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Verständlich, digital und zuverlässig

Die BasisBibel ist neu als Gesamtausgabe erschienen.


Die Basisbibel war von Anfang an auch für das Lesen am Smartphone und am Bildschirm gedacht. Und ab sofort ist sie jetzt komplett verfügbar als Altes und Neues Testament. Einfach online auf die Seite Basisbibel.de gehen – und schon hat man Zugriff auf den Text. Den hat Dr. Christoph Rösel von der Deutschen Bibelgesellschaft mit einer großen Zahl von Theologen für den digitalen Zugriff optimiert: „Kein Satz hat mehr als 16 Wörter. Jeder Hauptsatz hat höchstens einen Nebensatz.“

Das Ganze liest sich natürlich auch richtig gut als Buch. Deshalb gibt es ab sofort die gedruckte 3000-Seiten-Ausgabe. Der Seitenumfang ist, wie schon erwähnt, der besseren Lesbarkeit geschuldet.
 

Verständliche Sprache

Die Basisbibel will eine Sprache sprechen, die jeder versteht. Trotzdem verzichtet sie nicht auf Worte, die zu den christlichen Essentials gehören, so Rösel: „Gerade bei theologisch tragenden Begriffen wie Gnade, Gerechtigkeit oder Glaube verwenden wir weiterhin diese gut eingeführten Begriffe.“ Die sind allerdings online verlinkt oder werden in einer Randnotiz erklärt. „Damit man eben versucht, beides beieinander zu haben: diese tragenden Begriffe, aber auch Erklärungshilfe für diejenigen, für die Bibel oder Glaube etwas Neues ist. Um es besser zu verstehen.“
 

Jahreslosung neu entdeckt

Überzeugt hat das auch Anna Heinrich. Die Studentin gehört zur Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland. In der letzten Zeit hat sie sich mit der Jahreslosung beschäftigt. Die lautet in der Sprache der Basisbibel: „Seid barmherzig, so wie euer Vater barmherzig ist.“
 

Barmherzigkeit tiefer verstehen

Heinrich bekennt offen: „Als ich noch nicht in die Bibel geschaut hatte, dachte ich zunächst: Barmherzigkeit? Da mache ich schon einen ziemlich guten Job!“

Was für sie heißt: „Ich biete Freunden das WG-Zimmer, das bei uns frei ist, auch mal für lau an, wenn ich weiß, die haben’s gerade nicht dicke und sitzen zwischen zwei WG-Umzügen fest. Ich lade auch gerne mal einen Kumpel auf ein Bierchen ein, wenn ich weiß. der hat gerade nicht soviel Geld. Und ich spende auch für mein Herzensprojekt.“

Doch dann hat Anna Heinrich in die Basisbibel geschaut. Sie hat ein ganz neues und tieferes Verständnis von Barmherzigkeit gewonnen. Ergebnis: „Es ist einfach, Leute zu lieben, die dir etwas zurückgeben und die dich lieben. Aber barmherzig sein heißt, lieber in Situationen mal was runterschlucken, wo ich – Freunde von mir nennen es – emphatisch wie ein Vorschlaghammer bin, auch wenn ich weiß, dass es eigentlich die Wahrheit wäre. Aber oft bringt es uns nicht voran.“
 

Fazit

Mein persönliches Fazit: Die BasisBibel ist in vielerlei Hinsicht gelungen. Sie spricht eine verständliche Sprache. Dadurch, dass sie zentrale Begriffe aber erklärt und nicht umschreibt, bleibt sie möglichst nah am ursprünglichen Text. Das bewahrt davor, sich vielleicht in manche biblische Aussage zu verlieben, die mehr der Intention der Übersetzers als dem ursprünglichen Bedeutungssinn geschuldet ist.

Als Buch werden manche die versweise Darstellung des Textes der Komfortausgabe entweder schätzen oder als irritierend empfinden. Aber dann gibt es ja immer noch alternativ die Kompaktausgabe in klassischer Setzung.



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