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Bibellese-Material für Ihren Hauskreis

Steigen Sie mit den Bibellese-Hilfen des Bibellesebundes gemeinsam im Hauskreis tiefer in die Bibellese ein - Hier finden Sie die Materialien für die Bibellese vom 15.-bis 23. Februar, entnommen aus Orientierung Plus, dem Bibellese-Magazin mit Anregungen für Haus- und Bibelkreise.

Erklärungen zu Römer 1,18-32 (15. - 23. Februar)

18-21: Ungerechtigkeit beschreibt (auch in Vers 29) das sündige Verhalten des Menschen und sein gottloses Wesen. Heiden leben und handeln verkehrt, weil sie sich gegen die offensichtliche Erkenntnis sperren, dass es einen Gott gibt, dem sie sich verantworten müssen.
 
23: Der aufrecht gehende Mensch wirft sich vor Kriechtieren in den Staub! Er achtet seine Vorstellung von Gott höher als den Schöpfer selbst. Wer einem solchen Götzenbild Ehre und Anerkennung erweist, verstößt gegen Gottes Gebot (2. Mose 20,3-5a).
 
32: Alle Menschen, gute wie schlechte, müssen sterben. Der „ewige Tod“ jedoch, die Gottesferne, droht denen, die leben, wie sie wollen, und die Offenbarung Gottes aus ihrem Denken und Handeln streichen.
 
Fragen
 
Beobachten
* Versuchen Sie, den langen Text zu gliedern.
* Welche Wörter oder Halbsätze werden wiederholt – und wie oft? (Warum wohl?)
* Was wirft Paulus ungläubigen Menschen vor?
* Woran müsste eigentlich jeder erkennen können, dass es einen Gott gibt?
* Wie versuchen Religionen, mit dem unsichtbaren Gott in Beziehung zu treten?
* An welcher Stelle wechselt Paulus mitten aus einer ethischen Diagnose seiner Zeit hinein in den Lobpreis des Schöpfers?
 
Verstehen
* Versuchen Sie, die fünf „denn“ in den Versen 18-21 in einen Zusammenhang zu bringen. Worauf bezieht sich die Gedankenfolge? Was will Paulus begründen?
* Was können Menschen ohne Bibel und Predigt von Gott wissen – oder auch nicht? Wie kann eine solche „natürliche Gotteserkenntnis“ aussehen? Wo kommt sie heute vor?
* Unser Text erwähnt viele Arten von Unrecht. Was davon bezeichnen Sie als die „Ursünde“, von der alle Unarten ausgehen?
* Sind Menschen naiv, handeln sie unbewusst und ahnungslos, wenn sie an Gottes Offenbarung in der Schöpfung vorbeisehen? Versuchen Sie Ihre Antwort zu belegen.
* Warum schützt Unwissenheit nicht vor Gottes Zorn?
* Der Apostel Paulus beschreibt Gottes Zorn. Aber ist Gott denn nicht der „liebe“ Gott, der Sünde vergibt? Wie passt beides zusammen?
* Wo sonst wird in der Bibel ein zorniger Gott erwähnt?
Tipp: Psalm 60,3; Nahum 1,2; Johannes 3,36; Hebräer 3,17.
* Worin zeigt sich in Biologie, Ökologie, Gentechnik ..., dass Geschöpfe mehr geehrt werden als der Schöpfer?
* Welche Folgen hat es, wenn Menschen die Schöpfungsordnung missachten, zum Beispiel die geschlechtliche Zuordnung von Mann und Frau? * Was heißt es, dass Gott perverse Menschen einfach laufen lässt (26.28)?
* Warum reißen Menschen, die an ihrer Sünde Lust finden, andere mit in den Strudel des Verderbens?
 
Anwenden
* Woran erkennen Sie Gottes Größe, obwohl er unsichtbar bleibt?
* Wie sieht Ihr Lob aus, Ihre Anerkennung, Ihr Dank?
* Wie können Sie im Gespräch mit Nichtchristen an deren allgemeiner Frömmigkeit anknüpfen und den lebendigen +Herrn bekennen, der Sünde vergibt und Unrecht bereinigt?
* Wie spricht der Apostel über Homosexualität?
Wohl die Mehrzahl der Mediziner und Psychologen lehrt, dass Gleichgeschlechtlichkeit eine „Schöpfungsvariante“ ist und deshalb ausgelebt werden soll. Vergleichen Sie damit Vers 32.
* Warum wird heute so laut verkündet, dass die biblische Sicht von „schwul“ altmodisch ist und dem Stand der Wissenschaft und Politik nicht mehr genügt?
Das neue „Antidiskriminierungsgesetz“ der Bundesregierung setzt unter anderem die Äußerung unter Strafe, Homosexualität sei Sünde. Was kommt damit auf einzelne Christen, auf ganze Gemeinden und auf christliche Organisationen zu?
* Wie denken Sie über Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren in der Kirche / Gemeinde?
* Ungerechtigkeit ist mehr als sexuelles Vergehen! Wie reagiert eine Gemeinde eigentlich auf Lieblosigkeit und Neid, auf Prahlerei und Habgier ... – also auf Lebensweisen, die Paulus ebenfalls als „verkehrt“ bezeichnet?
* Welche der angeführten Eigenarten sind in Ihrem Umfeld stark verbreitet?
* Sprechen Sie über das Zitat: „Kein Text, den moralischen Zeigefinger zu erheben, sondern selbst ‚klar Schiff’ zu machen!“ (Heinz-Werner Neudorfer).
 
Anregungen
* Erstellen Sie gemeinsam eine Liste: Schreiben Sie in die linke Spalte, wie Gott aus der Natur erkannt werden kann. Rechts notieren Sie, was Menschen fehlt, die nichts von Jesus Christus wissen.
Lesen und vergleichen Sie, was Paulus in Apostelgeschichte 17,22-31 dazu gesagt hat.
 
* Überlegen Sie frühzeitig, bevor das Problem auftaucht: Wie gehen Sie in der Gemeinde mit homosexuell empfindenden Menschen um? Eine Hilfe ist das Wort der Leitung im Bund Freier evangelischer
Gemeinden: „Homosexualität im Spannungsfeld von Gesellschaft und Gemeinde“ (Witten, April 2004).
Sie können es in der Zentrale des Bundes Freier ev. Gemeinden anfordern (0 23 02 / 937-0 bzw. [email protected]) oder einfach gratis herunterladen von www.feg.de.

 


Quelle: Das Bibellese-Material für Hauskreise stammt aus Orientierung PLUS, der Bibellese-Zeitschrift des Bibellesebundes mit 32 Extraseiten für die Hauskreis-Arbeit