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Zersorg Dich nicht!

Auf die Idee muss man erst einmal kommen, dass ausgerechnet das, was wir uns aus unserem Alltag immer wegwünschen - nämlich die Belastungen, die Widerstände und Schwierigkeiten - uns zu dem machen, was wir ohne sie immer werden wollten: standfest und geduldig, erfahren und bewährt, zuversichtlich und hoffnungsvoll.
- H.J. Eckstein zu Römer 5, 3 bis 5

Steht dir das Wasser bis zum Hals?
Fällst du schon morgens ins schwarze Loch und willst gar nicht erst aufstehen?
Die Miete ist nicht bezahlt und das Konto steht im Minus?
Ist Dein Job in Gefahr oder nach drei Monaten Suche immer noch kein Job in Sicht?

Häufig sind Sorgen berechtigt, manchmal überschreiten sie aber auch ein vernünftiges Maß. Das Leben besteht dann nur noch aus Ängsten. Das Denken an das Morgen wird zur Last. Sorgen sind ein fester Bestandteil des Alltags.
»Wenn es eng wird«
Auf die Idee muss man erst einmal kommen, dass ausgerechnet das, was wir uns aus unserem Alltag immer wegwünschen - nämlich die Belastungen, die Widerstände und Schwierigkeiten - uns zu dem machen, was wir ohne sie immer werden wollten: standfest und geduldig, erfahren und bewährt, zuversichtlich und hoffnungsvoll.
H.J. Eckstein zu Römer 5, 3 bis 5

Die Bibel berichtet über "Sorgen"

Die Bibel kennt den Begriff „Sorge“. Und dort wird er sowohl negativ als auch positiv gebraucht. Positive Sorge ist die Fürsorge, die sich um den anderen sorgt. Negativ wird Sorge, wenn sie ängstliche Besorgnis um mich oder gar um sich selbst kreist. 

Aber quälende Gedanken dieser Art müssen nicht sein. Gott verspricht, dass er für die, die ihm vertrauen sorgen wird (1. Petrus 5, 7). Hier bedeutet sorgen: „Gott kümmert sich drum!“

Jesus hat gesagt, dass Menschen, die an Gott glauben, um nichts besorgt sein müssen, weder um Nahrung, Gesundheit oder Kleidung. Gott weiß Bescheid über alles, was wir alle wirklich brauchen – und er wird es uns geben. 
(vgl. Matthäusevangelium, 6, ab Abschnitt 25)

Wir Menschen können unsere Zukunft nicht wirklich selbst absichern. Zwar können wir versuchen vorzusorgen, doch ob all diese Vorsorge etwas nützt, weiß niemand. Wer ohne Gott lebt, der hat keine „Versicherung“ außer denen, die auch Pleite gehen können. Ohne Gott muss sich jeder darauf verlassen, was er selbst tun kann. Aber wie weit reicht das?

Die Zukunft kennt Gott allein. Sorgen sind also wertlos, denn man kann durch sie sein Leben nicht verlängern. Jesus sagt, das Leben ist so viel mehr, als sich über Dinge den Kopf zu zerbrechen, die man nicht ändern kann. Gott zu vertrauen ist deswegen die einzige „Versicherung“, die es wert ist, so genannt zu werden. 

Wir dürfen lernen

Doch trotz Gottes Zusagen kann keiner Sorgen einfach abschütteln. Zweifel an Gott gibt es und oft glauben Menschen – auch Christen – Gottes Handeln im eigenen Leben nicht sehen zu können. Solches Vertrauen braucht Zeit und darf gelernt werden. Zuerst lerne ich, Gott in kleinen Dingen zu vertrauen, später „gelingt“ mir das auch bei großen Sorgenbergen.

Gott hat versprochen für Kleines und Großes zu sorgen: Für genug Essen im Kühlschrank, aber auch für eine sichere Autofahrt, für mein Auskommen, wie für Konzentration. Jeder kann und darf ihn im Gebet um alles bitten. „Sorgt euch um nichts“ und bittet „mit Dank für das, was er euch geschenkt hat [...]“ sagt Paulus in der Bibel. Und er spricht Gottes Versprechen aus: Dann wird der Frieden Gottes, der alles menschliche Begreifen weit übersteigt, euer Denken und Wollen im Guten bewahren, geborgen in der Gemeinschaft mit Jesus Christus.

Wer Gott so vertraut, der wird wissen, dass alle Gedanken der (menschlichen) Sicherung des Lebens überflüssig sind. Planen und Vorausschauen ist berechtigt und wichtig, aber nicht zermürbendes grübeln. 

Mein Tipp:

Wenn dich Sorgen aufzufressen drohen, schreibe jede Einzelne auf ein Stück Papier und bitte Gott um Hilfe. Bei ihm sind sie gut aufgehoben, er wird sich von jetzt an darum kümmern. Schreibe das Datum deines Gebets mit auf den Zettel. Wenn die Sorgen wieder kommen, weißt du genau, wann du mit Gott darüber geredet hast. Es macht keinen Sinn, sie neu hervorzukramen.
Manchmal kann es helfen, diese Sorgen buchstäblich wegzuwerfen. Probiere es aus!

Wenn Du dabei Hilfe brauchst, kannst Du Dich an uns wenden.
Wir helfen Dir gern!

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