungen erleben oder Ihnen Vorwürfe gemacht werden (2-4; 16,2-3)?
* Unter welchem Mangel und welchen „Feinden“ leiden Sie?
* Welche Anfechtungen (innen) und Gefahren (außen) machen Ihnen derzeit das Leben schwer oder bedrohen sogar Ihre Existenz?
* Kennen Sie das auch? Sie erleben Anfechtungen (innen) und dann treten plötzlich auch noch Probleme (außen) auf. Warum ist das wohl so?
* Wie haben Sie Gottes Fürsorge in Ihrer Bedürftigkeit erlebt?
* Für welche Siege sind Sie im Rückblick sogar dankbar, auch wenn dies einen vorausgehenden Kampf bedeutete?
* Was lernen Sie hier über das Gebet für Ihr Gebetsleben?
* Für wen sollten Sie im Gebet einstehen, der aus welchem Grund auch immer kämpft?

Anregungen
* Sören Kierkegaard sagte einmal: „Der archimedische* Punkt außerhalb der Welt ist eine Betkammer, wo der wahre Beter in aller Aufrichtigkeit betet – er soll die Erde bewegen. Ja, es ist unglaublich, was ein solcher Beter, wenn er seine Tür schließt, drinnen alles vermag.“
(* fester Standpunkt, von dem aus etwas grundlegend bestimmt, bewegt, verändert werden kann)

* Sprechen Sie darüber, welche Erfahrungen Sie mit der Fürbitte gemacht haben.

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