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Bibellese-Material für Ihren Hauskreis

Steigen Sie mit den Bibellese-Hilfen des Bibellesebundes gemeinsam im Hauskreis tiefer in die Bibellese ein - Hier finden Sie die Materialien für die Bibellese vom 3.-bis 7. Februar, entnommen aus Orientierung Plus, dem Bibellese-Magazin mit Anregungen für Haus- und Bibelkreise.

Erklärungen zu 1. Mose 18,1-15 (3. - 7. Februar) 

1: Abraham hatte im Hain Mamre Gott einen Altar gebaut (13,18). Der Hain Mamre liegt ca. 40 km südwestlich von Jerusalem bei Hebron. Nach Überlieferungen war dieser Hain ein uraltes heidnisches Heiligtum. Der Altar, den Abraham dort für Gott errichtet hatte, war ein Bekenntnis zu dem ewigen Gott gegenüber allen anderen heidnischen Götzen, die vor Ort verehrt wurden.

2: Abraham versteht das Eintreffen der drei Männer als eine Begegnung mit Gott. (Die Jerusalemer Bibel merkt hier an: „Viele Kirchenväter sahen in diesen drei Männern ... eine Ankündigung des Mysteriums der Dreifaltigkeit, das erst im Neuen Testament enthüllt werden sollte.“)

3-8: Die Einladung zum Essen, das Füßewaschen, die Mahlzubereitung: all das waren schon in biblischer Zeit übliche Zeichen der Gastfreundschaft, die in den damaligen Kulturen hoch im Kurs stand.

9-13: Sara („Fürstin“) ist zur Zeit der Ankündigung der Geburt ihres Sohnes ca. 89 Jahre alt (17,17). Ihre Reaktion auf die Ankündigung, das Lachen, zeigt sie als Realistin, die davon ausgeht, was vernünftig und einsehbar ist. Übrigens: Abraham hatte auch gelacht (17,17)!

14-15: Sara muss noch die Lektion lernen, dass Gott über unbegrenzte Möglichkeiten verfügt. Gott kann alles, was er will (Ps 135,6).


Fragen

Beobachten
* Wer waren die drei Männer?
Tipp: Lesen Sie den folgenden Abschnitt bis Kapitel 19,1.

* Wie lange mag die Zubereitung der Mahlzeit gedauert haben?

* Warum fürchtet Sara sich?

* Wie reagiert Gott auf Saras Leugnung, gelacht zu haben?


Verstehen
* Woher wusste Abraham, dass er es bei dieser Begegnung mit Gott zu tun hatte?

* Um wen geht es in dieser Geschichte zuerst, um Abraham oder um Sara?

* Warum wird Abrahams Gastfreundschaft so ausführlich geschildert?

* Warum stand Abraham, während die Gäste aßen?

* Warum lachte und sprach Sara so vernehmlich, dass die Gäste es hören konnten? Wollte sie das so?

* Warum kann man sagen, dass die angekündigte Geburt des Sohnes ein Wunder ist?

* Was ist ein Wunder?

* Warum tut Gott wohl Wunder?

* Was zeigt uns die Begebenheit in Sachen „Grenzen der Menschen und Möglichkeiten Gottes“?


Anwenden
* Wie erleben wir heute Begegnungen mit Gott?

* Kennen Sie Situationen in Ihrem Leben, wo Gott Ihnen etwas verheißen hat?

* Wie haben Sie darauf reagiert? * Wie Gott mit Saras Skepsis umgeht: Können wir das auch für uns erwarten?

* Gibt es ein „Recht auf Wunder“?

* Wo haben Sie schon erlebt, dass Gott in Situationen gehandelt hat, wo Sie vorher gedacht haben: „Das ist unmöglich!“?

* Was hat sich dadurch in Ihrem Leben geändert?

* Wie können wir „glauben“ lernen?

* Welche Erfahrungen haben Sie bereits mit dem wunderbaren Eingreifen Gottes gemacht?

* Was tun Sie dafür, dass Ihnen diese Erfahrungen „abrufbereit“ bleiben – für eine andere kritische Lage (vgl. Ps 103,2)?

* Welche Bedeutung hat 1. Mose 18,1-15 im Blick auf das Verhältnis „harter Fakten“ und Gottes Möglichkeiten, diese souverän zu überspringen?


Anregungen
Ein Blatt Papier auslegen, auf das jeder, der möchte, einen Satz aufschreibt, der mit den Worten beginnt: „Es ist unmöglich, dass ...“
Über diese Sätze sprechen und gemeinsam überlegen, ob es in der Bibel Hinweise gibt, aus denen hervorgeht, dass Gott dieses „Unmöglich“ durch seine Macht außer Kraft setzt.
Zusammentragen, welche Hilfen es im geistlichen Leben gibt, groß von den Möglichkeiten Gottes zu denken. (Zum Beispiel Leben im Gebet, Leben mit der Bibel, Leben in der Gemeinschaft der Kinder Gottes.)

Vorbereitete Karten austeilen, auf denen steht:
Was Gott will, geschieht.
Was Gott will, hat ein Ziel.
Was Gott will, ist gut – auch für mich.

Aufgabe: Diese Gedanken in den kommenden Tagen bewusst verinnerlichen.

Quelle: Das Bibellese-Material für Hauskreise stammt aus Orientierung PLUS, der Bibellese-Zeitschrift des Bibellesebundes mit 32 Extraseiten für die Hauskreis-Arbeit