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Radiohören vor Sonnenaufgang

Für viele Quechua gehören die christlichen Sendungen von RTM Bolivia zum Start in den Tag.

 

 

Bereits vor Sonnenaufgang aufzustehen ist für viele Menschen aus dem Volksstamm der Quechua in Bolivien Alltag. Sie leben hoch oben in den Anden und arbeiten oft als Bauern oder Farmarbeiter. Von früh bis spät haben sie zahlreichen Pflichten zu erfüllen. Zum Bibellesen bleibt da wenig Zeit. Doch zum Glück gibt es die Sendungen von RTM Bolivia.

Schon vor etlichen Jahren hat sich der Radiopartner von ERF Medien entschieden, christliche Sendungen in der indigenen Landessprache der Menschen ­– in Quechua – auszustrahlen. Quechua wird schätzungsweise von über 7 Millionen Menschen gesprochen und ist damit die meistgesprochene Sprache Südamerikas. In Bolivien ist Quechua die Muttersprache von über 17 Prozent der Bevölkerung und zählt damit zu den Amtssprachen des Landes.

Viele Menschen aus dem Volk der Quechua leben in abgelegenen Dörfern in Gebirgsregionen auf 3.000 bis 4.000 Metern über dem Meeresspiegel. Missionare finden nur selten den Weg in ihre Gegend und Pastoren und Gemeinden gibt es wenige. Doch durch kleine Radiostationen, die die Programme von RTM Bolivia weiterverbreiten, hören die Quechua von Jesus.
 

Weniger Jähzorn durch Radiohören

Einer von ihnen ist Wilson. Er lebt in einer Bergbaustadt auf über 3.800 Metern. Hier oben ist die Luft dünn und es kann empfindlich kalt werden. Nachts fallen die Temperaturen fast immer unter den Nullpunkt. Wilson berichtet:

In unserer Stadt gibt es eine Radiostation, die das Signal von TWR weitergibt und verstärkt. Um 5 Uhr morgens schalte ich jeden Tag mein Radio an. Wenn die Sonne aufgeht, sind wir bereits wach. Doch weil es morgens noch sehr kalt ist, hören wir die Radiosendungen an, während wir noch im Bett liegen. Mein Radio steht daher direkt neben meinem Bett. So kann ich ganz genau hinhören.

Das Programm, von dem ich am meisten lerne, ist „Durch die Bibel“. Es gibt mir Wegweisung, wie ich mein Familienleben gestalten kann. Früher hatte ich wegen meines Jähzorns oft Probleme in meiner Ehe. Nun lerne ich Tag für Tag mehr, wie ich diesen Charakterzug in mir besser kontrollieren kann. Je mehr ich über Gott erfahre, umso mehr habe ich auch mich selbst im Griff.

Das Wort Gottes ist wie Medizin für mich. Selbst meine Frau merkt einen Unterschied in meinem Verhalten und wir leben jetzt in viel größerer Harmonie zusammen. Wenn die Sendung vorbei ist, sitzen wir oft noch einen Moment zusammen und beten gemeinsam. Das ist für uns zu einer täglichen Routine geworden. Ich schreibe euch das, damit ihr ermutigt werdet, noch mehr Sendungen aufzunehmen, und so ein Segen für das Volk der Quechua seid.
 

Radio ermutigt im Lockdown

Wilson ist nicht der einzige treue Hörer der Quechua-Sendungen, ein weiterer regelmäßiger Hörer ist Alberto. Gerade während der Pandemie ist es ihm wichtig geworden, mit den christlichen Radioprogrammen in den Tag zu starten:

Mein Name ist Alberto. Während des Lockdowns war meine ganze Familie hier bei mir auf der Farm. Jeden Tag haben wir früh am Morgen zusammen Radio gehört. Die Bibelsendung beginnt immer um 5:20 und über unser Satellitenradio können wir ganz einfach zuhören. Seit mehr als drei Monaten konnten wir jetzt nicht mehr an den Gottesdiensten unserer Gemeinde teilnehmen. Doch eure Sendung „Durch die Bibel“ ermutigt uns bei unserem Bibelstudium. Es ist ein sehr ausführliches Programm und es hilft uns, Gottes Wort klar zu verstehen. Meine Frau und ich hören beständig eure Sendungen. Später, wenn auch unsere Kinder wach sind, teilen wir mit ihnen, was wir gerade gelernt haben. Mein Wunsch an alle Pastoren, die für eure Radiostation arbeiten: Macht weiter! Gott segne euch!

Steve Shantz ist als Regionalleiter für Lateinamerika und die Karibik für unseren internationalen Medienpartner TWR tätig. Er ist begeistert über die Rückmeldungen, die auf die Sendungen in Bolivien kommen. Er erzählt:

Ich liebe es, Feedbackberichte aus Bolivien zu lesen. Die Rückmeldungen geben uns einen kleinen, aber sehr bedeutenden Einblick in das Leben unserer Zuhörer hoch oben in den Anden oder in den subtropischen Gebieten nahe dem Dschungel. Ich bin immer überwältigt, wenn ich mitbekomme, wie sehr sich das Leben eines Menschen durch das Evangelium zum Guten verändert. Es ermutigt mich, dass ganz normale Menschen in ihrem Glauben wachsen, weil sie regelmäßig unsere christlichen Sendungen anhören.
 

Quechua-Kinder lernen ihre Sprache und die Bibel kennen

ERF Medien ist seit vielen Jahren Partner von TWR in Südamerika und weltweit. Erfahren Sie mehr über unsere Medienprojekte in SüdamerikaIhre Spende hilft uns, diese Projekte auch weiterhin zu unterstützen.

Auch ERF Medien unterstützt das Team in Bolivien und dabei ganz konkret die Produktion einer Kindersendung in der Quechua-Sprache. Diese wird wöchentlich ausgestrahlt. Zu den Hauptfiguren der Audioreihe zählt neben Kindern und Lehrern auch eine Ente, die ein Mitarbeiter mit verstellter Stimme spricht. Ein junger Zuhörer berichtet, was ihm an dem Programm gefällt:

Die Geschichten aus der Bibel sind sehr interessant. Auch kannte ich noch nicht die Namen der Wochentage in Quechua und habe sie durch euch gelernt. Letztes Jahr hatten wir in der Schule etwas Quechua, aber jetzt sind die Schulen wegen des Coronavirus zu. Euer Programm Wawasman Yachachina ist super, um neue Wörter in Quechua zu lernen und Geschichten aus der Bibel zu hören.
 

Auch viele Eltern sind begeistert. Eine Mutter schreibt:

Euer Programm ist sehr gut. Ich höre es mir mit meinen beiden Kindern an. Ich habe bemerkt, dass meine Kinder durch eure Sendung vor allem zwei Dinge gelernt haben: biblische Geschichten und neue Worte in der Quechua-Sprache. Das hilft den Kindern, Gottes Wort besser zu verstehen und auch ihre Sprachfähigkeit zu verbessern. Die Ente ist immer witzig und zieht die Aufmerksamkeit der Kinder auf sich. Meiner Meinung nach wäre es noch besser, wenn euer Programm von Montag bis Freitag zu hören wäre. Meine Kinder wollen zudem gerne eure Radiostation besuchen. Vielen Dank und macht weiter so!

Seit 2020 arbeitet das Team in Bolivien daran, diesem Wunsch der Hörer nachzukommen und das wöchentliche Programm langfristig in ein tägliches Format umzuwandeln. Dazu müssen neue Sendungen geschrieben und produziert werden. Aufgrund der Pandemie gab es in 2020 leider einige Verzögerungen. Dennoch hofft das Team die fehlenden Sendungen noch in 2021 aufzunehmen.

 

Gebetsanliegen:

  • Bitte beten Sie dafür, dass in 2021 genug Kindersendungen in Quechua produziert werden können, um das wöchentliche in ein tägliches Format umzuwandeln.
  • Wir danken Gott, dass die christlichen Sendungen – gerade auch im Lockdown – so viele Menschen in Bolivien erreichen und zu einer Art Gemeindeersatz für sie werden.
  • Bitten Sie Gott, dass noch mehr regionale Radiostationen die christlichen Programme weiterverbreiten, damit Menschen in noch entlegeneren Regionen mit dem Evangelium erreicht werden.

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