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Kopf hoch!

Da stehe ich vor meinem großen Problem und meine Freundin sagt nur „Kopf hoch!“ Ich muss bitter grinsen, denn ich fühle mich unverstanden. Du hast gut Reden. Kopf hoch... Keine Ahnung hast Du davon, wie schlecht es mir geht. So ein Hohn! Anscheinend hat sie mir nicht zu gehört! Ich mache mir Sorgen und sie sagt nur „Kopf hoch!“ Eigentlich hätte ich erwartet, dass sie mit mir in meinen Sorgen badet und mich bemitleidet.

Da stehe ich vor meinem großen Problem und meine Freundin sagt nur „Kopf hoch!“ Ich muss bitter grinsen, denn ich fühle mich unverstanden: Du hast gut Reden. Kopf hoch... Keine Ahnung hast Du davon, wie schlecht es mir geht. So ein Hohn! Anscheinend hat sie mir nicht zu gehört! Ich mache mir Sorgen und sie sagt nur „Kopf hoch!“ Eigentlich hätte ich erwartet, dass sie mit mir in meinen Sorgen badet und mich bemitleidet.

Kopf hoch hallt es immer in meinem Kopf. Nein, ich will, ich kann den Kopf nicht heben. Ich will weiter mit meinen Sorgen durchs Leben gehen und mit gesenktem Kopf auf meine Füße starren. Was weiter vorne geschieht, was kommt oder was dahinter ist, will ich gar nicht sehen. Ich kann auch nicht sehen, wann bessere Zeiten nahen, denn ich senke noch immer meinen Kopf. Ich wandle in meinem eigenen Schatten. Ich habe nur meine Sorgen im Blick.

Kopf hoch höre ich sie wieder sagen. Und weil ich merke, dass mich meine Niedergeschlagenheit nicht weiter bringt, sehe ich den Zuspruch in diesem kurzen Satz. Plötzlich habe ich völlig neue Gedanken dazu:

Wer den Kopf hebt, wagt den Blick nach vorne. Weg vom Problemfokus, hin zu neuen Zielen. Die Sorgen sind immer noch da, aber jetzt sehe ich Menschen, denen es ähnlich geht. Ich sehe Menschen, die mir ihre Hand reichen und helfen wollen. Ich sehe die Sonne wieder und ihr Licht vertreibt die Schatten. So sehen die Sorgen weniger bedrohlich aus. Sie stehen buchstäblich in einem anderen Licht. Und ich kann trotz allem wieder anfangen zu lachen.

Für mich als Christin hat der Zuspruch Kopf hoch eine weitere Bedeutung. Denn wenn ich meinen Kopf hebe, dann richte ich meinen Blick auf Jesus! Ich merke immer wieder, wenn ich mich auf meine Sorgen, statt auf Jesus konzentriere, dass ich dann ganz und gar abtauche. Zuerst versuche ich mir selbst zu helfen. Seine Hilfe will ich nicht. Aber warum? Denn erst, wenn ich meinen Blick wieder auf ihn richte und ihn bitte mir zu helfen, sieht alles anders aus. Und er hilft. Sofort. Nicht immer so, wie ich es mir ausgedacht habe, aber immer mit festem Griff. Ja, ich will darauf vertrauen, dass Jesus mir hilft – in dem Wissen, dass es mir nicht immer gelingen wird! Bei ihm werden meine Sorgen immer kleiner oder sie verschwinden ganz.

Wenn Du auch mit gesenktem Kopf durchs Leben gehst, kann ich Dir nur raten, den Kopf zu heben! Kopf hoch! Denn nur so kannst Du beginnen, mutig in die Zukunft zu blicken. Wenn Du noch nie die Erfahrung gemacht hast, dann wird´s Zeit! Rede mit ihm, erzähle ihm Deine Sorgen, er hört Dich! Ich wünsche Dir, dass Du spürst, wie das Leben und die Sorgen mit Jesus leichter werden – weil Er mit trägt.

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