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Evangelium statt Seide

Der Seidenstraßen-Sender bringt Gottes Wort entlang der früheren Handelsroute zu den Menschen.


Endlich ist es soweit! Die beliebte Sendereihe „Durch die Bibel“ gibt es nun auch in kasachischer Sprache. Am. 10 Juni wurde die erste Sendung ausgestrahlt. Doch damit nicht genug. Die Erstausstrahlung von „Durch die Bibel“ markierte auch den Beginn einer großen Veränderung in der christlichen Radioarbeit in Zentralasien. Denn zu diesem Datum ging der neue „Seidenstraßen-Sender“ an den Start. Die Materialien dazu legten zunächst den weiten Weg aus den USA, Deutschland und Frankreich zurück, wobei es immer wieder zu unvorhergesehenen Hindernissen und Verzögerungen kam.
 

Statuen in Kasachstan erinnern heute noch an die Seidenstraße
Diese Statuen in Kasachstan erinnern heute noch an die Seidenstraße. (Bild: Willi Epp/ ERF Medien)

Doch Anfang Juni war es dann soweit: Die ersten Sendungen waren zu hören und gleich an zweiter Stelle lief im Programm die auch in Deutschland sehr beliebte Sendereihe „Durch die Bibel“. Nun erreicht diese Radiosendung durch den 200-Watt starken Mittelwellensender unseres internationalen Partners TWR (Trans World Radio) wichtige Knotenpunkte der früheren Seidenstraße.

 

Die Gute Botschaft zu weiteren 60 Millionen Menschen bringen

Als Seidenstraße wurde eine Handelsroute bekannt, die die Mittelmeerregion mit China verband und deren Hauptstück von Palmyra in Syrien über Maschhad im Iran, Sarmakand in Usbekistan, Kaschgar im uigurischen China bis nach Xian und Peking führte. Man vermutet, dass es diese Handelsroute bereits seit der Bronzezeit gegeben hat; spätestens seit 115 v. Chr. hatte sie eine große Bedeutung inne. Berühmtheit erlangte die Route aber erst, als Marco Polo auf seiner China-Reise Knotenpunkte der Route besuchte und durch seine Reiseberichte den Namen „Seidenstraße“ prägte.

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Durch den neuen Seidenstraßen-Sender wird Zentralasien mit dem Evangelium erreicht. (Bild: TWR)

Schon immer zeichnete die Seidenstraße nicht nur der Austausch von Handelswaren aus, sondern auch der Austausch von Wissen sowie die kulturelle und religiöse Begegnung zwischen Ost und West. So lag es nahe, den neuen Sender in Zentralasien „Seidenstraßensender“ zu nennen. Der Sender bietet in den ansonsten schwer zugänglichen Ländern Zentralasiens neue Möglichkeiten, Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Die ethnischen Gruppen, die mit dem neuen Sender erreicht werden, zählen zu den Völkern, die bislang am seltensten vom Evangelium gehört haben. TWR Präsident Lauren Libby erklärt dazu: „Mit dem Seidenstraßensender können wir weitere 60 Millionen Menschen in dieser geistlich hungrigen Region erreichen.“

Mit dem Seidenstraßensender können wir weitere 60 Millionen Menschen in dieser geistlich hungrigen Region erreichen. – Lauren Libby, Präsident TWR

 

Christenverfolgung an der Tagesordnung

 

Dies ist besonders wichtig, da Christen in der Region eine Gemeinde oft nicht ohne Angst vor Repressalien besuchen können. Fünf der sechs Länder, die der neue Sender ganz oder in Teilen erreicht, listet Open Doors in seinem Weltverfolgungsindex 2019 auf: Usbekistan (17), Turkmenistan (23), China (27), Tadschikistan (29) und Kasachstan (34). Lediglich Kirgistan ist hier nicht aufgeführt. Open Doors schreibt in einem Artikel Folgendes zur Lage von Christen in Zentralasien: „Wer sich in einem der zentralasiatischen Länder vom Islam abwendet, um Jesus Christus zu folgen, muss mit Verfolgung rechnen. In vielen Fällen üben Regierung und Behörden massiven Druck auf Christen und verstärkt auf ‚Abtrünnige vom Islam‘ aus.“

Dieses Statement deckt sich mit den Erfahrungen der Mitarbeiter in der Region: „Viele Frauen können nicht zur Kirche gehen, weil ihre ungläubigen Ehemänner und Verwandte sie daran hindern. Es ist ein Segen, wenn sie zu Hause über Radio, Internet und Audio-CDs von unserem Herrn hören können.“ Und Max, ein Pastor, der mit seiner Familie aus Zentralasien fliehen musste, erzählt: „Als wir noch keine Bibeln hatten, haben wir die Predigten von TWR gehört und uns gegenseitig ermutigt. Die Arbeit von TWR ist sehr wichtig für unser Land.“

Als wir noch keine Bibeln hatten, haben wir die Predigten von TWR gehört und uns gegenseitig ermutigt. Die Arbeit von TWR ist sehr wichtig für unser Land. – Max, Pastor aus Zentralasien

 

Da die Christen in der Region vor allem Ermutigung und Bibelwissen brauchen, fokussiert sich TWR mit seinen Ausstrahlungen auf Programme, die genau hier Hilfe leisten: Bibelsendungen wie „Durch die Bibel“ sowie die Sendereihe „Power in Persecution“ (Kraft in Verfolgung), die Zeugnisse von verfolgten Christen präsentiert. Aber auch missionarische Sendungen wie „The Way of Righteousness“ (Der Weg der Gerechtigkeit) gehören zum neuen Sendeprogramm.
 

Testphase noch nicht beendet

Als ERF Medien unterstützen wir die Radiomissionsarbeit von TWR in Zentralasien von Anfang an – unter anderem auch den Aufbau des Seidenstraßen-Senders. Ihre Spende hilft uns, die weiterhin zu tun. Erfahren Sie hier mehr über unsere Projekte in Zentralasien

Aktuell befindet sich der Sender in der Testphase. Diese wird vermutlich noch den ganzen Sommer dauern. Denn es muss ausgelotet werden, ob die Sendungen überall gut empfangbar sind oder es noch Anpassungen geben muss. Außerdem kann es noch zu Veränderungen im Sendeschema kommen. Denn mit dem Sender werden Menschen in sechs Ländern mit Programmen in nahezu ebenso vielen Sprachen (Kasachisch, Russisch, Uighurisch, Kirgisisch und Usbekisch) erreicht.

Doch erste Rückmeldungen und Tests zeigen: Der Sender ist gut hörbar und stößt auf Dankbarkeit bei Christen in der Region. Beten Sie mit uns für folgende Anliegen:

  • Aktuelle Testphase: Dass eine gute Empfangbarkeit des Senders über die gesamte Reichweite sichergestellt werden kann
  • Dass Menschen in der Region durch den Sender zum ersten Mal von Jesus hören und ihn als ihren Retter annehmen
  • Dass Christen in der Region durch die Programme ermutigt werden und im Glauben wachsen

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Kommentare

Von Gebhardt W. am .

Ich finde diese Arbeit sehr gut. Gott segne jeden Einzelnen,der hier mitwirkt,besonders aber die Bevölkerung, die sein Wort dringend braucht. Auch für die verfolgten Christen. in diesen Ländern,die es nicht leicht haben, wollen wir beten.


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