Bibellese-Material für Ihren Hauskreis: 1. Korinther 15,50-58

Steigen Sie mit den Bibellese-Hilfen des Bibellesebundes gemeinsam im Hauskreis tiefer in die Bibellese ein - Hier finden Sie die Materialien für die Bibellese zu 1. Korinther 15,50-58


5. Juni

Erklärungen
50: Fleisch und Blut bezeichnen den vergänglichen Körper des Menschen (verweslich).

51: Entschlafen ist ein beschönigender Ausdruck für „sterben“.

52: Zahlreiche Aussagen der Bibel bezeichnen die letzte Zeit als die Zeit der letzten Posaune (z. B. Jes 27,13; Joel 2,1; 1. Thess 4,16 und Offb 11,15).

53-54: Anziehen bedeutet sich umkleiden, nicht etwa etwas magnetisch anziehen.
Christen hoffen durch die Auferstehung auf einen neuen, unvergänglichen und unsterblichen Leib (vgl. Phil 3,21). Griechische Philosophen deuteten dagegen den Körper als Gefängnis der Seele, aus dem sie der Tod befreit.

54-55: Paulus zitiert hier frei aus Jesaja 25,8 und Hosea 13,14. Durch Jesu Sterben am Kreuz ist der Tod besiegt (verschlungen). Sichtbar wird das jedoch erst bei seiner Wiederkunft und der Totenauferstehung.

55-56: Stachel bezeichnet den Stecken, mit dem man Zugtiere anstachelte und Sklaven oder Häftlinge antrieb. Die Sünde ist wie ein Stachel, der die Menschen in den Tod zwingt, in die ewige Gottesferne.

58: Mit darum leitet Paulus die praktischen Konsequenzen ein.

Fragen

Beobachten

* Womit bekräftigt der Apostel, dass es unmöglich ist, als Mensch in Gottes Welt einzuziehen?
* Was geschieht, wenn die letzte Posaune ertönt?
* Wie vollzieht sich die Verwandlung? Und wann?
* Welche Sätze dieses Textes kennen Sie auswendig? Bei welcher Gelegenheit werden sie wiederholt zitiert?
* Welche Konsequenzen ergeben sich aus Gottes Botschaft von der Auferstehung für die Gläubigen?
* Welche Verheißung ist allen gegeben, die sich für Jesus aktiv einsetzen?
* Woher weiß Paulus das alles?

Verstehen
* Suchen Sie im Text nach Gegensatzpaaren (verweslich – unverweslich …). Was verdeutlichen diese extremen Pole?
* Wo im Neuen Testament ist noch von (neuen, weißen) Kleidern die Rede? Wer bekommt sie überreicht?
* Wen meint Paulus mit dem Wir (werden nicht alle entschlafen)?
* Wie merken Sie, dass die Sünde Sie unausweichlich steuert?
* Der grundsätzliche Sieg Jesu über den Tod ist am Kreuz errungen worden. Wie bekommen wir heute an diesem Sieg Anteil?
* Warum begründet gerade die Auferstehungshoffnung eine praktische christliche Lebensführung?
* Bedeutet fest und unerschütterlich (58), die Traditionen einer Gemeinde hochzuhalten? Warum bzw. warum nicht?

Anwenden
* Wie bestimmt Ihre Hoffnung auf ein ewiges Leben Ihren Alltag? Welche praktischen Konsequenzen ergeben sich?
* Haben Sie schon einmal den Tod eines lieben Menschen miterlebt? Welche Gefühle bewegten Sie damals?
* Was empfinden Sie, wenn Sie an Ihren eigenen Tod denken?
* Wo erfüllen Sie das Werk des Herrn (58)? Um welche Aufgaben handelt es sich?
* Wann und warum haben Sie gelegentlich den Eindruck, Ihr Einsatz für Jesus sei vergeblich?

Anregungen
* Als Einstieg ist die Geschichte über die Zwillinge im Mutterleib bestens geeignet – in Orientierung auf Seite 55.

* Es ist empfehlenswert, das ganze 15. Kapitel im Zusammenhang zu lesen.

* Suchen Sie in anderen biblischen Texten weitere Details, die zum Verständnis des Auferstehungsthemas beitragen (z. B. Mt 24–25; 2. Kor 5,6-10; Phil 1,20-25; 1. Thess 4,13–5,11).

* Immer wieder einmal hört man von Sterbeerlebnissen von Menschen, die kurz vor der Schwelle des (endgültigen) Todes standen, aber dann wiederbelebt wurden. Sie berichten (angeblich) übereinstimmend, dass sie am Ende eines dunklen Tunnels ein helles, freundliches Licht empfangen habe. Damit versuchen manche Forscher zu beweisen, dass auf jeden ein lichtes und sorgloses Jenseits warte.
Wir dürfen diese Phänome nicht überbewerten. Zum einen werden gern andersartige (schlimme) Sterbeerlebnisse verschwiegen, zum andern war keiner der Interviewten unwiderruflich tot (nur klinisch tot). Und nach biblischen Aussagen wird nur der mit ewigem Leben beschenkt, der an Jesus Christus glaubt (Joh 3,36). Im Übrigen dürfen wir auch nicht vergessen, dass sich der Satan gern als Engel des Lichts verstellt (2. Kor 11,14).

* Diskutieren Sie über die folgenden Zitate.

Ich fürchte mich nicht vor dem Tod, aber wenn es passiert, bin ich lieber nicht da.
Woody Allen

Für den Gerechten gibt es keinen Tod, sondern nur einen Übergang.
Athanasius der Große

Der Tod, den die Menschen fürchten, ist die Trennung der Seele vom Körper. Den Tod aber, den die Menschen nicht fürchten, ist die Trennung von Gott.
Augustinus

Die Auferstehung Christi macht offenbar, dass wir Zukunft haben. Leiden und Tod verlieren dadurch nichts von ihrer Bitterkeit, aber sie erscheinen in einem neuen Licht.
Dietrich Bonhoeffer

Der Mensch verliert durch den Tod nur, was er nicht hatte, und was er hat, das bleibet ihm in Ewigkeit.
Matthias Claudius

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