Job verloren, Abenteuer begonnen

Mein Alltag verlief Anfang der Neuziger Jahre ruhig und behäbig. Ich hatte einen guten und recht sicheren Job, dafür im Leben kaum Höhen und Tiefen. Und als ich hörte, dass in meiner Firma in New Jersey, USA, Entlassungen anstanden, dachte ich, es würde mich nicht treffen. Doch ebenda begann mein Abenteuer Leben.

Mein Alltag verlief Anfang der Neuziger Jahre ruhig und behäbig. Ich hatte einen guten und recht sicheren Job, dafür im Leben kaum Höhen und Tiefen. Und als ich hörte, dass in meiner Firma in New Jersey, USA, Entlassungen anstanden, dachte ich, es würde mich nicht treffen. Doch ebenda begann mein Abenteuer Leben.

Ich war eine tüchtige Mitarbeiterin, habe kaum gefehlt, war schon zehn Jahre dabei und war eine der wenigen, die Deutsch konnten. Letzteres war sehr wichtig, denn es war eine deutsche Firma. Doch ich wurde das Gefühl nicht los, ich müsse meinen Schreibtisch in Ordnung bringen. Je mehr ich mich meinen Aufräumarbeiten widmete, desto ruhiger wurde ich. Meine anfängliche Nervosität legte sich – und ich konnte mir nicht erklären, wieso.

Die Kündigung

Schließlich bat mich der Abteilungsleiter in sein Besprechungszimmer. Ich habe nicht geahnt, was er mir zu sagen hatte. Er begann herumzustammeln und war nicht fähig, mir in die Augen zu sehen. Er war es, der mich zehn Jahre zuvor in die Firma brachte und mir eine Anstellung verschaffte. Jetzt musste er mir sagen, dass ich entlassen würde.

Trotz dieser Nachricht war ich sehr ruhig. Ich war nicht nur gefasst – ich spürte einen inneren Frieden, der nur von Gott kommen konnte. Ich wusste gleichzeitig, dass Gott etwas anderes mit mir vorhatte – mein Abenteuer begann.

Mein Abteilungsleiter war es dann auch, der Tränen in den Augen hatte und ich war es, die ihn tröstete.
In den zwei folgenden Wochen erledigte ich meine Arbeit weiterhin, um die gesetzliche Kündigungsfrist einzuhalten. Andere, denen am gleichen Tag gekündigt worden war, kamen nicht mehr.

Schnelle Schritte

Etwa zwei Wochen nach meinem letzten Arbeitstag meldete sich ein Kollege bei mir. Eine Stelle in New York City sei am schwarzen Brett angeschlagen, auf die ich mich bewerben sollte. Er half mir, meinen Lebenslauf zu aktualisieren und hat meine Bewerbung gleich dorthin geschickt. Nur zwei Tage später erhielt ich eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.

Ich hatte Angst vor dieser großen Stadt, Angst allein dorthin zu fahren, denn ich hatte bis dahin keine wirklich großen Herausforderungen bewältigt. Aber das sollte nur der Anfang sein. Denn ich habe die Stelle in New York bekommen. Und zwei Jahre später sollte ich für die Firma nach Deutschland gehen.
Zum ersten Mal in meinem Leben musste ich Verantwortung für mein eigenes Leben übernehmen. So habe ich durch diese Stelle viel Selbstbewusstsein erworben.

Vertrauen, lernen, staunen

Gott weiß, was wir brauchen und verkraften können. Gott kennt auch unsere Träume und Wünsche. Mein Werdegang beinhaltete viel Lehrstoff aber auch einige Wünsche, die sich erfüllten:
Ich hatte in Jersey immer davon geträumt, teil des Lebens in New York City zu sein. Doch ich hatte kein Selbstvertrauen. Ich wollte auch gern nach Deutschland gehen – allerdings nur für ein Jahr. Inzwischen bin ich zehn Jahre hier! Ich brauchte diesen „Tritt in den Hintern“ von Gott, um im Leben voranzukommen.

Durch die unerwartete Kündigung – eine scheinbare Niederlage – wurde viel in mein Leben hinein gelegt und verändert:
Ein großer Wunsch wurde mir erfüllt – nach NYC und Deutschland zu gehen,
Mein Selbstbewusstsein dazu würde gestärkt
und was das Wichtigste ist:
Durch dieses Ereignis habe ich gelernt, Gott in allen Situationen, die seit dem in meinem Leben passiert sind, zu vertrauen.

Es sieht nicht immer gut aus, was passiert, aber Gott wird daraus etwas Gutes machen, wenn ich ihm vertraue.

Das Abenteuer mit Gott geht weiter.

Ihr Kommentar

Die E-Mail wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.